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Das Geheimnis der Abtei



5

Spielspaß

5

Material

5

Spielregel

3

Kommunikation

5

Kombinieren

5

Glück

3
Einer der spannendsten und atmosphärischsten Klassiker überhaupt, sowohl im Buch als auch im Film, ist Der Name der Rose. Ob diese Stimmung auch im Spiel Das Geheimnis der Abtei, das sich Umberto Eccos Meisterwerk orientiert, Stand hält?

Wer hat Bruder Adelmo von der Klippe gestossen? Die Besucher der Abtei versuchen durch Recherchen in den verschiedenen Räumen des Klosters den Schuldigen zu überführen. Eines ist sicher: Der Mörder ist unter den Mönchen.

Spielanleitung


Eine der 24 Verdächtigenkarten wird verdeckt gezogen und unter den Spielplan gelegt. Die Spieler müssen nun herausfinden, welcher Mönch sich auf dieser Karte verbirgt. Zu Beginn bekommt jeder Spieler 3 bis 6 Verdächtigenkarten, der Rest wird erst im Laufe des Spiels unter die Detektive gebracht.
Nun versuchen die Spieler, ausgehend von der Kapelle, durch verschiedene Möglichkeiten in den verschiedenen Räumen der Abtei, herauszufinden, welche Mönche es nicht sind. Hilfreich sind dabei die unterschiedlichen Merkmale der Mönche, manche sind dick, die anderen dünn, bartlos oder nicht, mit Kapuze oder Glatze. Außerdem gehören die Mönche unterschiedlichen Orden an, den Templern, den Franziskanern und den Benediktinern. Und eine weitere Unterscheidungsmöglichkeit ist auch der Rang, Abt, Bruder oder Novize. Um den Überblick nicht zu verlieren, kann jeder Spieler auf seiner Übersicht der Verdächtigen Notizen machen und natürlich die Mönche, die nicht als Täter in Frage kommen, weil man sie beispielsweise schon auf der Hand hat(te), abstreichen. Pro Zug darf ein Spieler maximal zwei Schritte tun. Landet er auf einem Feld, auf dem schon ein anderer Spieler steht, so darf er ihn alles fragen, was dieser nicht mit dem Nennen eines Namens beantworten kann, z.B. "Wieviele Novizen mit Bart hast Du abgestrichen." Die Antwort darf verweigert werden. Antwortet der Gefragte aber, so darf er eine Gegenfrage stellen, deren Antwort gegeben werden muss.
In den beiden Beichtstühlen zieht der Spieler eine Verdächtigenkarte von dem Spieler, der als letzter in diesem Beichtstuhl war (und die Funktion natürlich wiederum auch nutzte). Im Sprechzimmer bekommt man eine der verbliebenen Verdächtigenkarten. Im Schreibzimmer und in der Krypta bekommt man Karten, die einem Sonderaktionen bringen. Die besten Sonderaktionen bringen die Karten aus der Bibliothek, die man jedoch nur einmal im Spiel und unter bestimmten Bedingungen betreten darf. In den Zellen der einzelnen Mönchsdetektive, also der Spieler, darf man dem jeweiligen Spieler wieder mal eine Karte stehlen, sofern man nicht von einem anderen Spieler dort erwischt wird. Andernfalls verliert man eine Karte.
Glaubt ein Spieler, einen Verdacht wie "Der Täter trägt eine Kapuze" verantworten zu können, so darf er diesen im Kapitelsaal äußern. Der Verdacht wird notiert und bringt nach der Auflösung am Ende des Spiels zwei Punkte Bonus, wenn es stimmt. Andernfalls gibt es einen Punkt Abzug.
Hier darf ein Spieler auch einen Mönch beschuldigen, sobald alle anfangs übrigen Verdächtigenkarten von Spielern aufgenommen wurden. Sollte kein Spieler diesen Mönch auf der Hand haben, dann ist das Spiel beendet und der erfolgreiche Kläger bekommt 4 Punkte. Andernfalls wird der Verleumder zur Strafe in die Kapelle verbannt, wo er eine Runde ausharren muss.
In der Kapelle treffen sich die Spieler auch alle vier Runden und geben beim ersten Mal jeweils eine Karte an den linken Nachbarn weiter, beim zweiten Mal zwei usw.

Fazit:
Atmosphärisch ist Days of wonder mit Das Geheimnis der Abtei ein wunderbares Spiel gelungen. Thema, Spielablauf und Gestaltung sind hervorragend aufeinander abgestimmt. Lediglich bei der Regel hapert es ein bisschen: Den einen oder anderen Sachverhalt muss man sich zusammenreimen. Aber mit etwas Logik sollte das kein Problem sein.

Verschiedene Wege führen nach Rom, bzw. hier zum Täter. Daher kann man immer wieder mal die Sache etwas anders angehen: Versuche ich durch Fragen an meine Mitspieler herauszufinden, was die herausgefunden haben? Das bekommen dann aber auch die anderen mit. Versuche ich, handfeste Beweise, nämlich Verdächtigenkarten, zu ziehen? Das ist meist sehr langwierig, aber eben auch eindeutig.

Wer Deduktionsspiele mag, sollte Das Geheimnis der Abtei auf jeden Fall einmal ausprobieren. Wer zudem atmosphärische Spiele liebt, kommt an dieser literarischen Umsetzung kaum vorbei.
Das Geheimnis der Abtei

Gesellschaftsspiel

von Bruno Faidutti & Serge Laget, Days of Wonder, ca. EUR 37,-
3-6 Pers., ab 8 J., ca. 60 Min.

Das Geheimnis der Abtei
In den Räumen der Abtei findet man so manchen wertvollen Hinweis.

Das Geheimnis der Abtei
Das ist nicht Miraculix ;o)

Das Geheimnis der Abtei
Im Beichtstuhl ...

Das Geheimnis der Abtei
... oder im Scriptorium findet man wertvolle Hinweise, ...

Das Geheimnis der Abtei
... die man sofort notieren sollte.

Das Geheimnis der Abtei
Die Bibliothek darf man nur einmal im Spiel betreten, weil hier wirklich mächtige Karten schlummern.

Das Geheimnis der Abtei
Nach jeder vierten Runde wird zur Messe geläutet.
 
 
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