Gerüchteküche ist ein Kartenspiel, bei dem es darum geht, herauszufinden, welches Gerücht wahr ist. Und das kann nur eines von 10 sein. Diese Quote ist meiner Meinung nach ziemlich stimmig im Vergleich zum wahren Leben.
Spielanleitung
Jedes Gerücht besteht aus 6 gleichen Karten. Da es zehn Gerüchte gibt haben wir also insgesamt 60 Karten, die es zu mischen und unter den Spielern zu verteilen gilt. Eine dieser Karten wird gezogen und verdeckt unter die Kaffeeklatsch-Karte gelegt. Das Hauptziel des Spiels besteht darin, herauszufinden, welche Karte da verdeckt liegt. Um dies zu schaffen, fragen die Spieler reihum einen beliebigen anderen Spieler, ob er eine bestimmte Anzahl eines Gerüchtes hat. Hat er genau diese Anzahl, so muß er dem fragenden Spieler diese Karten geben. Andernfalls muß er nur entweder "weniger" oder "mehr" sagen. Aber er muß dabei natürlich ehrlich sein. Nun ist der nächste Spieler dran. Hat ein Spieler 6 Karten eines Gerüchtes auf seiner Hand gesammelt, so legt er diese Karten offen vor sich ab. Hierfür bekommt er am Schluß Punkte, und die anderen sehen, welche Gerüchte schon vollständig gesammelt wurden. Glaubt ein Spieler, die verdeckte Karte zu kennen, so teilt er dies den anderen mit (er muß dazu nicht an der Reihe sein) und alle Spieler legen ihre entsprechenden Karten offen vor sich ab. Liegen jetzt 5 Karten offen auf dem Tisch, so hat der Spieler Recht und das Spiel ist zuende. Jeder Spieler erhält nun seine entsprechenden Punkte, und der Entdecker des "wahren" Gerüchtes erhält noch Zusatzpunkte. Liegen allerdings 6 Gerüchte auf dem Tisch, so war die Vermutung (logischerweise) falsch. Jeder behält die Gerüchte vor sich liegen und bekommt dafür am Schluß ebenfalls Punkte. Dem falschen Entdecker werden Punkte abgezogen. Um die Nachforschungen (und das Abzocken von Karten) nicht zu einfach zu gestalten, darf nie zweimal hintereinander nach dem selben Gerücht gefragt werden.
Wir haben anfangs den Fehler gemacht, das Kartenspiel zu dritt zu spielen, wie es laut Verpackung auch möglich sein soll. Weil aber so wenig Spieler dabei waren, war es sehr einfach, sich zu merken, wer wie viel Karten eines Gerüchtes auf der Hand hält. Jegliche Spannung war raus, und das Spiel war auch ziemlich schnell zuende. Zu fünft oder mehr allerdings ist es oft schwierig, sich zu merken, wer was auf welche Frage geantwortet hat. Das Spiel dauert länger und man stellt viele Überlegungen an, wer welche Karten haben könnte. Meist entpuppen sich diese Theorien aber als falsch, und wer allzu mutig ist, kassiert für einen falschen Verdacht auch einmal Minuspunkte.
Gerüchteküche ist also erst ab einer Spielerzahl von fünf zu empfehlen. Dann hat man allerdings ein Spiel, das sehr leicht zu lernen ist, bei dem witzige Stimmung aufkommt und das das Gedächtnis (bei häufigem Spielen) schulen kann. Weil es in der Verpackung auch so klein ist (typische Adlung-Grösse), eignet es sich ideal zum Mitnehmen, z.B. auf Ausflügen o.ä.
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 Kartenspiel von Hartmut Witt, Adlung-Spiele, ca. 12,- DM 3-7 Pers., ab 7 J., 10 - 20 Min.
 Diese Gerüchte gilt es zu suchen.
 Ein vollständiges Gerücht
 Was hab ich denn, was hab ich denn!?
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