Selbstbewusster kann man ein Spiel nicht auf den Markt geben: Hält Einfach genial, was seine Namensgeber versprechen?
Anleitung
Einfach genial ist ein Legespiel, das einen bis vier Spieler unterhalten soll. Jeder Spieler erhält eine eigene Wertungstafel mit 6 Wertungsreihen für die verschiedenen Spielfarben.
In der Mitte liegt der Spielplan mit dem sechseckigen Spielfeld, das wiederum aus sechseckigen Feldern zusammengesetzt ist. In den sechs Ecken ist jeweils ein Feld in einer der sechs Spielfarben gefärbt. Dieses Feld darf im gesamten Spiel nicht belegt werden und zählt als Feld der jeweiligen Farbe.
Die Spielsteine werden in einen Stoffbeutel gegeben, aus dem sie im Laufe des Spiels verdeckt gezogen werden. Sechs dieser Steine zieht jeder Spieler aus dem Beutel und legt sie für die anderen verdeckt auf seine Ablagebank, die er ebenfalls zu Spielbeginn erhält.
Wer an der Reihe ist, legt einen seiner Spielsteine von der Ablagebank auf das Spielfeld. Die Steine belegen jeweils zwei Felder, entweder beide einer Farbe oder zwei unterschiedlicher Farben. Nun wird jedes der beiden Felder des Spielsteins einzeln gewertet: 5 belegte oder noch nicht belegte Felder grenzen an jedes Spielsteinfeld an. Diese geben 5 Richtungen an, in denen gezählt wird, wie viele bereits belegte Felder in der gleichen Farbe ohne Unterbrechung liegen. Jedes dieser Felder gibt einen Punkt in der Farbe. Auf der Wertungstafel des Spielers wird die Punktzahl in der entsprechenden Reihe gezogen. Sollte ein Wertungsstein am Ende einer Reihe ankommen, darf der Spieler noch einen Spielstein legen, jedoch ohne seinen Vorrat vorher aufzufüllen.
Am Ende seines Zuges darf der Spieler seinen Vorrat wieder auf 6 Spielsteine auffüllen. Hat er von der Farbe, die in seiner Wertung am wenigsten gezogen ist, keine Steine, so darf der Spieler vor dem Auffüllen Spielsteine seines Vorrats abwerfen, so dass er seinen Vorrat komplett austauschen kann.
Ist es nicht mehr möglich, einen Spielstein zu legen, so gibt es die Schlusswertung: Nur die Farbe mit der geringsten Wertung zählt für jeden Spieler. Es bringt also nichts, mit einzelnen Farben ganz weit zu kommen, während man andere mehr oder weniger vergisst.
Fazit:
Einfach ist Einfach genial, soviel ist schon einmal sicher, aber genial? Auch darin haben sich die Namensgeber nicht überschätzt, sofern man Legespiele mag.
Man kann planen, die Pläne können durch den Gegenspieler durchkreuzt werden, man kann Farben zubauen, so dass der Gegner sie nicht mehr nutzen kann etc.
Einfach genial kann schnell zwischendurch gespielt werden, wobei immer die Gefahr endloser Revanchen dabei ist. Aber lieben wir nicht gerade das an guten Spielen?
Das Spielmaterial dieses Gesellschaftsspiel ist stabil, zweckmäßig und übersichtlich. Einfach halt. Und in Verbindung mit dem Spiel auch irgendwo genial.
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 Gesellschaftsspiel von Reiner Knizia, Kosmos, ca. EUR 32,- 1-4 Pers., ab 10 J., ca. 45-60 Min.
Auszeichnungen: Spiel des Jahres: Nominierungsliste (2004) Deutscher Spielepreis: Platz 5 (2004) Spiel der Spiele (2004)
 Am Ende wird es eng.
 Möglichst gleichmässig vorankommen bringt den Sieg.
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