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Europa Tour



Spielspaß

6

Material

3

Spielregel

5

Glück

5

Planung

5

Ärgern

5

Für alle ungeduldigen geht's hier direkt zum Fazit!

Phantasieloser Titel, altmodische Schachtelgestaltung, der Spielplan, eine langweilig gestaltete Landkarte Europas. Äußerlich bietet Europa Tour nichts, was den versierten Spieler interessieren könnte. Einzig die Autoren Moon & Weissblum, die in den vergangenen Jahren einige sehr gute Spiele auf den Markt brachten, wecken eine leise Neugier. Das Regelstudium läßt dann weiter Gutes ahnen, hört sich Europa Tour doch nach einer gelungenen Mischung aus Europareise und Racko an. Bei Europareise ging es darum, möglichst schnell eine bestimmte Anzahl an Städten in Europa per Würfel zu erreichen. Bei Racko war das Ziel, in einem Steckraster, Zahlenkarten so mit der Tischauslage zu tauschen, daß eine aufsteigende Reihe entstand. Für Europa Tour bedienten sich die beiden Autoren nun der Grundideen beider Spiele. Sortiert werden hier anstatt Zahlen- Länderkarten. Ziel ist es, als erster eine ununterbrochene Reise durch 10 Länder Europas zusammenzustellen.

Spielanleitung


Das Steckraster nennt sich jetzt Routenplaner und ist ein Halbbogen aus blauem Plastik, der zwar nicht hübsch, aber sehr funktional ist. Hier hinein steckt man nacheinander und einzeln nach Gutdünken seine 10 Startkarten. Der Platz, den man für eine Karte gewählt hat, darf nachträglich nicht mehr innerhalb des Routenplaners verändert werden und so ist die Ausgangssituation in den meisten Fällen ein riesiger Wirrwarr. In dieses Chaos soll nun Ordnung gebracht werden. Von links nach rechts muß eine ununterbrochene Reise durch Europa entstehen. Wer an der Reihe ist, darf eine Karte aus dem Routenplaner mit einer der 5 offen ausliegenden Karten oder mit der obersten des verdeckten Nachziehstapels tauschen. Für die Route selbst stehen 3 Verkehrswege zur Verfügung:
- Beim Landweg steckt man 2 Länder mit einer gemeinsamen Grenze direkt hintereinander in den Routenplaner.
- Der Wasserweg ist nur dann möglich, wenn beide Länder auf dem Spielplan mit einer gestrichelten Wasserlinie verbunden sind. Im Routenplaner muß zwischen diesen beiden Länderkarten eine Schiffskarte stecken.
- Der Luftweg ist nur zwischen Ländern der gleichen Farbe erlaubt und muß im Routenplaner mit einem gleichfarbigen Flugzeug zwischen den beiden Länderkarten gekennzeichnet werden.

Fazit:
Das war's schon, aber aus diesen einfachen Zutaten entsteht ein geniales, kurzweiliges

Gesellschaftsspiel

. Obwohl eigentlich jeder für sich spielt, ist es am Tisch nie still. Man verflucht die hoffnungslose Ausgangssituation, ärgert sich über Karten, die einfach nicht kommen wollen, freut sich, wenn sie es doch tun, plant, hofft, bangt - kurzum - man ist voll bei der Sache. Und das trotz der gestalterischen Mängel, die genau so ärgerlich, wie überflüssig sind. Die braunen und die rötlichen Flugzeugkarten sind kaum zu unterscheiden und einige Wasserlinien auf dem Spielplan sind dermaßen unglücklich plaziert (z.B. Estland - Finnland), daß man sie erst auf den zweiten Blick entdeckt. Das tut aber, wie gesagt, dem Spielspaß keinen Abbruch. In allen Spielrunden wurde das Spiel begeistert aufgenommen und jeder, wirklich jeder der bisherigen Mitspieler, will sich Europa Tour selbst zulegen. Gibt es für ein Spiel ein größeres Kompliment? Wohl kaum und deshalb gibt es trotz der Abzüge für die Gestaltung die Höchstnote.

Europa Tour
Gesellschaftsspiel von Alan R. Moon & Aaron Weissblum, Schmidt, ca. EUR 20,-
2-4 Pers., ab 8 J., ca. 30 Min.

Auszeichnungen:
à la carte 2003: 3. Platz

Europa Tour
Die Europa-Tour kann beginnen.

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Jeder versucht, seine Karten...

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...anhand der Europakarte...

Europa Tour
...in eine mögliche Route zu bringen.
 
 
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