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Halleluja



Spielspaß

5

Material

4

Spielregel

5

Taktik

5

Schadenfreude

4

Glück

1
"Im Himmel ist die Hölle los!" lautet der Untertitel dieses "heiligen" Taktikspiels. Und besser könnte man das Spiel auch nicht zusammenfassen, schließlich benehmen sich die Engel hier derart, dass sie zu Teufeln werden.

Spielanleitung


Nach einer kleinen Bastelstunde, in der die Engels- und Teufelsaufkleber auf die 36 Spielsteine geklebt werden, kann es auch schon losgehen.

Die Spielsteine zeigen, sofern wir richtig geklebt haben, auf der einen Seite einen Engel und auf der anderen einen Teufel. Jeder Spieler setzt die 9 Spielsteine seiner Farbe zu drei Dreiertürmen so zusammen, dass bei allen Steinen, auch den unten liegenden, die Engelseite oben liegt.
Auf dem 7 x 7 Felder messenden Spielplan wird das Zahlenplättchen auf ein beliebiges Feld gelegt. Die Seiten des Zahlenplättchens sind von 1 bis 4 durchnummeriert. Nun legen die Spieler abwechselnd ihr Türme auf den Spielplan auf beliebige Felder.
Neben dem Spielplan liegt die Himmelsleiter, eine Leiste, auf der Sonderpunkte gezogen werden.

Wer an der Reihe ist, darf das Zahlenplättchen bewegen, und zwar genau mit zwei Aktionen. Eine Aktion ist entweder, es um 90° zu drehen, oder es um beliebig viele Felder senkrecht, waagrecht oder diagonal zu ziehen. Abbiegen ist eine neue Aktion. Nach dem Bewegen des Zahlenplättchens, zeigt jede Seite auf eine Bahn.
Nun werden die Spielsteine bzw. Türme, die in diesen vier Bahnen dem Zahlenplättchen am nächsten stehen, mit Markern gekennzeichnet. Diese Spielsteine dürfen von ihren Besitzern gezogen werden, und zwar genau so weit, wie die Zahl der entsprechenden Seite des Zahlenplättchens angibt. Dabei darf diagonal, senkrecht oder waagrecht gezogen werden, aber im Gegensatz zum Ziehen des Zahlenplättchens darf um genau 90° abgebogen werden.
Die Spieler versuchen hierbei, gegnerische Steine zu schlagen. Dazu muss der Spielstein mit der vorgegebenen Zugweite genau auf dem zu schlagenden Stein landen. "Wie einfallsreich!" höre ich jetzt schon lästern, aber Achtung: Schlägt ein Engel einen Engel, so wird er zum Teufel. Und ein Teufel kann zwar noch Engel schlagen, aber keine Teufel. Nur Engel können Teufel schlagen, und weil das ja nun wirklich eine gute Tat ist, werden sie dafür mit Punkten auf der Himmelsleiter belohnt.

Natürlich ärgert es den gerade aktiven Spieler, wenn aufgrund des Zahlenplättchens auch andere Spieler ziehen dürfen. Geschickterweise gilt die Regel, dass pro Seite dieses Plättchens nur einmal gezogen werden darf. Stellt es nun der aktive Spieler (der zu ziehen beginnt) so geschickt an, dass er mit seinem Spielstein in der Bahn einer anderen Seite des Plättchens landet, und zwar so, dass er dem Plättchen am nächsten steht, darf er mit demselben Stein zusätzlich die Zahl dieser Seite ziehen. Wer ursprünglich für diese Seite hätte ziehen dürfen, hat Pech gehabt, da die Seite schon "verbraucht" ist.

Das Spiel endet, wenn bei zwei Spielern ein Spieler keine Steine mehr im Spiel hat oder wenn bei drei oder vier Spielern nur noch zwei Farben auf dem Spielplan stehen oder wenn alle sichtbaren Steine den Teufel zeigen.
Nun wird gewertet: Dazu bauen die Spieler aus ihren erbeuteten Spielsteinen Türme aus verschiedenen Farben. Ein Dreierturm mit allen drei gegnerischen Farben zählt 7, ein Zweierturm mit zwei verschiedenen Farben 3 Punkte und jeder einzelne Stein bringt einen Punkt. Dazu kommen noch die Punkte auf der Himmelsleiter.

Fazit:
Halleluja ist ein Spiel für Menschen, die gerne um die Ecke denken. Ideal spielt, wer schon beim Bewegen des Zahlenplättchens weiß, wie er nachher alle möglichen Spielsteine zieht, und sich überlegt, wie er den Spielplan dem nächsten Spieler hinterlässt. Das ist die eine Spezies der Halleluja-Spieler. Vertreter der anderen Spezies, zu der ich mich zähle, versuchen zwar auch, möglichst schlau zu ziehen, aber nehmen sich nicht die Zeit, jede nur erdenkliche Zugkombination durchzugehen. Das Spiel läuft dann flotter und lockerer, aber auch mit so manchen "Autsch, was hab ich getan!" Solange jede Spezies unter sich bleibt, wird Halleluja bei beiden sehr gerne gespielt, Gefahrenpotential entsteht nur bei "gemischten" Spielen.

Zu zweit und zu dritt hat Halleluja sehr großen Spaß gemacht, zu viert wird es jedoch etwas unkalkulierbar.

Ein dickes Lob gibt es für die Regel: Zahlreiche illustrierte Beispiele machen den Einstieg in die doch manchmal etwas verzwickten Zugmöglichkeiten einfacher.

Halleluja

Taktikspiel

von Guido Hoffmann, Piatnik, ca. EUR 18,-
2-4 Pers., ab 10 J., ca. 30 Min.

Halleluja
Ausgangssituation

Halleluja
Der rote Engel könnte jetzt den blauen Teufel schlagen, wäre er nicht Dummy-Spieler (beim Spiel zu zweit).

Halleluja
Grün ist draussen...

Halleluja
...und auch auf der Himmelsleiter ist blau weiter.

Halleluja
In jedem Engel steckt ein Teufel.

Halleluja
Eine möglichst gleichmässige Verteilung der Farben seiner Opfer bringt am meisten Punkte.
 
 
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