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Ehre der Samurai



Spielspaß

4

Material

4

Spielregel

2

Glück

5

Planung

4

Risiko

3

Für alle ungeduldigen geht's hier direkt zum Fazit!

Im Japan des 15. Jahrhunderts ließen sich die ehrenwerten Daimyo von Samurai schützen. Das war eine große Ehre für den jeweiligen Samurai. Konnte dieser jedoch seinen Job nicht voll und ganz erfüllen, was gewöhnlicherweise mit dem plötzlichen Ableben des Daimyos in Verbindung stand, so verlor der Samurai all seine Ehre und musste sein Leben nun als Ronin fristen. ... bis ihn eines Tages ein neuer Daimyo wieder zu einem Samurai werden liess.

Spielanleitung


Die Spieler schlüpfen in die Rollen der Samurai und versuchen im Laufe des Spiels Ehrenpunkte zu sammeln. Dabei müssen sie sich vor Dieben, Attentätern und Gesichtverlust in Acht nehmen.

Jeder Spieler hat vor sich zwei Kartenreihen liegen, nämlich das Haus des Daimyo und das Haus des Samurai. Anfangs liegen nur der Daimyo bzw. der Samurai im jeweiligen Haus.
Sollte der Spieler den Daimyo im Laufe des Spiels verlieren, so wird sein Samurai umgedreht und wird zum Ronin.
Außer diesen beiden Karten dürfen noch eine Okugata und höchstens fünf Krieger in jedem Haus liegen, im Haus des Daimyo zusätzlich noch eine Burg. Alle weiteren Karten, zum Beispiel Besitztümer, dürfen in beliebiger Zahl in den Reihen liegen.

Auf den Karten gibt es drei Werte: Ehre, Ki, und Stärke.
Die Werte der Ehre aus beiden Häusern eines Spielers werden zu Beginn seines Zuges zusammengezählt. Diese Summe erhält er an Ehrenpunkten. Sollte der Spieler jedoch ein Ronin sein, bekommt er keine Ehrenpunkte.
Die Ki-Werte bestimmen, wie viele Kartenaktionen (gesamt Ki geteilt durch 3) ein Spieler während seines Zuges machen darf.
Aus der Stärke errechnet sich die Anzahl der Würfel, die ein Spieler für Kämpfe gegen andere Samurai zur Verfügung hat.

Zu Beginn seines Zuges bekommt der Spieler also Ehrenpunkte, sollte er ein Samurai sein. Nun kann er entsprechend seiner Ki-Werte Kartenaktionen durchführen, z.B. Karten ziehen oder Karten ausspielen. Damit versucht der Spieler für gewöhnlich, seine Häuser aufzubessern oder Gegner zu schädigen bzw. entehren.
Während seines Zuges darf der Spieler außerdem eine Erklärung abgeben, beispielsweise seinen Daimyo zum Shogun machen, was viele Ehrenpunkte, aber auch Angriffsfläche für gegnerische Spieler bietet.
Er kann einen Gegner, der eine Burg ausliegen hat, oder den Shogun angreifen. Der Verlierer des Kampfes verliert sein komplettes Daimyo-Haus inklusiv Hausherrn. Der Unterlegene wird also zum Ronin.
Ein Ronin kann ein Bündnis mit einem anderen Spieler, der einen Daimyo besitzt, eingehen. Dann wird er wieder zum Samurai, bekommt wieder Ehrenpunkte, muss dem "fremden" Daimyo allerdings auch dienen.
Außerdem kann ein Spieler auch ein Bündnis auflösen, was ihn allerdings Ehrenpunkte kostet.

Mit Ninjakarten kann man einem Gegner Besitztümer (auch Krieger) stehlen oder Attentate auf dessen Daimyo oder Samurai ausführen. Gegen Attentate kann sich ein Spieler wehren, wenn er eine Leibwache ausliegen hat.
Wer einen Ninja ausspielt, zahlt natürlich Ehrenpunkte. Eine weitere Möglichkeit, Ehre zu verlieren ist die Karte Entehrung. Spielt ein Gegner diese gegen einen aus, so muss man entweder Ehrenpunkte zahlen oder seinen Daimyo den rituellen Selbstmord Seppuku begehen lassen.

All diese Aktionen und Abläufe sind an ziemlich komplexe Bedingungen geknüpft, die ich hier gar nicht alle auflisten will.

Welcher Spieler zuerst 400 Ehrenpunkte erreicht hat, hat jedenfalls gewonnen.

Fazit:
Selten war der Einstieg in ein Kartebspiel bedingt durch eine unübersichtliche Spielanleitung so schwer. Weil Ehre der Samurai ziemlich komplex ist und viele Regeln hat, die man anfangs nachschauen muss, kann das die Gunst vieler Spieler kosten. Leider gibt es auch keine Regelübersicht, die einem den Wiedereinstieg nach längerer Abstinenz leichter macht.
Das ist bedauerlich. Durchschaut man nämlich erst einmal die Möglichkeiten, die Verbündungen, Entehrungen und Ninja-Karten bieten, so kann man diese auch effektiv einsetzen und ein spannender Kampf kann beginnen. Dass dieser Kampf allerdings äußerst glücksabhängig ist, darf einen dabei nicht stören.
Wer vom Kartenglück nicht so bedacht wird, muss sich durchaus auch einmal einen Großteil des Spiels mehr oder minder als Zuschauer betätigen. Aber selbst dann kann man irgendwann mit Angriffen und Dieben etc. ins Spielgeschehen eingreifen und vielleicht sogar gewinnen.

Ehre der Samurai
Kartenspiel von Scott Kimball, Amigo, ca. EUR 9,-
3-6 Pers., ab 12 J., ca. 60 Min.

Ehre der Samurai

Ehre der Samurai
Anfängliche bescheidene Häuser können...

Ehre der Samurai
...schnell große werden, aber auch wieder einstürzen.

Ehre der Samurai
Wer Shogun ist, bekommt viel Ehre, ist aber auch immer angreifbar.
 
 
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