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Kathai



Spielspaß

5

Material

4

Spielregel

5

Taktik

5

Glück

4

Ärgern

5
Waren sammeln und verkaufen, solange sie noch was wert sind, und solange man noch genug davon hat. So könnte man den Inhalt des Kartenspiels "Kathai" in einem Satz beschreiben. Und wenn man sich die Regeln zu Gemüte geführt hat, ist das Spiel tatsächlich sehr einfach, aber auch unterhaltsam.

Spielanleitung


Das Spiel besteht aus fünf Kurskarten, fünf Warenkarten und 55 Handelskarten und ist, wie immer bei Adlung-Kartenspielen klein und kompakt verpackt, ideal zum Mitnehmen.

Die fünf Kurskarten liegen nebeneinander auf dem Tisch: die Kurse gehen von unverkaufbar (mangels Nachfrage) bis zu höchsterträglich (von dieser Ware muß man aber auch entsprechend viel bieten können). Darunter liegt jeweils eine Warenkarte, die für eine von fünf Handelswaren steht: Gold, Seide, Gewürze, Tee und Salz. Liegt beispielsweise Tee unter der Kurskarte "+2", dann braucht man die auf dieser Kurskarte verzeichnete Mindestmenge (MM hier 5) an Teesymbolen und erhält die Anzahl der Handelskarten, die man verkauft, plus zwei in Punkten auf einen Zettel geschrieben. So gibt es noch "+4" (MM 7), "+1" (MM 4), "+0" (MM 3) und "X" (keine Nachfrage = unverkaufbar). Die Warensymbole sind auf den Handelskarten verzeichnet, von denen man am Anfang drei auf die Hand erhält. Dabei können unterschiedliche Mengen von verschiedenen Waren auf einer Karte vorhanden sein (z.B. zwei Salz und ein Gold). Folglich kann man die Mindestmenge 7 genauso mit sechs wie mit vier Karten erzielen.
Verkauft man eine Ware, so legt man die entsprechenden Handelskarten bis auf eine auf einen Ablagestapel. Die eine legt man als Tauschkarte verdeckt vor sich auf den Tisch. Wozu man diese verwenden kann, dazu kommen wir später. Die Ware, die nun verkauft wurde, kommt unter die Unverkaufbar-Kurskarte, und die anderen rutschen entsprechend nach, werden also wertvoller, sofern sie nicht schon wertvoller als die verkaufte Ware waren.

Das Verkaufen ist aber nur eine, wenn auch die einträglichste, von fünf möglichen Aktionen. Um an entsprechende Handelskarten zu kommen, kann der Spieler auch Tauschhandel betreiben. Diesen kennen wir schon bei Siedler, alle können mit dem aktiven Spieler verhandeln und Menge und Art stehen völlig frei. Passt ihm der Kurs einer Ware nicht, kann er auch bestechen, indem er eine von seinen Handkarten oder eine vor ihm liegende Tauschkarte über zwei benachbarte Waren legt und diese vertauscht. Hat ein Spieler eine Tauschkarte, kann er diese auch einfach auf den Ablagestapel legen und sich dafür eine Warenkarte vom Ziehstapel auf die Hand nehmen. Last but not least darf er natürlich auch einfach passen. Wichtig bei all diesen Aktionen ist, dass man nur eine pro Zug machen darf. Besticht man beispielsweise, kann ein anderer Spieler davon abstauben, die entsprechenden Karten verkaufen, und man selbst hat nichts davon. Und wenn man gehandelt hat, aber zu keinem Ergebnis gekommen ist, darf man gerade noch eine Karte unter den Ablagestapel legen und eine neue ziehen, aber keine andere Aktion mehr starten.

Gezogen wird übrigens auch immer eine Handelskarte am Anfang jedes Spielzuges, es sei denn, man hat sieben Karten auf der Hand. Mehr darf man nämlich nie besitzen. Horten bringt also nichts.

So geht das Spiel reihum, bis ein Spieler die letzte Handelskarte zieht. Nun kommt jeder Spieler noch zweimal dran, dann ist das Spiel beendet und die Punkte werden zusammengezählt. Wurde die letzte Karte durch eine Aktion eines Spielers gezogen, so kommt dieser nur noch einmal an die Reihe, das Spiel endet mit seinem rechten Nachbar.

Fazit: Kathai ist sehr einfach und man kann sofort loslegen, wenn sich einer die Regeln durchgelesen und diese den anderen grob erklärt hat. Sehr groß bei diesem Spiel ist der Ärger-Faktor, wenn man sich die Warenkarten "zurechtbestochen" hat, und ein anderer sie einem vor der Nase wegschnappt. Natürlich freut sich dieser "Dieb" wie ein Schneekönig und das "Opfer" kann nur auf bittere Rache hoffen. Da die Spielrunden auch nicht so lang sind, kann man Kathai schön mal zwischendurch spielen, als Einstieg oder als Ausklang eines Spieleabends.

Kathai

Kartenspiel

von Michael Andersch, Adlung-Spiele, ca. 10,- DM
3-5 Pers., ab 10 J., 30-60 Min.

Kathai
Die Wallstreet von Kathai

Kathai
Diese Karte bringt entweder 2 Seide oder 1 Gold.

Kathai
Handelskarten

Kathai
Seide bringt einen Bonus von 4, man braucht aber mindestens 7 mal Seide
 
 
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