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Da Vinci-Code



4

Spielspaß

5

Material

3

Spielregel

4

Glück

3

Denken

5

Planung

1
Was kann ein Spieleredakteur tun, wenn ihm partout kein passender Name für ein Spiel einfallen will? Nun, er kann sich zum Beispiel in anderen künstlerischen Bereichen umsehen und dort nach Inspiration suchen. Der Winning Moves Verlag hat im vorliegenden Fall einfach den Titel eines erfolgreichen Bestsellers übernommen. "Sakrileg" von Dan Brown steht seit einigen Wochen auf Platz 1 der Spiegel-Bestsellerliste. Im amerikanischen Original heißt der Thriller "The DaVinci Code". Eigentlich haben Spiel und Buch nichts gemein, außer das hier wie da ein Code geknackt werden muß. Nur sind im Buch die Codes in Gemälden von Leonardo daVinci versteckt, im Spiel gilt es dagegen einen Zahlencode zu enträtseln. Was das mit daVinci zu tun hat bleibt rätselhaft.

Spielanleitung


24 Plastiksteine, 12 in Schwarz und 12 in Weiß, jeweils mit den Zahlen 0 bis 11, werden mit der Rückseite nach oben gemischt. Jeder der teilnehmenden 2 bis 4 Spieler greift sich 4 Stück davon und stellt sie in aufsteigender Folge verdeckt vor sich ab. Zieht er zweimal die gleiche Zahl, kommt die schwarze weiter nach links.

Wer an der Reihe ist, zieht einen weiteren Stein und stellt diesen zunächst abseits seines bisherigen Codes auf. Dann deutet der Spieler auf einen beliebigen Stein eines Gegners und sagt, welche Zahl er dahinter vermutet. Ist die genannte Zahl die richtige, wird der entsprechende Stein umgekippt und ist fortan für alle sichtbar. Der aktive Spieler hat nun zwei Möglichkeiten. Er kann weiterfragen, oder er sortiert den anfangs gezogenen Stein an der richtigen Stelle in seinen Code ein und der nächste Spieler ist am Zug.
Ist die genannte Zahl jedoch falsch, muß der gezogene Stein offen in die Zahlenreihe eingefügt werden.

Am Anfang ist es natürlich reine Raterei und somit Glückssache, ob man eine richtige Zahl nennt. Aber mit der Zeit werden immer mehr Informationen offengelegt und die Zahl der Steine, die noch nicht im Spiel sind, nimmt stetig ab, so dass man zunehmend gezielter fragen kann.
Ist bei einem Spieler der komplette Code bekannt, scheidet er aus dem Spiel aus. Wer als Letzter noch verdeckte Steine vor sich stehen hat, ist Sieger von DaVinci Code.

Wer eine weitere Schwierigkeit einbauen will, spielt mit der angebotenen Variante. Hier kommen zwei weitere Steine ins Spiel, ein schwarzer und ein weißer Bindestrich. Wer diese Steine zieht, darf diese an beliebiger Stelle seiner Zahlenreihe einfügen und die Entschlüsselung des Codes dadurch erschweren.

Fazit:
DaVinci Code ist zwar ein Deduktionspiel, aber keines, bei dem die Köpfe vor Überanstrengung rauchen. Eine gewisse Konzentration ist unerläßlich, um aus den vorhandenen Informationen die richtigen Schlüsse zu ziehen, aber auch ein Quentchen Glück ist notwendig, will man am Ende auf der Gewinnerseite stehen. Die Spieldauer ist mit ca. 10 Minuten angenehm kurz, was in der Regel zu einer ganzen Reihe Partien direkt hintereinander führt. Schön ist auch, dass DaVinci Code in allen der angegebenen Teilnehmerzahlen hervorragend funktioniert. Einziger Wermutstropfen ist das Material, nicht etwa weil die Steine aus Plastik sind, sondern weil die weißen Steine, sitzt man mit dem Rücken zur Sonne, lichtdurchlässig sind und der Gegner die Zahl darauf erkennen kann. Mein Rat deshalb: DaVinci Code immer nur nachts spielen!
Da Vinci-Code
Deduktionsspiel von Eiji Wakasugi, Winning Moves, ca. EUR 13,-
2-4 Pers., ab 10 J., ca. 15 Min.

Da Vinci-Code
Anfangs ist noch nichts klar.

Da Vinci-Code
Die richtige Reihenfolge einzuhalten ist wichtig beim Aufstellen.

Da Vinci-Code
Allmählich kann man sich einzelne Steine zusammenreimen.

Da Vinci-Code
Die Bindestriche in der Variante sorgen für einige Verwirrung beim Gegner.
 
 
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