"In den Korb, Leines los - und ab!" Aber bei diesem Ballon-Wettkampf geht es nicht nur darum, der schnellere zu sein, nein, das Ziel liegt im Gebirge oder aber im Flachland. Wer hoch fliegt, wenn er das Gras streifen sollte, um im Flachland zu bleiben, verliert genauso wie der, der beim Flug die Ameisen beobachten kann, obwohl er über den Wolken fliegen sollte, um das Ziel im Gebirge zu erreichen.
Spielanleitung:
Vier Zieltafeln bestimmen die Flughöhe. Sie sind beidseitig bedruckt, je eine Seite für das Flachland und eine für das Gebirge. Außerdem sind die Karten von 1 bis 4 durchnummeriert. Um die Flughöhe zu bestimmen, bekommen beide Spieler je 8 Ballonkarten auf die Hand. Diese Karten gibt es jeweils in den Werten 1 bis 13 in 5 verschiedenen Farben. In diesen Farben gibt es auch kleine Prämiensteine, jedoch in unterschiedlichen Mengen. Am seltensten sind die grauen, am meisten die roten vertreten. Im Laufe des Spiels gewinnt man bei den Wettflügen diese Steinchen und wer als erster eine bestimmte Anzahl einer Farbe hat, 3 graue oder 7 rote beispielsweise, bekommt die Karte "Siegerpokal" dieser Farbe. Und wer als erster 3 von den 5 Pokalkarten hat, gewinnt das Spiel.
Und wie kommt man an die Prämiensteine?
Zu Beginn werden die vier Zieltafeln auf den Tisch gelegt und zwar abwechselnd auf der Flachland- und auf der Gebirgsseite. Aus einem Säckchen werden jetzt blind die farbigen Prämiensteine gezogen und auf die Zieltafeln gelegt, jeweils so viele, wie die Nummer auf dieser angibt. So hat man jetzt jeweils einen Wettkampf um 1, 2, 3 und 4 Prämiensteine unterschiedlicher und teilweise auch gleicher Farben vor sich.
Wer an der Reihe ist, legt eine seiner 8 Ballonkarten neben eine Zieltafel, entweder auf seine Seite oder auf die des Gegners, und zieht anschließend eine neue vom Zugstapel. Pro farbigem Prämienstein darf allerdings nur eine Ballonkarte derselben Farbe auf jeder Seite liegen. Liegen beispielsweise auf der 3er Zieltafel ein blauer und zwei gelbe Prämiensteine, so dürfen auf jede Seite nur eine blaue und zwei gelbe Ballonkarten gelegt werden.
Sind beide Seiten einer Zieltafel voll belegt (im Beispiel also auf jeder Seite die entsprechenden 3 Ballonkarten), wird diese abgerechnet: Liegt die Flachlandseite der Zieltafel oben, bekommt derjenige alle daraufliegenden Prämiensteine, auf dessen Seite Ballonkarten mit insgesamt niedrigerem Wert liegen. Liegt die Gebirgsseite oben, bekommt der andere die Prämiensteine.
Nun wird die Zieltafel umgedreht und wieder mit Prämiensteinen bestückt. Und weiter geht's.
Fazit:
Lege ich auf meiner Seite eine hohe Ballonkarte, oder drücke ich dem Gegenspieler eine niedrige rein, wenn die Zieltafel das Gebirge anzeigt? Was mach ich denn jetzt mit dieser undankbaren mittelwertigen Karte, die könnte ja in jeder Richtung locker getoppt werden? Sichere ich mir jetzt diese drei Prämiensteine hier oder versuche ich, bei der anderen Zieltafel, die ich mir eigentlich schon abgeschrieben hatte, doch noch eine Chance zu bekommen?
Solche Überlegungen bestimmen das Spiel, ständig befindet man sich in einem Zwiespalt, jedoch ohne den Spielfluss zu bremsen.
Trotz des relativ hohen Glücksanteils finden auch gewisse taktische Überlegungen Platz in Ballon Cup: Da die Spieler ihre schon erbeuteten Prämiensteine offen vor sich liegen haben, kann man bestimmte Farben und damit bestimmte Wettkämpfe bevorzugen, um ein vielleicht schon verloren geglaubtes Spiel wieder herumzureißen.
Um es kurz zu machen: Ballon Cup ist erfrischend einfach, unterhaltsam, und spannend und nicht zuletzt entspannend.
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 Zweierspiel von Stephen Glenn, Kosmos, ca. EUR 15,- 2 Pers., ab 10 J., ca. 30 Min.
Auszeichnungen: Spiel des Jahres: Auswahlliste (2003) à la carte 2003: 7. Platz
 Vier Wettkämpfe finden gleichzeitig statt.
 Für jede Farbe gibt es einen Pokal.
 Über den Feldern sollte man mit niedrigen Karten fliegen.
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