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Bakerstreet



Spielspaß

5

Spielregel

4

Merken

3

Planung

4

Bluff

5

Thema

1

Für alle ungeduldigen geht's hier direkt zum Fazit!

Bakerstreet - das ist die Adresse von Sherlock Holmes, des wohl berühmtesten Detektivs der Welt. Zwei Nachwuchsermittler versuchen in seine Fußstapfen zu treten, indem sie schneller als der Konkurrent einen kniffligen Fall lösen.

Spielanleitung:


Ziel des Spieles ist es, sieben aufeinanderfolgende Buchstabenkarten zu sammeln. Um dem Thema gerecht zu werden, handelt es sich bei den Gegenständen, die auf diesen Karten abgebildet sind um Beweise. Beim K ist es beispielsweise eine Kerze, beim B ein Brief, beim H ein Handschuh usw. Die Beweiskarten liegen verdeckt in fünf Stapeln kreisförmig aus.

Um an die Beweiskarten heranzukommen besitzen die Spieler einen eigenen Satz Detektivkarten mit den Werten 0 bis 5, drei davon hält jeder immer auf der Hand. Wer an der Reihe ist, führt in einer festgelegten Reihenfolge drei Aktionen durch. Zunächst legt man eine eigene Detektivkarte an einen der Beweiskartenstapel an. Liegen dort bereits solche Karten, werden diese überdeckt. Danach wird eine Detektivkarte nachgezogen, abschließend muss ein Gebot abgegeben werden. Hierbei soll eingeschätzt werden, wie hoch die Gesamtsumme aller sechs Handkarten (also die eigenen plus die des Mitspielers) mindestens ist. Das Gebot muss immer höher sein als das des Gegners. Glaubt man, dass die genannte Summe zu hoch ist, verzichtet man auf seinen kompletten Zug und zweifelt stattdessen das Gebot des Mitspielers an. Die Zahlen der sechs Handkarten werden nun addiert. Liegt die Summe niedriger als beim angezweifelten Gebot, gewinnt der Zweifler die aktuelle Spielrunde, im umgekehrten Fall der Spieler, der das Gebot abgegeben hat.

Der Gewinner des Anzweifelns sucht sich einen Beweiskartenstapel aus. Die davor abgelegten Detektivkarten werden nach Zugehörigkeit zu den Spielern getrennt und die Werte darauf addiert. Hierbei werden auch die Symbole, die auf einigen Karten abgebildet sind, berücksichtigt. Ein x2 verdoppelt alle Werte dieses Spielers; eine Hand stoppt die Auswertung, d.h. alle darunter befindlichen Karten werden nicht berücksichtigt und bleiben liegen; ein Pfeil sorgt dafür, dass der nächste Stapel im Uhrzeigersinn zusätzlich gewertet wird. Derjenige, der die größere Summe aufweist, darf eine Karte des Beweiskartenstapels an sich nehmen. Danach erhält jeder Spieler drei neue Detektivkarten und die nächste Runde beginnt. Dies geht so lange, bis einer der beiden Konkurrenten sieben aufeinanderfolgende Buchstaben gewonnen hat.

Fazit:
"London, 1898. Nebelschwaden liegen über der Stadt, Schatten huschen durch die Nacht. Etwas ist geschehen...!" Genau das stellt man sich als Rahmengeschichte für ein Spiel namens Bakerstreet vor, genau das steht auch in der Spielregel und genau das kann man auch ganz schnell wieder vergessen. Denn Bakerstreet ist ein abstraktes Spiel, dem das unpassende Detektivthema übergestülpt wurde. Weder stellt sich während des Spieles das Gefühl von Gefahr ein, noch geschieht ein Verbrechen und so ist man nach der ersten Partie zunächst ein wenig ratlos. Das liegt aber nicht nur am unpassenden Thema, auch der Spielablauf ist gewöhnungsbedürftig. Der erste Teil eines Spielzuges ist noch klar: man legt Detektivkarten an und versucht an möglichst vielen Beweiskartenstapeln die Mehrheit zu erlangen und wenn möglich, mit Pfeilkarten mehrere gleichzeitige Wertungen zu eigenen Gunsten vorzubereiten. Da man später allerdings nicht mehr nachschauen darf, wo welche Karten liegen, ist ein bisschen Gedächtnis gefragt, um nicht aus Versehen einen Stapel zu wählen, bei dem der Gegner die Mehrheit der Werte besitzt.

Das Ungewöhnliche des Spieles ist die Abgabe des Gebotes. Hier kann und muss man bluffen. Zum Einen kann man mit einem hohen Gebot, wenn man selbst nur sehr niedrige Werte hat, den Gegner aufs Glatteis führen. Erhöht dieser das Gebot, zweifelt man dieses an und erhält so eine weitere Beweiskarte. Zum Anderen ist man zum Bluffen gezwungen, wenn man eine Detektivkarte legt, obwohl das Gebot des Gegners schon nahe der 20 liegt und dann im zweiten Teil des Zuges lediglich eine 0 oder 1 nachzieht. Jetzt hilft es nur, ohne Zögern und im Brustton der Überzeugung das Gebot zu erhöhen und zu hoffen, dass der Mitspieler dies glaubt, oder dass es eventuell sogar stimmt. Das alles spielt sich zu Beginn anders, als man es von anderen Spielen gewöhnt ist. Zu ungewöhnlich ist der Ablauf und das Gefühl für ein gezieltes Vorgehen stellt sich erst nach einiger Zeit ein. Viele werden Bakerstreet deshalb nach der ersten Partie frustriert in die Ecke legen und vergessen. Das wäre schade, denn das Spiel hat einen zweiten Blick verdient.
Bakerstreet
Zweierspiel von Marcel-André Casasola Merkle, Ravensburger, ca. EUR 11,-
2 Pers., ab 10 J., ca. 30-45 Min.

Bakerstreet
Mit Detektivkarten buhlen die Holmes' und Watsons um die Beweiskarten.

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Der Meisterdetektiv sucht...

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...Alibi für Alibi...

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...um am Ende mit einer Beweiskette ein Verbrechen aufzudecken und das Spiel zu gewinnen.
 
 
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