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Crazy Chicken



Spielspaß

5

Material

5

Spielregel

4

Glück

5

Planung

2

Interaktion

3

Für alle ungeduldigen geht's hier direkt zum Fazit!

"Crazy Chicken ist ein gackergutes Kartenspiel für 2 verrückte Hühner" versprechen uns die Ravensburger, aber das ist nur die halbe Wahrheit. Denn das Spiel ist nicht nur für, sondern auch mit verrückten Hühnern. Und zwar einer ganzen Menge. 110 befinden sich in der Schachtel, verteilt auf 9 verschiedene Arten. Da gibt es zum Beispiel Hennen, die sich für Maria Callas halten, Hähne, die wie Napoleon den angewinkelten Arm in die Uniform verstecken und natürlich Elvis, der im Federkleid seine Wiedergeburt erlebt.

Spielanleitung


Jede Hühnersorte gibt es unterschiedlich häufig, die seltenste, die sexy Merilyn Monroe 6 mal, die häufigste, der verwegene Billy the Kid (hier natürlich Billy the Chick) 20 mal. Die Zahlen auf den Karten geben aber nicht nur an, wie oft eine Sorte im Spiel ist, sondern auch den Wert einer Hühnerart. Mit diesem Wissen ausgestattet scheucht man die Hühner erst mal ordentlich über den Hof, sprich man mischt den Kartenstapel gründlich durch und teilt jedem der beiden Spieler drei Karten aus. Zwei verdeckte Kartenstapel kommen noch in die Tischmitte, dann geht der Wettstreit um die wertvollsten Hühnersorten los.

Wer an der Reihe ist, zieht zwei Karten und schmeißt eine seiner Handkarten offen auf einen der beiden entstehenden Ablagestapel. Beim Nehmen darf man sich sowohl von den verdeckten als auch von den offenen Stapeln bedienen, nur müssen die beiden Karten von verschiedenen Stapeln sein. Anstatt abzuschmeißen kann man auch eine Hühnersorte auslegen. Bedingung hierfür: Es müssen mindestens 2 Karten sein und falls der Gegner diese Sorte schon ausliegen hat, muß dessen Anzahl übertroffen werden. Der Mitspieler wirft nun alle Karten dieser Art, sofern er welche hat, auf einen der beiden Ablagestapel, d.h. jede Hühnersorte kann nur bei einem der beiden Spieler offen ausliegen.

Liegen vor einem Spieler 6 Sorten oder vor beiden Spielern alle 9 Sorten aus, kommt es zur Wertung. Jeder summiert die Werte seiner Auslage. Dabei ist es völlig unerheblich, wie oft ein Spieler Karten einer Sorte hat, sie zählt immer nur den einfachen Wert. Also, auch acht 20er-Karten zählen 20 Punkte und nicht etwa 160. Wer Lust hat notiert sich die Ergebnisse und spielt insgesamt 4 Durchgänge. Wir sind inzwischen allerdings dazu übergegangen jeden Durchgang einzeln zu werten, was zu einer angenehmen Spieldauer von maximal 15 Minuten führt.

Fazit:
Taktisch kann man

das Spiel

Crazy Chicken auf 2 Arten angehen. Vor allem die ersten Spiele verliefen alle nach einem ähnlichen Muster, man versuchte von einer Art so viele Karten zu sammeln, daß ein Überbieten kaum noch oder überhaupt nicht mehr möglich war. Doch diese Spielweise ist gefährlich, wenn der Gegner dazu übergeht, schnell möglichst viele Arten auszulegen und das Spiel auf diese Weise rasch endet. Einzige Art, sich dagegen zu wehren, ist die gleiche Taktik und dann kommt es zu einem munteren Schlagabtausch, bei dem die Hühnersorten ständig die Seiten wechseln. Und genau dann macht Crazy Chicken ungemein viel Spaß und hat alle Voraussetzungen ein Dauerbrenner auf dem Spieltisch zu werden.
Crazy Chicken
Zweierspiel von Michael Schacht, Ravensburger, ca. EUR 11,-
2 Pers., ab 8 J., ca. 30 Min.

Crazy Chicken
Im Hühnerstall ist die Hölle los.

Crazy Chicken
Napoleon...

Crazy Chicken
...und Elvis standen Pate.
 
 
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