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Kampf der Gladiatoren



Spielspaß

4

Material

4

Spielregel

5

Taktik

2

Schadenfreude

5

Glück

6
Das Amphitheater ist bis auf den letzten Platz besetzt, als der Kaiser das Zeichen gibt, daß die Spiele beginnen mögen. Unter dem tosenden Applaus der Menge betreten die Gladiatoren die Arena. Monatelang wurden sie in speziellen Kasernen auf diesen Moment hin vorbereitet. Es ist ein Kampf auf Leben und Tod, der hier ausgetragen wird, und nur wer den Platz als Sieger verläßt, hat die Chance, aus der Sklaverei in die Freiheit entlassen zu werden.

Spielanleitung


Bevor das eigentliche Spiel beginnen kann, muß ein jeder Spieler entscheiden, mit welchen Gladiatoren er in den Kampf ziehen will. 5 verschieden Sorten gibt es, alle haben eine spezielle Ausbildung genossen, die auf die eine oder andere Art Vorteile bringen. Plaziert werden die gewählten Kämpfer auf den sogenannten Gladiatorenträgern, 4 passen immer auf einen Träger. Diese werden in der Arena so positioniert, daß ausschließlich Kontakt zu feindlichen Gladiatoren besteht. Auf evtl. noch leere Felder des Spielplanes, werden äußerst aggressive, ausgehungerte Bären, Löwen und Stiere geschickt. Für ausreichend Konfliktpotential ist also gesorgt.

Von jetzt an geht es Schlag auf Schlag. Wer an der Reihe ist, legt fest, mit welchem seiner Gladiatorenträger er einen direkt benachbarten angreifen möchte. Der Kampf selbst spielt sich nach einem genau festgelegten Ritual ab. Zunächst wird verglichen, welcher der beiden Beteiligten mehr Speerwerfer auf seinem Träger hat. Dieser Spieler hat den nicht zu unterschätzenden Vorteil, als erster zuschlagen zu dürfen. Jetzt kommen die Netzwerfer zum Einsatz. Sie schalten für eine Runde gegnerische Teammitglieder aus.
Während diese noch zappelnd am Boden liegen und verzweifelt versuchen, sich aus den Netzen zu befreien, geht der Kampf in seine entscheidende Phase. Jetzt werden die Schwerter, oder besser, die Würfel, gewetzt. Ein Würfel steht jedem Team als Grundausstattung zu. Für jeden Schwertkämpfer auf dem Gladiatorenträger kommt ein weiterer hinzu. Zeigt der Würfel 2 rote Sterne, ist für einen gegnerischen Kämpfer das Spiel zu Ende. Ein gelber Stern ist zwar ein harter Treffer, der Gladiator wankt, aber er ist noch nicht k.o.. Ein zweiter gelber Stern bedeutet jedoch auch hier das endgültige Aus. Leere Würfelseiten, immerhin 3 von 6,zeigen, daß der Schlag ins Leere läuft. Gott sei Dank gibt es für solche Fälle die Zweizackträger. Der Spieler, der mehr von ihnen besitzt, darf seinen Wurf einmal komplett wiederholen. Dieses Ergebnis muß er jedoch akzeptieren. Bleibt als letztes noch der Schildträger zu erklären. Dieser wehrt einen gelben Stern ab, gegen rote ist er machtlos.

So geht es Kampf um Kampf. Der Angreifer würfelt zuerst, der Verteidiger schlägt zurück. Ausgeschiedene Gladiatoren bringen dem Gegner bei Spielende einen Punkt. Wird gegen Tiere gekämpft, ändert sich nicht viel. Auch diese haben die beschriebenen Eigenschaften, das Würfeln übernimmt logischerweise ein Mitspieler. Eines macht Tiere jedoch lukrativer: Sie sind am Ende 2 Punkte wert.

Hat ein Spieler all seine Gladiatoren verloren, wird er, immer wenn er an der Reihe ist, zum wilden Tier. Auf diese Weise kann man auch weiterhin Punkte machen. Erst wenn nur noch ein Spieler eigene Gladiatoren besitzt, endet das Spiel. Wer jetzt am meisten Punkte erkämpft hat, darf sich Sieger nennen.

Fazit:
Kampf der Gladiatoren ist ein solide ausgestattetes Würfelspiel. Die Gladiatorenträger aus buntem Plastik wirken nicht gerade stabil, der Spielplan ist etwas öde, aber das wird durch die herrliche Darstellung der Gladiatoren auf dem Schachteläußeren wieder aufgewogen. Mein Liebling ist der rosaberockte Schwertkämpfer unten rechts.

Das Spiel selbst, machen wir uns nichts vor, ist durch und durch glücksabhängig. Da kann auch die individuelle Zusammenstellung der eignen Mannschaft und die Wahl des Standortes auf dem Spielfeld nichts dran ändern. Gewinnen wird derjenige, dem die Würfel hold sind. Trotzdem macht Kampf der Gladiatoren ab und an und in der richtigen Spielgruppe Spaß. Da werden Würfel beschworen, Bündnisse gegen den Führenden geschmiedet oder ein angeschlagener Gegner ohne Pardon aus der Arena geschickt. Und das alles untermalt mit lautem Grölen und Johlen.
In anderen Gruppen dagegen funktioniert Kampf der Gladiatoren überhaupt nicht. Hier wird das Spiel als völlig sinnentleerte, spaßfreie Zeitverschwendung verdammt. Wer aber nichts gegen reine Glücksspiele hat und auch entsprechende Mitspieler kennt, der kann es durchaus mal mit Kampf der Gladiatoren probieren.

Kampf der Gladiatoren

Würfelbrettspiel

von Reiner Knizia, Hans im Glück, ca. EUR 25,-
2-5 Pers., ab 10 J., ca. 45 Min.

Kampf der Gladiatoren
Die Totgeweihten grüssen Dich!

Kampf der Gladiatoren
Rot greift Blau an und setzt erstmal einen gegnerischen Gladiator vorübergehend ausser Gefecht.

Kampf der Gladiatoren
Blau ist schon etwas geschwächt.

Kampf der Gladiatoren

Kampf der Gladiatoren
Auch die Tiere sind nicht zuverachten.

Kampf der Gladiatoren
Und da hat's gleich zwei voll erwischt!
 
 
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