Carcassonne und kein Ende. Diesmal bauen zwei Spieler eine Burg auf und versuchen, ihre Gefolgsleute möglichst gut in Türmen, Häusern, auf Strassen und Märkten unterzubringen.
Spielanleitung
Die Legefläche ist durch eine Burgmauer begrenzt. Die Legekarten können entweder an schon ausliegende Karten oder an bestimmte Stellen der Burgmauer gelegt werden. Beim Anlegen müssen nur Wege fortgeführt werden, ansonsten kann wild aneinandergebaut werden, Turm an Haus, Hof (Wiese) an Turm oder Haus etc.
Wer an der Reihe ist, zieht eine Karte vom verdeckten Stapel, legt sie in der Burg an und plaziert, sofern er will und darf, einen seiner Gefolgsmänner auf einen Teil der Karte (Turm, Haus, Hof oder Weg). Gefolgsleute darf man auf ein "Gebiet" setzen, wenn dort (also beispielsweise auf einer angrenzenden Karte) noch keine anderen Gefolgsleute stehen.
Sollte ein Haus oder ein Turm vollständig begrenzt oder ein Weg vollendet sein, wird noch eine Wertung durchgeführt und der nächste ist an der Reihe.
Wird ein Turm gewertet, so bekommt derjenige, der mehr Gefolgsleute auf diesem Turm hat, pro Kärtchen, dass an diesem Turm beteiligt ist, zwei Punkte.
Bei einem Haus gibt es nur einen Punkt pro Karte, aber sollte der Hausherr das Haus selbst fertiggestellt haben und ist vorher kein größeres Haus für ihn gewertet worden, so stellt er sein Palas darauf. Bei Spielende bekommt derjenige, dessen Palas auf dem größeren Haus steht, Zusatzpunkte.
Ein Weg ergibt einen Punkte pro Karte bzw. zwei, wenn ein oder mehrere Brunnen daran stehen.
Bei Spielende werden die Höfe gewertet. Wer hierbei eine Mehrheit hat, bekommt pro Markt, der auf diesem Hof eingezeichnet ist, drei Punkte. Unvollendete Häuser, Türme und Wege werden normalerweise nicht mehr gewertet.
Alle Punkte werden auf einer Zählleiste gezogen, die auf der Mauer um die Burg läuft. Auf den Ecken der Mauer liegen verdeckt Mauerplättchen, die derjenige bekommt, der zuerst mit seinem Zählstein dort landet. Mit diesen Mauerplättchen kann man beispielsweise zwei Züge hintereinander durchführen oder eigene unfertige Türme oder Häuser werden bei Spielende gewertet.
Fazit:
Durchaus gelungenen ist der jüngste Sprössling der Carcassonne-Familie, der erstmals fremdentwickelt wurde, nämlich von Reiner Knizia. Dabei wurde Klaus-Jürgen Wredes Spielsystem beibehalten. Wichtige Neuerungen sind die begrenzte Legefläche, mehrere mögliche Startpunkte sowie die Mauerplättchen. Für die kann es sich sogar lohnen, gezielt Wertungen herbeizuführen und auch mal einen Punkt weniger zu kassieren, um genau auf den Feldern mit Mauerplättchen zu landen.
|
 Legespiel von Reiner Knizia nach dem Spielsystem von Klaus-Jürgen Wrede, Hans im Glück, ca. EUR 15,- 2 Pers., ab 8 J., ca. 15-45 Min.
 Die Burgmauer steht schon.
 Nur die Wege müssen fortgeführt werden, der Rest kann wild aneinandergebaut werden.
 Wege mit Brunnen zählen doppelt.
 Wer das größere Palas hat, bekommt am Ende noch Extrapunkte.
 Da die Felder mit den Mauerplättchen genau getroffen werden müssen, bleiben meist ein paar liegen.
 Ein kleine Auswahl der unterschiedlichen Mauerplättchen.
|