Endlich gibt es Guillotine auch in Deutsch. Dabei sind zum Glück vom englischen Original die Illustrationen geblieben, diese sind nämlich einfach klasse. Lediglich die Texte wurden übersetzt und eine neue, etwas realitätsnähere Guillotine wurde entworfen. Ansonsten ist Guillotine geblieben, was es war, ein einfaches Kartenspiel, das Freude macht, wenn man nicht zu empfindlich ist. Schließlich gewinnt, wer die höchsten Adeligen zur Zeit der französischen Revolution köpft.
Spielanleitung
Ein Spiel besteht aus drei Hinrichtungstagen. Und an jedem Tag werden zwölf Adelige einen Kopf kürzer gemacht. Diese, vertreten durch 12 von 50 Adeligen-Karten, werden in einer Reihe offen auf den Tisch gelegt. Nun geht der erste Tag los. Wer an der Reihe ist, darf eine Aktionskarte spielen, mit der er beispielsweise die Reihenfolge der Adeligen ändern kann, und muss dann den ersten Adeligen in der Reihe köpfen, d.h. aus der Reihe nehmen und vor sich auf den Tisch legen.
Jetzt ist der nächste Spieler dran. Wenn alle Karten aus der Reihe geköpft wurden, werden die nächsten zwölf Adeligen vom Stapel für den nächsten Hinrichtungstag ausgelegt.
Nach dem dritten Hinrichtungstag wird gewertet: Jeder Adelige zählt die Plus- oder Minuspunkte, die auf der Karte steht. Minuspunkte gibt es für Menschen vom Volk, die versehentlich in die Reihe geraten sind. Wer diese köpfen musste, kann davon natürlich nicht profitieren, sondern bekommt Minuspunkte. Außerdem gibt es einige Aktionskarten, die man vor sich auslegt. Diese bringen beispielsweise Sonderpunkte, wenn man besonders viel Köpfe einer Farbe gesammelt (Blau steht z.B. für die Klerikalen).
Fazit:
Guillotine ist schnell erklärt und macht, nicht zuletzt der witzig illustrierten Karten wegen, einfach Spaß. Das etwas morbide Thema wird im schwarz-humorigen Stil aufbereitet und trägt natürlich auch zum Spielspaß bei. Mit Guillotine kann man auch Mitmenschen begeistern, die normalerweise nicht so die Spieler sind. Das ideale Spiel also für Hüttenabende, kleine Parties und zum Abschluß eines Spieleabends.
Warnung: Es soll schon Kinder gegeben haben, die nach dem Spielen von Guillotine versucht haben, ihre Freunde zu köpfen (kein Witz). Vielleicht sollte man hier einmal die Altersbeschränkung wirklich ernst nehmen (egal, welche Spiele die Kinder schon spielen können).
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 Köpfe rollen lassen mit Paul Peterson, Amigo, ca. EUR 10,- 3-5 Pers., ab 12 J., ca. 45 Min.
Auszeichnungen: à la carte 2003: 6. Platz
 Drohend steht sie da.
 Die Illustrationen sind einfach toll.
 Der Ketzer bringt 2 Punkte.
 Dem Henker kann man kaum entkommen.
 Das neue und das alte Guillotine.
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