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Carcassonne - Die Jäger und Sammler



Spielspaß

5

Material

4

Spielregel

4

Glück

4

Planung

5

Ärgern

3

Für alle ungeduldigen geht's hier direkt zum Fazit!

Nach zwei Erweiterungen folgt nun die erste eigenständige Fortsetzung vom Brettspiel Carcassonne, Carcassonne - Die Jäger und Sammler.
Die Geschichte wurde vom Mittelalter in die Steinzeit verlegt. Damals ging es jedoch nicht um Strassen, Felder und Städte, sondern um Wälder, Wiesen und Flüsse, in bzw. auf denen gejagt und gesammelt wurde.

79 Landschaftskarten werden gemischt und bilden mehrere verdeckte Zugstapel. Die 12 Bonuskarten werden als weiterer Stapel bereitgelegt. Jeder Spieler erhält 2 Hütten und die 6 Stammesmitglieder in seiner Farbe, von denen er einen auf das Feld 0 der Wertungstafel legt.

Spielanleitung


Zu Beginn seines Spielzuges zieht ein Spieler ein Landschaftskärtchen und legt es an die schon ausliegenden Landschaftskärtchen passend an. Flüsse, Wälder und Wiesen dürfen also nicht einfach abgeschnitten werden, das neue Kärtchen muss diese fortführen. Nun darf der Spieler ein Stammesmitglied oder eine Hütte auf die Karte legen. Dabei muss er entscheiden, ob er die Figur auf Wiese, Wald oder Fluss legt. Eine Hütte darf nur auf einen Fluss oder See gebaut werden. Er darf auch nur dorthin bauen, wo bislang noch niemand gebaut hat: Will der Spieler zum Beispiel eine Spielfigur auf eine Wiese stellen, so darf auf der gesamten bislang zusammengesetzten Wiese noch keine Figur stehen. Die Wälder, Wiesen und Flüsse setzen sich über mehrere Karten fort.
Trotzdem können Wälder, Wiesen und Flüsse später so zusammengebaut werden, dass mehrere Stammesmitglieder oder Hütten darauf stehen. Dann zählt bei der Wertung die Mehrheit.

Jäger(Stammesmitglieder auf Wiesen) und Hütten bleiben bis zum Schluss dort stehen, wo man sie hingesetzt hat.
Sammler (Stammesmitglieder in Wäldern) werden abgerechnet, sobald der Wald, auf dem sie stehen, fertig gebaut ist. Dann erhält derjenige, der am meisten Stammesmitglieder dort stehen hat, zwei Punkte pro Landschaftskärtchen, aus dem der Wald besteht. Sollte in dem Wald ein Goldklumpen blitzen, dann darf derjenige, der den Wald mit seinem Kärtchen vollendet hat, eine Bonuskarte ziehen und anlegen (und darauf gegebenenfalls wieder ein Stammesmitglied / eine Hütte stellen). Sobald ein Fluss durch eine Quelle oder einen See begrenzt wurde, wird der Flussabschnitt gewertet: Pro Landschaftskärtchen, das an dem Abschnitt beteiligt ist, bekommt der Spieler, dessen Stammesmitglieder diesen Teil des Flusses beherrschen, einen Punkt. Zusätzlich bekommt er einen Punkt pro Fisch, der sich im angrenzenden See tummelt.
Die Spieler erhalten ihre betroffenen Stammesmitglieder nach einer solchen Wertung zurück und können sie wieder anderweitig einsetzen.

Sind alle Landschaftskärtchen verbaut, so folgt die Endwertung. Wer die Mehrzahl der Hütten auf einem Flusssystem (alle aneinanderhängenden Flussabschnitte) hat, bekommt für jeden Fisch in diesem System einen Punkt. Wer die Mehrheit auf einer Wiese hat, darf für jedes Tier auf diesem Gebiet zwei Punkte für sich verbuchen, für jeden Säbelzahntiger jedoch wird ein Wild weniger gerechnet. Mammuts und Auerochsen jedoch bleiben unberührt.

Wer nun auf der Punkteskala am weitesten vorangeschritten ist, ist der beste Jäger und Sammler des Abends.

Klingt alles sehr ähnlich wie das Original

Brettspiel

Carcassonne, wären da nicht die feinen Unterschiede: So gibt es z.B. für nicht fertiggestellte Wälder und Flüsse gar keine Punkte. Die Säbelzahntiger bieten einem oftmals die Möglichkeit, wenn man eine Karte schon nicht für sich einsetzen kann, wenigstens den Wildbestand einer vom Gegner besetzten Wiese zu dezimieren. Aber Achtung: Der Gegner lacht sich ins Fäustchen, sollte er die Bonuskarte ziehen, die sämtliche Säbelzahntiger von seiner Wiese vertreibt, wenn er sie dort anlegen kann. Fischreiche Seen finden sich ebenso unter den Bonuskarten wie Wiesenabschnitte mit zwei Mammuts oder Waldstückchen mit Pilzen, die den entsprechenden Wald aufwerten.

Fazit:
Carcassonne - Die Jäger und Sammler ist nicht nur eine Neuauflage mit anderem Thema. Es spielt sich zwar nicht vollkommen anders, ist aber doch etwas anspruchsvoller und meiner Meinung nach vielseitiger. Man überlegt und rechnet mehr als beim Original. Trotzdem läuft das Spiel sehr leicht und flüssig und eignet sich hervorragend für zwischendurch, wenn man mal eine halbe bis dreiviertel Stunde Zeit hat. Wie das Originalspiel kann man Carcassonne - Die Jäger und Sammler auch hervorragend zu zweit spielen.

Alles in allem also eine gelungene Forsetzung des ausgezeichneten Familienspiels. Ob man jedoch unbedingt beide Spiele braucht, sollte man am besten nach mindestens einer Proberunde selber entscheiden.
Carcassonne - Die Jäger und Sammler
Legespiel von Klaus-Jürgen Wrede, Hans im Glück, ca. EUR 15,-
2-5 Pers., ab 8 J., ca. 30-45 Min.

Carcassonne - Die Jäger und Sammler
Eine Landschaft entsteht...

Carcassonne - Die Jäger und Sammler
...und wird bevölkert.

Carcassonne - Die Jäger und Sammler
Auerochsen, Mammuts und Säbelzahntiger machen das Leben lecker bzw. schwer.

Carcassonne - Die Jäger und Sammler
Hier werden die Punkte gezogen.

Carcassonne - Die Jäger und Sammler
Solch fischreiche Gewässer gibts nur mit Bonuskarten.
 
 
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