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Blokus



Spielspaß

6

Material

5

Spielregel

5

Glück

1

Taktik

5

Ärgern

3
Die einfachsten Spielideen sind oft die besten. Der beste Beweis hierfür ist Blokus, ein abstraktes taktisches Legespiel. Naja, zumindest habe ich das häufig gehört und die Jury für das Spiel des Jahres setzte Blokus 2002 ja auch auf die Auswahlliste.

Spielanleitung:


Zwischen zwei und vier Spieler können an einem Blokusbrett tüfteln. Spielen zwei Spieler, so spielt jeder mit zwei Farben, bei drei Spielern wird abwechselnd eine neutrale Farbe gesetzt und bei vier Spielern geht es sowieso auf. Da ich kein Fan von Regeländerungen für kleine Spielerzahlen bin, stimmte mich das anfangs eher kritisch.

Der Einfachheit halber erzähle ich Ihnen nun vom Spiel zu viert:
Jeder Spieler bekommt die 21 Spielsteine seiner Farbe und legt sie vor sich aus. Diese Steine haben alle möglichen Formen, die sich aber immer aus kleinen Quadraten zusammensetzen und somit gut auf das Spielbrett mit 400 solchen Quadraten passen. Außerdem bekommt jeder Spieler eine Ecke des Spielbretts zugewiesen, von der aus er beginnt.

Der erste Spieler legt einen beliebigen seiner Steine so auf das Spielbrett, dass sein Eckfeld besetzt ist. Nun folgen die anderen Spieler der Reihe nach.
Ist ein Spieler wieder an der Reihe, so darf er einen beliebigen Stein beliebig setzen, einzige Bedingung ist, dass der neue Stein einen schon liegenden eigenen Stein an einer oder mehreren Ecken berührt. Steine einer Farbe dürfen an keiner Seite aneinander liegen, sondern sich immer nur über Eck berühren.

So legen die Spieler abwechselnd ihre Steine, und merken schnell, wie klein das Spielbrett ist und daß es kaum für alle Steine reichen wird. Immer enger wird der Platz und immer weniger Legemöglichkeiten bietet das Spielbrett.
Man versucht, seine Steine so zu legen, dass der Gegner möglichst eingeschränkt wird. Das wiederum ist auch nicht so einfach, schließlich bieten sich immer wieder Durchschlüpfmöglichkeiten, weil man eigene Steine ja immer nur über Eck aneinanderlegen darf.

Wer keinen Stein mehr legen kann, steigt schließlich aus. Für gewöhnlich muß er dann nicht lange warten, bis alle anderen auch keine Möglichkeiten mehr sehen.

Nun wird abgerechnet: Pro nicht abgelegten Quadrat gibt es einen Minuspunkt. Je größer die übrigen Steine also sind, desto mehr Miese bringen sie.
Außerdem bekommt, wer alle Steine ablegen konnte, 15 Pluspunkte, und wer alle ablegen konnte und sich den Einer-Stein (ein Quadrat) bis zum Schluss aufgehoben hat, 20 Pluspunkte.

Fazit:
Blokus hält tatsächlich, was Auszeichnungen und viele Meinungen versprechen. Ein kurzweiliges und grüblerisches Spiel nicht nur für Zwischendurch.
Egal, ob zu zweit, zu dritt oder zu viert, wir hatten bei jeder Partie großen Spaß und selten blieb es bei einer Partie. Gerade zu zweit kann Blokus abendfüllend sein, weil jede Partie nahezu nach einer Revanche schrie.

Lediglich die Sonderregel für drei Spieler kann manchmal den Spielfluss hemmen, wenn man nicht weiß, wer als letzter die neutrale Farbe gelegt hat und wer jetzt damit an der Reihe ist. Das ist aber nicht weiter schlimm, bislang konnten wir das immer noch rekonstruieren.
Blokus
Legespiel von Bernard Tavitian, Sekkoia / Heidelberger, ca. EUR 38,-
2-4 Pers., ab 8 J., ca. 20 Min.

Auszeichnungen:
Spiel des Jahres: Auswahlliste (2002)

Blokus
Jeder beginnt in seiner Ecke.

Blokus
Jeder Spielstein einer Farbe hat eine andere Form.

Blokus
Eigene Steine dürfen (und müssen) sich nur über Eck berühren.

Blokus
So bieten sich für die Gegner Möglichkeiten zum Durchschlüpfen.
 
 
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