Gulo Gulo heisst Vielfrass und der stiehlt Eier aus Nestern, speziell aus den Nestern der Frau Sumpfgeier. Die hat aber Klein-Gulo beim Eierdiebstahl erwischt und eingesperrt. Also macht sich die komplette Familie auf, den Sprößling zu retten. Wenn der Weg zu Klein-Gulo's Versteck nur nicht gepflastert wäre von vielen Geiernestern, die die Gulos zum Stibitzen verleiten.
Spielanleitung
19 Wegplättchen in vier Farben liegen verdeckt aus und bilden den Pfad zum Versteck, dem Klein-Gulo-Plättchen. Dieses bildet mit 4 normalen Wegplättchen einen gemischten Stapel. In einer Schale aus Holz liegen 22 Eier in fünf Farben. Und mitten drinnen steckt der Alarmstab, ein Stab mit einem kleinen Ei an einem Ende. Dieses Ende ist dabei oben, dadurch kann er relativ leicht aus der Schale fallen.
Jeder Spieler bekommt einen Vielfraß, mit dem er sich auf den Weg macht.
Wer an der Reihe ist, hat zwei Möglichkeiten:
Zum Einen kann er eine Farbe auswählen, in welcher vor ihm schon mindestens ein Wegplättchen aufgedeckt ist. Dann stibitzt er ein Ei in dieser Farbe aus der Schale. Dabei darf er zwar andere Eier berühren, aber nicht greifen, d.h. das erste anvisierte Ei muss genommen werden. Fällt dabei der Alarmstab aus der Schale, so muss der "erwischte" Dieb auf das nächste Wegplättchen der gewählten Farbe zurückziehen. In diesem Fall kommen auch alle bis dahin gezogenen Eier wieder in die Schale zurück. Gelingt ihm der Diebstahl, so kann er auf das nächste Wegplättchen in dieser Farbe vor ihm ziehen.
Die andere Zugmöglichkeit ist, das nächste noch verdeckt liegende Wegplättchen aufzudecken. Dann muss ein Ei in dieser Farbe gestohlen werden. Dabei gelten die oben beschriebenen Regeln. Das heisst aber auch: Sollte ein Wegplättchen in derselben Farbe noch zwischen dem Vielfraß und dem aufgedeckten Plättchen liegen, so kommt der Vielfraß nicht ganz nach vorne, sondern eben nur bis zu diesem.
Landet ein Spieler am Ende des Weges vor dem Stapel, indem sich Klein-Gulo befindet, so darf er solange die Plättchen vom Stapel aufdecken, wie er die entsprechenden Eier erfolgreich stiehlt. Die aufgedeckten Wegplättchen legt er an den Pfad an. Deckt er das Klein-Gulo-Plättchen auf, so muss er eines der zwei kleinen lilafarbenen Eier stehlen. Gelingt ihm das, hat er gewonnen. Gelingt es ihm nicht, so muss der Vielfraß um ein Feld zurück und der nächste ist an der Reihe.
Fazit:
In erster Linie ist bei Gulo Gulo natürlich Geschick gefragt. Dabei können die Erwachsenen ganz schön ins Schwitzen kommen, wenn ihre Kinder ihnen zeigen, wie man erfolgreich Eier stiehlt. Bei Gulo Gulo haben nämlich kleine Finger gewisse Vorteile. Aber auch Glück spielt eine Rolle: Wenn ein Ei in der richtigen Farbe ganz oben liegt, ist das Stehlen kein Problem. Ganz anders sieht es aus, wenn man richtig pulen muss. Außerdem wird es immer schwieriger, je länger kein Alarm mehr ausgelöst wurde, je weniger Eier also noch in der Schale liegen.
Leider vertragen sich die Plastik-Vielfraße in ihren nicht so geglückten Farben mit dem restlichen Spielmaterial aus Holz und mit den nett illustrierten Wegplättchen nicht wirklich. So hinterläßt das Spielmaterial einen für Zoch-Spiele eher ungewohnten zwiespältigen Eindruck.
Zum Glück gibts da aber noch den Spielspass für die ganze Familie und somit kann ich Gulo Gulo guten Gewissens all denen empfehlen, die etwas mit Geschicklichkeitsspielen dieser Art anfangen können. Familien mit Kindern ab vier oder fünf Jahren machen mit Gulo Gulo sowieso nichts falsch, zumal auch eine Regel für die ganz Kleinen vorgeschlagen wird.
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Kinderspiel von Wolfgang Kramer, Jürgen P.K. Grunau und Hans Raggan, Zoch-Verlag, ca. EUR 30,- 2-6 Pers., ab 5 J., ca. 20 Min.
 Die Vielfraße machen sich auf den Weg.
 Gulo Gelb muss spätestens jetzt ein neues Wegplättchen aufdecken.
 Fingerspitzengefühl ist hier gefragt.
 Gulo-Disco ;o)
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