Als ob mir der Heuschnupfen nicht reichte, muß ich mich natürlich auch noch auf ein Spiel namens Flower Power einlassen, in dem es darum geht möglichst viele und große Blumenfelder zu pflanzen. Allein vom Anblick des Spiels juckt mir ja da schon die Nase. Aber was sich hinter diesem blumigen Titel verbirgt, entpuppt sich als einfaches, unterhaltsames Spiel, das mich immer wieder reizt (und nicht nur meine pollengeplagten Augen). Genug des Jammerns, hier der Tatsachenbericht:
Spielanleitung
Flower Power besteht im Prinzip aus einem Spielplan (14 x 15 Felder) und 100 Legeplättchen. Auf diesen Legeplättchen sind zwei Felder mit jeweils einer Blume gezeichnet, so dass man mit einem Plättchen zwei Felder des Spielplans bepflanzt.
Der Spielplan ist aufgeteilt in einen neutralen, vier Felder breiten Streifen in der Mitte, und davor bzw. dahinter die Bereiche des jeweiligen Spielers.
Ziel des Spiels ist es nun, Blumenfelder zu pflanzen. Als Blumenfeld zählen alle Ansammlungen, die aus mindestens drei aneinanderhängenden gleichen Blumen bestehen.
Alle Blumenfelder des eigenen Pflanzbereichs bringen einem Punkte ein. Ebenso bekommt man Punkte für Blumenfelder des neutralen Bereichs, die bis in den eigenen Bereich reichen, aber nur, wenn im gegnerischen Bereich nicht mehr Blumen dieses Feldes gepflanzt sind. Haben beide Spieler gleiche Anteile an einem Blumenfeld, so wird dieses nicht gewertet.
Zu Beginn des Spiels werden alle Legeplättchen in einen schwarzen Sack gefüllt, aus dem der Startspieler ein Plättchen zieht. Dieses muß er nun irgendwo auf den Spielplan legen, aber es darf kein Feld des gegnerischen Bereichs bedecken. Nun zieht der Gegenspieler ein Plättchen, und legt es in seinen und/oder in den neutralen Pflanzbereich. Das geht abwechselnd solange, bis keine Plättchen mehr im Sack sind. Hat ein Spieler keinen Platz mehr, um Plättchen zu legen, so macht der andere solange weiter, bis er ebenfalls Platzmangel hat oder bis keine Plättchen mehr übrig sind.
Dreimal im Verlaufe des Spieles darf jeder Spieler aber auch ein Plättchen statt in den eigenen oder neutralen in den gegnerischen Bereich legen. Dieses legt er für den Gegner möglichst ungeschickt und verdeckt irgendwo in den dessen Bereich.
Ist das Säckel leer oder kann kein Spieler mehr legen, so kommt es zur Abrechnung: Nacheinander werden alle Blumensorten gewertet. Für Blumenfelder bestehend aus 3-5 gleichen Blumen gibt es einen, für 6-9 Blumen zwei und ab 10 Blumen vier Punkte. Um diese Punkte zu zählen, gibt es wie üblich eine Wertungsleiste, und wer auf dieser nach der Wertung die Nase vorn hat, muß nun in einer Revanche seinen Titel des Meistergärtners verteidigen.
Fazit: Flower Power ist ein Legespiel und wie zur Zeit so viele Spiele, sehr schnell erklärt und breitet seinen Reiz in der taktischen Umsetzung der einfachen Spielregeln aus. Und da gibt es durchaus viele Möglichkeiten vorzugehen. Welche die beste ist, habe ich immer noch nicht richtig herausbekommen, obwohl wir Flower Power mittlerweile bestimmt schon über dreißig Mal gespielt haben. Aber durch das Ziehen der Plättchen kommen auch die Glücksmomente nicht zu kurz. Und damit nicht jeder nur für sich pflanzt und vor sich herspielt, darf man dem Gegner auch ab und zu mal was verbauen.
Insofern hat Flower Power alles, was ein gutes, kurzweiliges Spiel braucht. Was ich persönlich sehr schön finde, ist, dass die Spieldauer nicht wie gewöhnlich bei Zwei-Personen-Spielen mit einfachen Regeln sehr kurz, sondern mit 30 Minuten ganz beachtlich ist.
Und auch die Tatsache, dass man vor dem Spiel gar nichts vorbereiten muß - nichts mischen, nichts sortieren, sondern einfach gleich loslegen - macht dieses Spiel sehr beliebt bei uns.
Einzig die Grafik gefällt mir nicht so gut. Ich bin kein Fan von hellen Aquarelltönen, die ja ganz gut zum Thema passen mögen. Aber Blumen-Aquarelle haben mir noch nie gefallen, und dieses Manko ist daher sehr subjektiv.
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 Legespiel von Angelika Fassauer und Peter Haluszka , Kosmos, ca 25,- DM 2 Pers., ab 8 J., 30 Min.
 Am Anfang sammelt sich meist alles im neutralen Bereich in der Mitte.
 Am Ende wird's ganz schön voll.
 Die Zählmarker
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