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Biberbande



Spielspaß

5

Material

5

Spielregel

5

Gedächtnis

4

Glück

5

Schadenfreude

5
Mein Urteil stand eigentlich schon nach einer ersten kleinen Probepartie auf der Nürnberger Messe fest. Nettes kleines Spiel, macht Spaß, muß man aber nicht haben. Die ersten Partien zu Hause bestätigten dieses Urteil, aber dann passierte etwas, womit ich nicht rechnen konnte: Ich kann von Biberbande einfach nicht mehr die Finger lassen.

Spielanleitung:


66 Karten sind für diese Sucht verantwortlich. Die meisten davon zeigen Zahlen von 0 bis 9, dazu kommen noch 3 Sorten Sonderkarten. Vom gut gemischten Stapel erhält jeder Spieler 4 Karten, die er verdeckt vor sich ablegt. Nur die beiden äußersten Karten darf man sich kurz anschauen und einprägen, die mittleren bleiben unbekannt.

Ziel des Spieles ist es, am Ende eines Durchganges möglichst niedrige Werte vor sich liegen zu haben. Um dies zu erreichen hat man 2 Möglichkeiten. Die eine ist, man nimmt sich die oberste Karte vom verdeckten Nachziehstapel und entscheidet, ob man sie behalten will. Ist das der Fall, tauscht man sie gegen eine der vier eigenen Karten aus, wobei man diese vorher nicht anschauen darf. Kennt man die Karte, die man austauscht, dürfte eigentlich nichts schiefgehen. Kann man sich jedoch nicht mehr so recht an den Wert erinnern oder man wählt eine unbekannte, kann es zu einer bösen Überraschung kommen und eine schöne niedrige Zahl landet auf dem Ablagestapel. Das ist doppelt ärgerlich, denn die zweite Möglichkeit eines Spielers ist es, die oberste Karte dieses Stapels zu nehmen. Für solche Geschenke sind die nachfolgenden Mitspieler natürlich äußerst dankbar. Aber selbst wenn man genau weiß, wo die eigenen niedrigen Werte liegen, und man den Teufel tun wird, diese auszutauschen, sind diese nicht endgültig sicher. Es gibt ja noch die Sonderkarten, die immer dann zum Einsatz kommen, wenn ein Spieler sie vom verdeckten Zugstapel zieht. Die wertvollste Sonderkarte erlaubt es, eine eigene Karte gegen die eines Gegners zu tauschen, wobei beide nicht angeschaut werden dürfen. Man sollte sich also tunlichst nicht nur die eigenen Werte merken, sondern auch die der Gegner. Auch die beiden anderen Sonderkarten sind nicht zu verachten. Die eine hat die Funktion, daß man eine eigene beliebige Karte anschauen darf, die andere bietet die Möglichkeit, bis zu zwei Karten vom verdeckten Zugstapel zu ziehen. Ist die erste vielleicht noch eine unattraktive 9, hat man mit der zweiten eventuell mehr Glück.

Irgendwann ist einer der Spieler der Meinung, er habe die niedrigsten Werte der ganzen Runde. Dieser klopft auf den Tisch. Alle anderen Spieler sind nun noch ein weiteres Mal an der Reihe, dann wird abgerechnet. Die Punktzahl wird auf einem, dem Spiel beiliegenden, Block notiert und nach 3 bis 6 Runden endet Biberbande. Bis dahin sind 10 bis 20 witzige Minuten vergangen.

Vielleicht fragt Ihr Euch jetzt, was soll denn an diesem Spiel besonderes dran sein? Es ist nicht sonderlich originell, alle Elemente sind genügend bekannt und doch macht es unglaublichen Spaß. Was ich an Biberbande so mag, ist die angenehm kurze Dauer, die wirklich witzige Graphik (schaut euch die Bilder mal genauer an!), die Prise Bluff, die Schadenfreude, und daß man es ganz hervorragend mit Kindern ab 6 Jahren spielen kann. Zähneknirschend muß ich trotzdem zugeben, daß ein Teil meiner Mitspieler meine Begeisterung nicht teilt. Denen war das alles zu einfach gestrickt und zu glücksabhängig. Der Rest jedoch, und das war bei weitem der größere Teil, zockt mit mir im Moment Biberbande zum Einstieg oder zum Abschluß eines Spieleabends.
Biberbande
Kartenspiel von Monty und Ann Stambler, Amigo, ca. EUR 6,-
2-6 Pers., ab 6 J., ca. 20 Min.

Biberbande
Niemand weiss, was wo liegt ...

Biberbande
... bis am Ende aufgedeckt wird.

Biberbande
Je höher der Wert, ...

Biberbande
... desto beherrschender die Ratte.
 
 
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