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Bullshit



Spielspaß

2

Material

4

Spielregel

4

Planung

2

Glück

6

Schdenfreude

3
Tierexkremente liegen als Spielethema offensichtlich voll im Trend. Nachdem uns der Zoch-Verlag bereits mehrere Male mit Hühner- und Entenhäufchen beglückt hat (Zicke Zacke Hühnerkacke, Au Backe) gibt es nun eine Steigerung, zumindest was die Größe der Tiere (und der Häufchen) angeht. Bullshit heißt das Spiel des kleinen Direkt-Verlages aus Zülpich.
Erste und zugleich auch größte Schwierigkeit des Spieles ist es, die Schachtel zu öffnen. Der Deckel ist in der ersten, in sehr kleiner Serie gefertigten Auflage, erheblich zu klein geraten. Nachdem ich fast einen Dosenöffner bemüht hätte, gelingt es mir doch noch den Deckel zu lüften und finde ein Schreiben vor, daß in der endgültigen Fassung dieses Problem behoben sein wird. Sehr tröstlich!!! (Es liegt im Bereich des Möglichen, daß diese Mitteilung bei Ankunft in meinen Heiligen Hallen außerhalb des Spieles plaziert war, und ich, trotteligerweise, den Brief in der Schachtel verstaut habe, bevor ich sie dem Dirk zum Rezensieren gebracht habe. Der Webmaster)

Spielanleitung:


Aber kommen wir zum eigentlichen Brettspiel. Das Thema, muß ich zugeben, gefällt mir sehr gut. 2 bis 4 schöne Plastikkühe in den 4 üblichen Spielfarben (leider nicht in lila) werden auf eine in 16 Felder unterteilte Weide getrieben. Irgendwann lassen die Tiere den titelgebenden Bullshit auf eines der Felder fallen und beenden so unter bestimmten Voraussetzungen das Spiel.

. Zu Spielbeginn erhält jeder Spieler eine sogenannte Feldkarte. Sie zeigt eine Zahl zwischen 1 und 16 und gibt an, welches Feld der Weide dem Spieler gehört. Auf diesem, oder auf einem der anderen Felder, die man im Laufe der Partie erhält, sollte die eigene Kuh stehen, wenn sie ihren Haufen macht und schon hat man gewonnen. Zunächst mal warten die Kühe aber in den farblich entsprechenden Ställen, daß sie endlich auf die saftige Wiese dürfen. Hierzu muß ihr Besitzer aber eine 6 würfeln. 3 Versuche hat er hierzu (das kommt einem doch irgendwie bekannt vor, oder?). Ist dies endlich gelungen, geht es mit einem weiteren Wurf hinaus auf die Weide, wobei man innerhalb eines Zuges die Richtung beliebig verändern darf. Also hoch runter, links, runter, wie man eben lustig ist. Einzige Einschränkung: besetzte Felder und das Feld auf dem man gestartet ist, dürfen nicht (erneut) besetzt werden. Ziel des ganzen Gerennes ist es, auf eigenen oder auf einem der 3 farblich hervorgehobenen Feldern zu landen. Bei letzteren darf man eine Ereigniskarte ziehen und dann passieren so aufregende Dinge wie, einmal aussetzen, zurück in den Stall, nochmals würfeln und neue Feldkarte ziehen. In den Stapel eingemischt sind auch vier Kuhfladen in den Spielfarben. Wird eine dieser Karte gezogen und die Kuh der entsprechenden Farbe grast auf einem der Felder ihres Besitzers, steht der Sieger von Bullshit fest.

Wie man sieht: Bullshit ist ein ganz einfaches Würfelspiel, von dem man ja vermuten könnte, in entsprechender Bierlaune, mache es Spaß. Tut es aber nicht. Wir hatten einige Partien, in denen mehrere Kühe noch in den Ställen standen, als eine andere bereits gewonnen hatte. Im extremsten Fall war Bullshit bereits nach dem ersten Zug beendet. Grund dafür war, daß dieser Spieler als Feldkarte die Nummer eines der Ereignisfelder gezogen hatte, dieses sofort ansteuerte und auch noch die richtige Kuhfladenkarte zog. Abhilfe kann man schaffen, indem man nach der Variante spielt und die Nummern dieser 3 Felder zu Spielbeginn aussortiert. Aber auch dann hakt Bullshit. Wird die eigene Kuhfladenkarte sehr früh im Spiel gezogen, ist man völlig ohne Siegchance bis der gesamte Kartenstapel durchgespielt ist und neu gemischt wird. Und warum sollte ich eine Ereigniskarte ziehen, wenn der Gegner auf einem seiner Felder steht. In der vagen Hoffnung eine weitere Feldkarte zu ziehen? Eher nicht, denn nur 4 der 16 Ereignisse lassen dies zu.

Also bei uns kam nicht die rechte Stimmung auf, aber vielleicht waren meine Mitspieler und ich einfach die falsche Zielgruppe. Ich habe jedoch meine Zweifel, daß das Spiel bei Gelegenheitsspielern besser aufgehoben ist. Dafür gibt es zu viele bessere Bier- und Brezelspiele. Und auch mit Kindern (5 bis 10 Jahre) hatte ich nicht mehr Glück. Nach anfänglicher Begeisterung erlosch das Interesse sehr schnell. Schade eigentlich für die schönen Kühe und den Direkt Verlag.

PS: Dem Gesellschaftsspiel lag eine CD bei. Ob dies in der endgültigen Fassung auch der Fall ist weiß ich nicht.
bullshit
Kuhfladenspiel, Direkt Verlag,
2-4 Spieler, ab 6 Jahre
weitere Infos bekommt Ihr per Mail

bullshit
Ene, Mene, Muh ...

bullshit
... wohin macht die Kuh

bullshit
Ereigniskarten, ...

bullshit
... eine Kuhfladenkarte ...

bullshit
... und die Feldkarten.
 
 
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