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Höhlengröhlen



Spielspaß

3

Material

6

Spielregel

3

Glück

4

Planung

3

Ärgern

3
Dass es Popmusik schon in der Steinzeit gab, wissen wir spätestens seit Fred Feuerstein und Barny Geröllheimer. Aber wie groß die Auswahl an Musikern, Bands und Styles damals schon war, erfahren wir erst jetzt mit Mark Sienholz' Höhlengrölen.

Spielanleitung


Zwei bis vier Spieler übernehmen die Rollen von Steinzeitpopproduzenten und versuchen in drei oder vier Spielrunden, den Castings, möglichst erfolgreiche Bands auf der Hand zu sammeln. Aber Vorsicht: Die Bands müssen im Laufe des Spiels immer besser werden. Wer also seine Top-Interpreten schon zu Beginn in hochwertigen Kombinationen auftreten lässt, sieht vielleicht später alt aus.

3 Musikerkarten erhält jeder Produzent zu Beginn auf die Hand. Wer nun an der Reihe ist, zieht als erstes entweder zwei Musiker vom Zugstapel oder einen vom Zugstapel und den obersten vom Ablagestapel auf die Hand. Am Ende seines Zuges muss der Produzent in jedem Fall eine Karte auf den Ablagestapel legen.

Dazwischen darf er, wenn seine Karten es ihm erlauben, eine Band auslegen. Eine Band besteht aus mindestens drei und höchstens fünf Musikern einer Stilrichtung (Folk, Pop, Metal, Rap). Die Punkte dieser Musiker werden zusammengezählt und ergeben den Erfolgswert der Band. Dieser Erfolgswert ist die Messlatte für die nächste Band des stressgeplagten Produzenten, denn sein Management hat festgelegt, dass jede Band eines Produzenten besser als sein muss als seine letzte Band. Dies wird durch die Sonderkarten Tanztrainer, Gesangslehrer und Stylist (herrlich, die Lagerfeld-Karikatur) etwas vereinfacht, die jeder Spieler jeweils genau einmal einsetzen kann.
Was auch den anderen Produzenten zu schaffen macht: Jede weitere Band der gleichen Spielrichtung zählt in diesem Casting zwei Punkte weniger.

Crossover-Bands sind eine weitere Möglichkeit, Punkte zu bekommen. Diese sind nicht an die Regeln der normalen Bands gebunden, sondern müssen aus drei oder vier in der Stilrichtung unterschiedlichen, aber gleichgeschlechtlichen Musikern bestehen.

Ein Casting endet, wenn der Zugstapel aufgebraucht wurde. Nun werden die Erfolgswerte der normalen Bands für die einzelnen Spieler notiert. Nur die beste Crossoverband bringt ihrem Produzenten fünf Punkte ein.
Der Ablagestapel wird neu gemischt, die Spieler behalten ihre Karten auf der Hand und das nächste Casting kann beginnen.

Am Ende des Spiels nach drei oder vier Castings werden alle Punkte zusammengerechnet und der Produzent, der insgesamt die besten Crossoverbands gecastet hat, erhält zehn Bonuspunkte.

Fazit:
Leider definiert sich der Unterhaltungswert von Höhlengrölen fast ausschließlich durch die tollen Illustrationen auf den Karten. Diese sind wirklich fast ausnahmslos gut und witzig und werden in den ersten Runden gerne herumgezeigt.
Für ein Partyspiel ist in Höhlengrölen viel zu wenig Interaktion und Kommunikation, für ein taktisches Sammelspiel fehlt die Spieltiefe und das gewisse Etwas.
Zudem sind die wenigen Regeln in der Spielregel nicht eindeutig genug beschrieben. Diese Regelunsicherheiten werden aber bei Anfrage per Mail gerne vom Verlag aufgeklärt und früher oder später soll ein Blick auf die Homepage www.krimsu.de helfen.
So zeigt man an Spieleabenden gerne mal Kies Richards oder Alanis Morschesbrett, mehr als eine Runde will dann aber kaum jemand spielen.

Höhlengrölen

Kartenspiel

von Mark Sienholz, Krimsus Krimskramskiste, ca. EUR 6,50
2-4 Pers., ab 10 J., ca. 45 Min.

Höhlengrölen
Ob Kies...

Höhlengrölen
...oder Maite und Paddy K. ...

Höhlengrölen
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