Clippers waren Handelsschiffe im 19 Jahrhundert. Mit diesen Clippers entstanden Handelsrouten im Südpazifik.
Spielanleitung
Im Spiel Clippers geht es genau darum, diese Handelsrouten zu bauen. Dabei versucht jeder Spieler, die Handelsrouten an Inseln vorbeizuführen, auf denen er Niederlassungen seiner Nation unterhält. An den unterschiedlichen Handelsrouten dürfen alle Spieler bauen, dadurch sind Konflikte vorprogrammiert.
Auf dem Spielplan ist eine Karte des Südpazifiks abgebildet. Auf jeder Insel gibt es zwei bis vier "Bauplätze" für Niederlassungen. Die Inseln sind verbunden mit einem Wegenetz, auf dem im Laufe des Spiels Routen gebaut werden können.
Jeder Spieler stellt eine Nation dar, von der er 12 Spielsteine Niederlassung mit der seiner Flagge erhält. 7 dieser Niederlassungen werden schon zu Beginn auf vorgeschriebene Inseln gesetzt.
Es gibt 6 verschiedene Handelsrouten in unterschiedlichen Farben. Farbige Holzstäbchen kennzeichnen die Routen. Diese können nur gebaut werden, indem ein Schiff, ein Clipper, der jeweiligen Farbe auf dem Spielplan weitergezogen wird und als Spur die Holzstäbchen hinterlässt.
Das Spiel läuft in Runden ab, die wiederum aus vier Phasen bestehen.
In der ersten Phase kann jeder Spieler nacheinander
- eine Niederlassung seiner Nation gründen, also eins seiner Niederlassungsplättchen auf ein freies Niederlassungsfeld einer beliebigen Insel legen
oder
- eine Optionskarte kaufen
oder
- Passen.
Die zweite und die dritte Phase laufen gleich ab: Jeder Spieler kann, sofern er keine Optionskarte gekauft hat, eine Route einer beliebigen Farbe um ein Verbindungsstückchen weiter ausbauen. Schließt er dadurch eine bislang isolierte Insel an, so erhält er 2 Dollar Belohnung. Sind bislang auf der Insel nur Handelsrouten anderer Farben vertreten, so erhält er 1 Dollar. War dieselbe Farbe (=Handelsroute bzw. -gesellschaft) vorher schon vertreten, gibt es nichts.
In der vierten Phase geben die Spieler ihre Optionskarten, wenn sie welche gekauft haben, wieder ab, und der Startspieler wechselt.
Das wichtigste am Spiel ist wohl der richtige Einsatz der Optionskarten. Beipielsweise kann man mit der "2x"-Karte in der zweiten und dritten Phase jeweils 2 Verbindungsabschnitte, also 2 Holzstäbchen, legen und erhält, falls man neu an eine Insel anlegt, den doppelten Bonus. Dafür kostet diese Karte auch 2 Dollar. Umsonst dagegen ist die "3x"-Karte, mit der man in beiden Legephasen jeweils drei Holzstäbchen legen darf, aber keinen Bonus erhält. Kauft man die "5x"-Karte für einen Dollar, so darf man in einer der Phasen bis zu 5 Holzstäbchen legen, muß dafür aber in der anderen Phase passen.
Eine weitere nützliche, aber teuere Karte heißt Niederlassung: Für 4 Dollar kann man eine seiner schon gesetzten Niederlassungen versetzen.
Da die Karten nur begrenzt zur Verfügung stehen, ist in der ersten Phase, in der die Karten erstanden werden, der Startspieler der Runde natürlich klar im Vorteil. Da man aber sowieso immer am liebsten alle Möglichkeiten ausschöpfen will, bekommt man auch, wenn man als Letzter wählen darf, immer noch was brauchbares (und kann sich auf die Runde freuen, wenn man selber Startspieler ist).
Das Spiel ist zu Ende, wenn kein Holzstäbchen mehr gesetzt werden kann.
Dann wird abgerechnet. Jeder Spieler erhält für jede Niederlassung seiner Nation den Wert der Insel, auf der die Niederlassung steht, mal genommen mit der Anzahl der verschiedenen Handelsrouten. Außerdem zählt jeder Dollar im Besitz eines Spielers einen Punkt.
Clippers ist trotz des Themas Seefahrt ein ziemlich trockenes, aber dennoch sehr spannendes Legespiel. Das Spiel zu viert oder zu fünft läuft viel chaotischer ab als zu zweit. Zu zweit kann man zwar mehr planen, aber das Spiel wird fieser, da man doch oftmals versucht, Inseln mit Niederlassungen des Gegenspielers von der Außenwelt abzuschneiden, also die Handelsrouten so zu legen, dass möglichst wenige zu diesen Inseln durchkommen.
Bei einer größeren Spieleranzahl gibt es eigentlich keine "persönlichen" Gegner, die man ständig zu schädigen versucht. Man will in jeder Phase für sich das Beste herausholen.
Dabei sind die Spieler oftmals so konzentriert und überlegen sich schon lange vorher, was sie im nächsten Zug vorhaben, dass kaum ein Wort während einer Partie Clippers fällt.
Die Gestaltung der Seekarte und der Optionskarten gefällt mir sehr gut. Die Clippers und die Holzstäbchen sind zweckmäßig, wenn auch die Form unterschiedlicher sein könnte. Was aber sehr negativ auffällt, sind die Niederlassungsplättchen. Diese sind viel zu klein geraten. Schon beim Herausdrücken aus der Stanzform sind mir beinahe welche verloren gegangen, und ich rechne schon damit, irgendwann Pöppel oder ähnliches als Ersatz nehmen zu müssen.
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 Legespiel von Alan R. Moon, Eurogames / Descartes, ca. EUR 30,- 2-5 Pers., ab 10 J., ca. 90 Min.
 Noch ist der Südpazifik leer.
 Die Niederlassungen im Vergleich zu einem Cent.
 Niederlassungen dürfen nur auf freie, dafür vorgesehene Felder gelegt werden.
 Routenverbindungen (=Holzstäbchen) und Clippers
 5- und 1-Dollar-Münzen unterscheiden sich nur durch die Grösse.
 Der Startspieler der Runde erhält diese Karte und muss sie bei der nächsten Runde weitergeben..
 Die Startfelder der einzelnen Handelsrouten sind durch farbige Punkte gekennzeichnet (hier rot, weiss und grün). Auf jeder Linie darf nur ein Holzstäbchen liegen, also ist Gegenverkehr nur bei doppelten Linien möglich.
 Und am Ende sieht der Südpazifik so aus.
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