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Bohn Hansa



5

Spielspaß

5

Material

5

Spielregel

6

Verhandlung

6

Planung

5

Glück

3
Was für Kosmos "Die Siedler von Catan" und für Hans im Glück "Carcassonne", das ist für Amigo "Bohnanza". Etliche Erweiterungen, Varianten und eigenständige Ableger sind zu diesen mega-erfolgreichen Spielen erschienen. Neuester Spross der Bohnanza-Familie ist Bohn Hansa, wobei es sich erstmals nicht um ein reines Kartenspiel handelt, Bohn Hansa ist ein richtiges Brettspiel, das mit einem peppig-bunten Spielplan aufwarten kann. 10 Hansestädte sind darauf zu sehen, in den meisten gibt es zwei der inzwischen allseits bekannten Bohnensorten zu kaufen, in einigen wenigen Städten derer sogar drei. Der Preis der Bohnen richtet sich dabei nach der Häufigkeit der angebotenen Sorte (wie wir ja alle wissen, ist die seltenste Art die Gartenbohne, die häufigste die Blaue Bohne) und der Größe des Angebotes in dieser Stadt.

Spielanleitung:


Ausgestattet mit zunächst allen 8 Bohnensorten und drei Auftragskarten starten wir ins Spiel. Jeder Auftrag zeigt immer 2 oder 3 verschiedene Bohnen, einen Zielort, an dem diese verkauft werden und den einzukassierenden Gewinn. Ein jeder Spieler legt nun den Auftrag aus, der ihm die größte Geldsumme bringt, kassiert die hierfür ausgelobten Dukaten und gibt im Gegenzug die erforderlichen Bohnen ab. Die Spielfigur, ein höchst seltsames Gebilde, das erst im zweiten Blick als Pferd mit Karren erkenntlich ist, kommt auf den Zielort dieses ersten Auftrages.

Weiter gibt es für jeden Spieler einen Satz Reisekarten, die zunächst in der angegebenen Nummerierung auf die Hand genommen werden, ganz nach hinten werden die beiden nicht verwendeten Auftragskarten gesteckt. Wer dies liest und Bohnanza kennt, ahnt schon was kommt. Die Karten auf der Hand dürfen nicht sortiert werden, sondern müssen der Reihe nach ausgespielt werden. Nur die Auftragskarten darf man, wenn man am Zug ist, außerhalb der Reihe ablegen, und zwar dann, wenn man sie vorzeitig erfüllt, d.h., die Spielfigur befindet sich am Zielort und der Spieler besitzt die benötigten Bohnen. Muß jedoch eine Auftragskarte ausgespielt werden und am Ende des Spielzuges ist der Auftrag noch immer nicht erfüllt, kommt die Karte auf den Ablagestapel und der ersehnte Gewinn entfällt.

Der erste Teil eines Spielzuges besteht aus der Reisephase. Die Spielfigur wird um beliebig viele Städte versetzt, pro Stadt (inkl. Startort) muß jedoch eine Reisekarte ausgelegt werden. Je weiter man also auf einmal zieht, umso schneller kommen die Aufträge(neue werden immer ganz nach hinten gesteckt) nach vorne. Außerdem gibt es unter den Reisekarten die Sonderkarte Zoll. Wird diese ausgelegt, muß der Spieler 20 Dukaten zahlen, und da diese Karte immer noch vor den anderen Reisekarten wieder nach hinten auf die Hand genommen wird, muß man bei weiten Reisen den Zoll erheblich öfter zahlen.

Doch dieses inflationäre Ausspielen der Reisekarten kann umgangen werden. In der zweiten Phase seines Zuges darf der aktive Spieler mit seinen Mitspielern über den Tausch von Bohnen verhandeln, jedoch nur, wenn diese sich in der gleichen Stadt befinden. Da dies eher selten der Fall ist, kann man die Mitspieler zu sich einladen. Dies kostet den Eingeladenen lediglich eine Reisekarte, egal wie weit der Weg ist. Das ist natürlich unglaublich attraktiv und hier bieten sich für die Spieler immense Möglichkeiten zu Verhandlungen, von denen in erster Linie der aktive Spieler zu profitieren weiß. Es kommt nicht selten vor, daß diesem Geschenke angeboten werden, nur um eine Einladung auszusprechen und die wird dieser natürlich gerne annehmen. Das Spiel endet, wenn von den Karten, die den Nachschub der Bohnen in die Städte regeln, die achte Karte aufgedeckt wurde. Jetzt kommt jeder nochmals an die Reihe, danach werden die Dukaten zur Ermittlung des reichsten Kaufmanns gezählt.

Fazit:
Um sein Geld zu vermehren, muß ein Spieler seine Aufträge erfüllen, indem er die entsprechenden Bohnen kauft oder erhandelt und rechtzeitig den Zielort erreicht. Das hört sich einfach an, ist es aber nicht. Es gehört eine Menge Überblick dazu, zu erfassen, wo man welche Bohnen günstig einkaufen kann, die Wege zu planen, abzuschätzen, ob eine Einladung Sinn macht und die Verhandlungen so zu führen, daß sie zum eigenen Vorteil enden. Vor dem ersten Spiel war ich der Überzeugung ein Logistik-Spiel vor mir zu haben. Doch das ist Bohn Hansa erst in zweiter Linie. Der Schwerpunkt liegt eindeutig bei den Verhandlungen und erst nach einigen Partien werden die Möglichkeiten offensichtlich, die das Spiel hier bietet. Bohn Hansa ist also kein Spiel, das sich auf Anhieb erschließt. Wer jedoch Verhandlungsspiele mag, kommt bei Bohn Hansa voll auf seine Kosten.
Bohn Hansa
Gesellschaftsspiel von Uwe Rosenberg, Amigo, ca. EUR 20,-
3-5 Pers., ab 12 J., ca. 90 Min.

Bohn Hansa
Die Hansestädte.

Bohn Hansa
Und im Detail.

Bohn Hansa
Keine Züchtung aus Esel und Eichhörnchen, sondern unserer Transportmittel.

Bohn Hansa
Auftragskarte mit dem Ziel Edingburgh.

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Hier kann gehandelt werden.
 
 
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