Katzen sind ja so süße Tiere und sehr beliebt bei uns Menschen. Auch Bären und Hunde haben wir zum Knuddeln gern. Selbst Mäuse sind äußerst possierlich und gern gelitten, (solange sie nicht in unserem Keller hausen). Und deshalb gibt es von all diesen sympathischen Tieren eine Unzahl an Spielen. Nur die armen Ratten, Wanzen und Kakerlaken, Tiere also, die wir auf den Tod nicht leiden können, kommen als Spielthema einfach nicht vor. Doch nun hat Jacques Zeimet sich dieser diskriminierten Gruppe angenommen und ein Kartenspiel erdacht, bei dem die Hauptdarsteller Tiere sind, die keiner mag. Und das darf man getrost wörtlich nehmen, denn Schmeißfliegen, Kröten, Skorpione und Stinkwanzen haben auch in diesem Bluffspiel keine positive Funktion. Im Gegenteil, es gilt zu verhindern, vier Tiere einer Sorte zu sammeln, denn dann ist das Spiel verloren und alle anderen Mitspieler dürfen sich über ihren gemeinsamen Sieg freuen.
Spielanleitung
Die Karten mit den widerlichen Kreaturen werden gleichmäßig an die Spieler verteilt. Der Startspieler sucht sich eine Karte aus, legt sie einem beliebigen Mitspieler verdeckt vor die Nase und behauptet beispielsweise, es handele sich um eine Kakerlake. Nach einem prüfenden Blick ins Gesicht des Gegenübers entscheidet dieser nun, ob er das glaubt oder nicht. Nehmen wir mal an, er glaubt dem Startspieler, tatsächlich ist auf der Karte jedoch eine Fledermaus abgebildet, dann muß er die Karte offen vor sich ablegen. Wäre es allerdings wirklich eine Kakerlake gewesen, müßte der anbietende Spieler die Karte an sich nehmen.
Anstatt zu mutmaßen, ob der Spieler, der einem die Karte anbietet, lügt oder nicht, hat man die Möglichkeit, die Karte weiterzugeben. Hierzu überprüft man geheim, um welches Tier es sich handelt und schiebt die Karte mit einer beliebigen Behauptung zu einem anderen Spieler weiter (jedoch nicht zu einem, der diese Karte bereits kennt). Dieser Spieler hat nun ebenfalls die Wahlmöglichkeit, die Karte anzunehmen oder weiterzuschieben, aber letztendlich wird auch dieses Tier ein Herrchen oder Frauchen finden. Muß auf diese Weise ein Spieler das vierte Tier einer Sorte vor sich ablegen, endet Kakerlaken Poker.
Fazit:
Am Anfang einer Partie dümpelt Kakerlaken Poker noch ohne große Aufregung so vor sich hin, aber spätestens, wenn einige Karten vor den Spielern ausliegen, wird es interessant. Jetzt versucht man den Spielern, die schon zwei oder drei Tiere der gleichen Sorte vor sich liegen haben, eine weitere zuzuschustern. Mit einem leichten Zittern in der Stimme will man dem anderen glauben machen, man schwindele ihn an, aber vielleicht ist es ja tatsächlich so und das macht den Reiz dieses kleinen Bluffspiels aus. Es macht einfach Spaß den anderen mit Unschuldsmine Stinkwanzen und Ratten unterzuschieben oder den Bluff eines Mitspielers zu durchschauen (oder auch nicht).
Ideal ist das Spiel für Jugendliche oder fürs Urlaubsgepäck von Familien, Vielspielern könnte Kakerlaken Poker auf Dauer etwas zu simpel sein.
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Kartenspiel von Jacques Zeimet, Drei Magier Spiele, ca. EUR 10,- 2-6 Pers., ab 9 J., ca. 15 Min.
 Iiihh!
 Bäh!
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