Spielanleitung
Alle Spieler legen der Reihe nach Farbkarten auf einen Stapel. Eine offenliegende Limitkarte bestimmt, wieviel Karten von jeder Farbe in dem Stapel liegen dürfen. Wer den Verdacht hegt, daß ein Mitspieler das Limit einer Farbe überschritten hat, also eine Farbe gelegt hat, von der schon das angegebene Limit erreicht wurde, verdächtigt ihn. Behält er Recht, bekommt er eine Punktekarte des Wertes 1 und der Schwerenöter erhält die Limitkarte, die 2 Minuspunkte bringt. Hat er den Mitspieler jedoch zu Unrecht bestätigt, kassiert er die Limitskarte, also die 2 Minuspunkte, und der verdächtigte Spieler erhält einen Punkt.
Wer jetzt denkt, man muß sich nur merken, was liegt, um zu gewinnen, hat sich jedoch geschnitten. Denn der eigentliche Reiz von Limits liegt darin, daß jeder Spieler noch Einfluß auf die Limits nehmen kann: Von den 5 Karten, die jeder Spieler am Anfang jeder Runde hat, muß er eine verdeckt vor sich auslegen. Das Limit der Farbe, die diese Karte trägt, wird damit um 1 erhöht. Ist beispielsweise das Limit von Rot laut Limitskarte 0, aber zwei Spieler legen eine rote Karte verdeckt aus, so dürfen bis zu 2 rote Karten auf dem Spielstapel landen.
Somit kann also ganz schön geblufft werden, und der Ärger-Faktor wird auch hoch gehalten. Schadenfreude und unliebsame Überraschungen sind vorprogrammiert.
Ein kleines Manko an Limits sehe ich in der Spieldauer. Wird die laut Regel vorgeschriebene Anzahl Limitskarten durchgespielt, kann sich die Dreiviertel Stunde, die das Spiel laut Spielschachtel braucht, schon einmal hinziehen. Glücklicherweise kann man die Anzahl Limitskarten, die man durchspielt, beliebig wählen und somit auch die Spieldauer. Dann kann man nämlich Limits schön zu Beginn oder als Abschluß eines Spieleabends spielen, oder mal zwischendurch. Und dann kann man Limits als kurzweiliges Vergnügen erleben, das man sicher öfter mal aus dem Schrank holt.
Nicht so schön ist die etwas unübersichtliche Spielanleitung. Beim ersten Mal durchlesen weiß man zwar sofort, wie das Spiel funktioniert und kann auch ziemlich schnell losspielen, überfliegt man die Regel jedoch nach längerer Abstinenz, nur um ein paar Details nachzuschauen, z.B. die Anzahl der Karten, die ausgeteilt wird, so muß man suchen. Solche Angaben sollte man deutlich hervorheben.
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 Kartenspiel von Uwe Rosenberg, Amigo, ca. 6 € 2-6 Pers., ab 8 J., ca. 45 Min.




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