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Fantasy Business



Spielspaß

2

Material

5

Spielregel

4

Glück

4

Planung

3

Bluff

4
Rüstungen, Heilpflanzen, Zaubertränke - alles was das Herz eines angehenden Zauberers begehrt, gibt es im Fachgeschäft für Fantasybedarf zu kaufen. 8 verschiedene Artikel sind in Form von Karten im Angebot. Dazu kommen 24 weitere Sonderkarten. Beide Sorten werden gemeinsam gemischt und genau so viele Karten auf dem Tisch ausgelegt, wie Spieler teilnehmen. Artikelkarten liegen offen aus, Sonderkarten bleiben verdeckt.

Spielanleitung


Erste Phase einer jeden Runde ist das Versteigern der Karten. Beginnend beim sogenannten Ersten Käufer werden ganz traditionell reihum die Gebote abgegeben. Das Startgebot muß mindestens dem auf der Karte angegebenen Grundpreis entsprechen, danach wird erhöht oder gepasst, bis nur noch ein Spieler übrigbleibt, der die Karte bezahlt und vor sich ablegt. Wer eine Karte ersteigert hat, darf in dieser Runde nicht mehr mitbieten, man erhält pro Durchgang also lediglich eine Karte.

In der zweiten Phase handeln die Spieler die Verkaufspreise für die ersteigerten Artikel aus. Der Mindestpreis ist wiederum der Grundwert der entsprechenden Artikelgruppe, der Höchstpreis kann maximal das Doppelte betragen. Nach Abschluß der Verhandlungen notiert jeder Spieler geheim auf einem Einkommenszettel für jede Artikelgruppe, von der er mindestens eine Karte besitzt, einen Verkaufspreis. Dabei ist er nicht an die zuvor getroffenen Absprachen gebunden.

In der dritten Phase werden die notierten Preise für jede Artikelgruppe verglichen. Der Spieler mit dem höchsten Betrag erhält zur Strafe für seine Gier nichts, der oder die Spieler mit dem niedrigsten Betrag werden für ihre Zurückhaltung mit 2 Bonusgulden belohnt. Alle anderen bekommen den von ihnen notierten Preis ausgezahlt. Die Artikelkarten werden nicht, wie man vermuten könnte, abgegeben, sondern bleiben bis zum Spielende im Besitz der Spieler. Beim Ersteigern muß also berücksichtigt werden, daß ein Artikel im Idealfall Runde für Runde für Einkommen sorgt.


Wie man schon nach Schilderung der Regeln erkennen kann, ist Fantasy Business ein einfaches Versteigerungsspiel, bei dem die Verhandlungen der zweiten Phase im Mittelpunkt stehen. Leider krankt das Spiel gerade an diesem Element. Wer trotz anderer Absprachen leer ausgeht, wird sich über kurz oder lang immer für den niedrigsten Preis entscheiden. Die 2 Bonusgulden, die hierfür zusätzlich ausgelobt werden, tun ein weiteres, um die Verhandlungen überflüssig zu machen. Eine Möglichkeit, höhere Preise durchzusetzen, ist die Bildung eines Monopols. Dies funktioniert aber nur dann, wenn von einer Artikelgruppe pro Runde lediglich eine Karte ausliegt und man diese dann auch ersteigert. Dies mag in kleinen Spielrunden öfter mal der Fall sein, aber schon ab 5 Spielern ist diese Taktik kaum erfolgversprechend. Hinzu kommt, daß alle Planungen durch die Sonderkarten komplett durcheinander geworfen werden können. Die Sonderaktionen sind in ihrer Wirkung für den Spieler, der sie durchführt, zwar immer positiv, da diese Karten aber blind ersteigert werden, ist es purer Zufall, ob man starke oder schwache Karten erhält. Der Erwerb einer Sonderkarte ist also immer mit einem gewissen Risiko verbunden.

Die Karten von dem

Versteigerungsspiel

Fantasy Business sind sehr schön und stimmungsvoll, wobei ein Farbcode, der die Unterscheidung der einzelnen Artikelgruppen erleichtert, der Übersicht gut getan hätte. Bleibt abschließend festzustellen: Fantasy Business ist zwar gestalterisch gelungen, spielerisch aber unausgereift.

Fantasy Business
Versteigerungsspiel von Christophe Boelinger, Eurogames, ca. EUR 15,-
3-8 Pers., ab 10 J., ca. 30 Min.

Fantasy Business
Ich möchte nicht wissen, was man mit diesen Zutaten anstellt!?!

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