Spielekritiken   Spieleauszeichnungen   Spielecharts   Berichte
A-F

G-N

O-Z





 




Wo ist Jack The Ripper



Spielspaß

3

Material

5

Spielregel

4

Glück

5

Taktik

3

Ärgern

2
Nein, wir sind nicht die Detektive, die Jack The Ripper auf die Spur kommen wollen. Wir sind als Journalisten einfach nur auf der Suche nach der besten Story. Und die gibt es nun mal im Umfeld von Jack The Ripper.

In diesem Kartenspiel sammeln die Spieler Beweisstücke, Zeugenaussagen und stellen Nachforschungen an, um damit Stories zu drucken. Wer am Schluss am meisten bzw. die besten Stories veröffentlicht hat, gewinnt den Pulitzerpreis anno 1888.

Die kleine, handliche und schöne Schachtel beinhaltet drei verschiedene Sorten von Karten: 12 Storykarten, 15 Aktionskarten und 39 Recherchekarten.

Spielanleitung


Auf den Storykarten kann man sehen, wie viele Zeugen-, Beweisstück- und Nachforschungs-Punkte die Veröffentlichung dieser Story kostet. Die Werte können jeweils 1, 2 oder 3 sein. Je teurer eine Story ist, desto mehr Punkte wirft sie ab.
Um eine Story zu zahlen, braucht ein Journalist entsprechende Recherchekarten. Recherchekarten gibt es als Zeugen-, Beweisstück- oder Nachforschungskarten und sind für den jeweiligen Bereich bis zu 2 Punkte wert.
Mit Aktionskarten kann man Gegnern Nachteile oder sich selbst Vorteile verschaffen.

Die Storykarten bilden einen verdeckten Stapel und zwei werden offen nebeneinander gelegt. Die eine wird als nächste gedruckt, die andere ist deren Nachfolger und rückt auf, sobald die erste gedruckt ist. Dann wird natürlich die Nachfolgerposition neu belegt. So weiss jeder, was die aktuelle Story fordert, aber auch was für die nächste Story gesammelt werden sollte.

Die Recherchekarten und die Aktionskarten werden getrennt gemischt und bilden jeweils einen eigenen Kartenstapel.

Wer an der Reihe ist, darf zwei Recherchen durchführen und muss entweder eine Aktionskarte ausspielen oder eine ziehen.
Es gibt drei unterschiedliche Recherchen:
Recherchekarte ausspielen: Eine Recherchekarte von der Hand vor sich auslegen.
Recherchekarte ziehen: Eine Recherchekarte nachziehen. Ausgelegte Karten und Karten auf der Hand eines Spielers dürfen aber in der Summe nicht mehr als 6 ergeben. Sollte das der Fall sein, muss man Karten abwerfen.
Story drucken: Erfüllt man mit seinen ausliegenden Recherchekarten die aktuell zu druckende Story, so kann man diese drucken. Man erhält die Story und legt seine dafür verwendeten Recherchekarten auf den Ablagestapel. Alle anderen Spieler müssen eine ihrer ausliegenden Karten wieder auf die Hand nehmen.

Diese drei Recherchemöglichkeiten dürfen beliebig kombiniert werden.

Wird eine Aktionskarte ausgespielt, kommt sie auf den Ablagestapel für Aktionskarten. Wird eine gezogen, muss der Spieler beachten, dass er nicht mehr als 2 auf der Hand hat.

Mit Aktionskarten kann man z.B. gegnerische Stories blockieren, Karten vom Gegner ziehen oder sich eine Recherche pro Zug mehr verschaffen.

Sind alle Stories gedruckt, so werden die Punkte auf den Stories der Spieler gezählt. Zusätzlich bekommt der Spieler mit den meisten Storykarten 2 Extrapunkte.

Fazit:
Was an "Wo ist Jack The Ripper" als erstes auffällt, ist die Gestaltung: Die Karten sind in einem ziemlich düsteren Comic-Stil gehalten, der sehr gut zum Thema passt.
Leider hat man aber den Eindruck, dass hier ein tolles Thema auf ein ziemlich beliebiges Kartenspiel gepresst wurde. Der Zusammenhang zwischen dem Spiel und Jack The Ripper scheint aus der Luft gegriffen. Ein interessanter, fesselnder Spielablauf könnte dies ausgleichen. Nur den sucht man bei "Wo ist Jack The Ripper" ebenfalls vergeblich. Karten sammeln, um andere Punktekarten zu kaufen, ist nun einmal nicht neu. Und mangels Höhepunkten im Spiel auch nicht sonderlich unterhaltend. Daran ändern leider auch die Aktionskarten nicht.
Schade, Krimsus Krimskramskiste, ein schönes Thema, eine schöne Gestaltung, aber so?
Letztes Jahr habt Ihr mit Saloon gezeigt, wie man mit einem einfachen, kurzweiligen Kartenspiel ohne innovative Regeln, aber mit einem hohen Spaßfaktor die Leute unterhalten kann. Daran kommt Euer diesjähriges, kleines Spiel leider nicht heran.

Wo ist Jack The Ripper?
Kartenspiel von Anja und Patrick Menon, Krimsus Krimskramskiste, ca. EUR 6,50
2-4 Pers., ab 10 J., ca. 30-45 Min.

Wo ist Jack The Ripper?
Der Schauplatz des Verbrechens.

Wo ist Jack The Ripper?
Mit Aktionskarten kann man z.B. die Werte seiner Recherchekarten steigern.

Wo ist Jack The Ripper?
Diese Story ist zwei Punkte wert.

Wo ist Jack The Ripper?
Auch mit Diebstahl lässt sich ermitteln.

Wo ist Jack The Ripper?
 
 
Impressum   Haftung   Links