Eine unheimliche Stimmung herrscht in Luxor, stehen doch die Forscher unmittelbar vor der Öffnung der Sarkophage, nach denen sie solange gesucht haben. Aber diese lassen sich nur mit Hilfe einiger Skarabäen öffnen, die sich wiederum nicht immer blicken lassen. Nämlich nur, wenn ein Forscher die Wand der Hieroglyphen richtig ergänzt, flitzt ein Skarabäus zum entsprechenden Sarkophag. Und wenn sie sich dort zu dritt tummeln, kann der erste Sarkophag an dieser Forschungsstätte geöffnet werden. Aber der erste ist natürlich nur der erste Wächter und ist entsprechend (relativ) wenig wert. Der dritte Sarkophag dagegen hat wirklichen Wert. Und derjenige, der die wertvollsten Sarkophage geplündert hat, erhält am Schluss den meisten Ruhm (welche Gefahren das aber bergen kann, kann man sich in diversen Gruselfilmen anschauen, das tut aber hier nichts zur Sache).
Spielanleitung
Jeder Spieler erhält 5 Forscher in seiner Farbe und 3 Hieroglyphenkärtchen, auf denen jeweils 2 Tiere untereinander aufgezeichnet sind. Die Hieroglyphenwand wird in die Vorrichtung im Spielplan gesteckt. Die Forschungsstätten werden mit Hieroglyphen gekennzeichnet und erhalten jeweils einen Einer-, einen Zweier- und einen Dreiersarkophag, die so in sie hineingesteckt werden, dass der Einer-Sarkophag zuvorderst steht. Die Rückseiten der Sarkophage mit den Punkten dürfen von den Spielern nicht gesehen werden.
Wer an der Reihe ist, steckt ein Hieroglyphenkärtchen seiner Wahl irgendwo in die Hieroglyphenwand. Wird durch dieses Kärtchen erreicht, dass zwei gleiche Hieroglyphen direkt nebeneinander, übereinander bzw. schräg übereinander stehen, so wird ein Skarabäus vor die entsprechende Forschungsstätte gelegt. Steht vor dieser noch kein Forscher, so stellt der aktive Spieler einen Forscher seiner Farbe dorthin. Steht dort schon ein anderer Forscher, kommt es auf die Hieroglyphen an: schauen beide Tiere in dieselbe Richtung, tauscht der Spieler den Forscher gegen einen eigenen aus.
Wenn schon zwei Skarabäen vor einer Forschungsstätte liegen, und ein dritter kommt hinzu, so wird der vorderste Sarkophag geöffnet, d.h. der Spieler, dessen Forscher davor steht, erhält ihn. Nun werden die Skarabäen wieder entfernt, und erst, wenn wieder drei davor liegen, wird der nächste Sarkophag geöffnet.
Zum Abschluß seines Zuges zieht der Spieler ein Hieroglyphenkärtchen nach, so dass er wieder drei auf der Hand hat. Zieht er dabei den "Fluch des Pharao", ein Kärtchen mit drei Symbolen, das auf der Rückseite durch eine Schlange gekennzeichnet ist, so legt er dieses sofort offen hin. Alle Spieler schauen nun, ob sie diese drei Symbole neben-, über- oder schräg übereinander auf der Hieroglyphenwand entdecken. Der erste darf einem Spieler seiner Wahl einen schon erbeuteten Sarkophag stehlen.
Wenn die Hieroglyphenwand voll ist, geht das Spiel seinem Ende entgegen: Jeder Spieler darf nun noch Skarabäen zwischen "seinen" Forschungsstätten tauschen, um evtl. noch einmal mit drei Skarabäen einen Sarkophag öffnen zu können.
Fazit: Luxor ist ein hervorragendes Familenspiel, da es einfach und schnell erklärt ist und auch Kinder ab neun Jahren schon mitspielen können. Diese sind v.a. wenn der "Fluch des Pharao" eintritt, immer gut dabei. Die Hieroglyphenwand, in der Art von "4 gewinnt" gebaut, sieht nicht nur schön aus, sondern funktioniert auch gut. Schön ist auch, dass die gesamte Spielschachtel in das Spiel integriert ist. So hat man auf einfache Art ein "dreidimensionales" Spielbrett, das den Spielinhalt sehr anschaulich macht. Die Hieroglyphen und die Mumien sind witzig illustriert.
Auch zu zweit lässt sich Luxor gut spielen, v.a. wenn man etwas nicht so anspruchsvolles, aber dennoch unterhaltsames spielen möchte.
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Familienspiel von Gunter Baars, Ravensburger, ca. 45,- DM 2-4 Pers., ab 9 J., 30 - 45 Min.
 Startaufstellung.
 Um diese Sarkophage geht es.
 So ein Gewusel!
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