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La Citta



Spielspaß

5

Material

6

Spielregel

5

Taktik

6

Glück

4

Spannung

5
Ein Modethema der Spiele der letzten zehn Jahre ist die Besiedlung von Neuland bzw. das Bauen von Städten. Da liegt das vorschnelle Urteil natürlich nahe, dass ein solches Spiel nichts besonderes mehr sein kann.

Nicht so aber bei La Citta, denn hier geht es nicht nur um die Bestellung des Landes, sondern auch darum, was den Bürgern der Städte geboten wird. Baut man lieber eine Klosterschule, die den Bildungswert, oder einen Brunnen, der die Gesundheit der Stadt stärkt. Ein Hospital bringt sowohl Gesundheit als auch Bildung, aber eine Investition in ein kulturbetontes Gebäude wie das Palazzo könnte auch vonnöten sein.

Was das ganze aber wirklich wert ist, sieht man am Ende eines Jahres, wenn die Bürgerbefragung stattfindet. Erst jetzt erfahren die Spieler, was in diesem Jahr den Bürgern besonders viel bedeutet. Städte, die besonders nah aneinander liegen, werden verglichen, und wer weniger in Gebäude der gefragten Kategorie investiert hat, muß schmerzhaft mitansehen, wie seine Bürger auswandern und in der Stadt des Gegenspielers ihr Glück versuchen. Dabei werden mitunter Gebäude eingerissen, die ja jetzt niemand mehr pflegen will. Aber auch der Stadtvater der jetzt stärker bevölkerten Stadt muß aufpassen. Denn es wird überprüft, ob er so viele Bürger überhaupt versorgen kann. Eine Stadt ohne Marktplatz kann nämlich maximal 5 Bürger aufnehmen, und eine Stadt mit mehr als 8 Bürgern braucht einen Brunnen. Da dieser wiederum nur an einem Wasserfeld gebaut werden kann, ist auch die Position der Städte sehr wichtig. Um seine Bürger dann auch ernähren zu können, muß der Spieler genügend Bauernhöfe besitzen, die wiederum leider keine Punkte für die Attraktivität der Städte bringen. Genauso ergeht es einem mit den Bergwerken: Man braucht sie, um Goldmünzen zu erwirtschaften, aber sie überzeugen keinen Bürger, dazubleiben.

Gespielt wird La Citta in drei Jahren, die aus jeweils fünf Runden bestehen. Wer am Spiel ist, kann nun eine der sieben für alle offenen Aktionskarten nutzen, oder eine von seinen eigenen dreien ausspielen. Mit den eigenen kann man ein beliebiges "kleines" Gebäude bauen, eine neue Stadt gründen oder 2 Goldmünzen kaufen. Im gesamten Jahr, also in fünf Runden kann man allerdings jede eigene Karte nur einmal einsetzen. Die offenen Aktionskarten bieten diverse Möglichkeiten. Beispielsweise kann man sich 2 der 3 verdeckten Meinung-des-Volkes-Karten, die zusammen mit einer offen liegenden die Bürgerbefragung ergeben, ansehen. Die Aufwertung eines beliebigen Wertes einer Stadt um eins oder das Bauen höherwertiger Gebäude werden ebenfalls ermöglicht.

Der Spielplan besteht aus sechseckigen Feldern, die zwischen Ackerflächen, Wasserstellen und Gebirgen bebaut werden können. Je nach Spieleranzahl werden bestimmte durch Farben gekennzeichnete Flächen abgegrenzt. So ist garantiert, dass die bebaubare Fläche im Verlaufe des Spieles ziemlich eng wird. Von den Karten über die Spielfiguren bis zu den Gebäudechips ist das Spiel sehr schön gestaltet. Als äußerst geschickt erweist sich, dass sämtliche Bestandteile ihren festen Platz im Karton haben.

Fazit: La Citta ist ein sehr schönes strategisches Spiel, dessen Thema wunderbar umgesetzt wurde. Wenn man die Anleitung, die erst einmal ziemlich kompliziert wirkt, verstanden hat, funktioniert der Spielablauf ohne Probleme. Und auch die Regeln entpuppen sich dann als eigentlich sehr logisch und relativ einfach. Zudem ist der Spielplan, wenn er einigermaßen gefüllt ist, ein wahrer Augenschmaus. Allerdings muß man sich v.a. beim ersten Spiel sehr viel Zeit nehmen, denn drei Stunden und mehr können da schon einmal vergehen.

La Citta

Besiedlungsspiel

von Gerd Fenchel, Kosmos, ca. 60,- DM
2-5 Pers., ab 12 J., 60 - 150 Min.

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Die anfangs noch leere Landschaft ...

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... wird besiedelt.

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Wer das versteht, ist Startspieler ;-)

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Die Uni bringt 3 Bildungspunkte.

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Eine Bürgerin.
 
 
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