Die Mammuts sind los!
Und nicht nur die Mammuts, nein, auch Wölfe, Säbelzahntiger, Bären, Bisons und Nashörner machen den Steinzeitmenschen das Leben schwer. Naja, aber auf der anderen Seite macht sich dann und wann ein Bärensteak nicht schlecht auf dem Teller.
Spielanleitung
Jeder Spieler übernimmt einen Stamm prähistorischer Männer und Frauen und versucht, vier Lager zu errichten. Hinderlich dabei sind nicht nur die konkurrierenden Stämme, sondern auch wilde Tiere und die Notwenigkeit, genug gesammelt, gejagt und angebaut zu haben, um die Stammesmitglieder zu versorgen.
Die Landschaft, auf der die Stämme leben, ist ähnlich wie bei den Siedlern von Catan aufgeteilt in sechseckige verschiedene Gebiete.
Das Tal der Mammuts läuft über mehrere Jahre, die sich jeweils in drei Winterrunden und drei Sommerrunden aufteilen. In jeder Runde tritt ein Ereignis auf, das sich teilweise auf eine ganze Jahreszeit erstrecken kann. Nachdem neue Tiere die Landschaft betreten haben, bewegen sich die Tiere aller Gebiete in einer Richtung bzw. genau gegengesetzt und walzen dabei schon einmal die Ernte eines Stammes platt. Nun haben die Spieler die Möglichkeit, ihre Stämme mittels Bewegung oder sogar Gründung von Lagern auszubreiten und im folgenden Tiere und auch Menschen anderer Stämme zu bekämpfen, wenn sie auf denselben Feldern stehen. Diese Kämpfe, egal ob gegen Mensch oder Tier werden, wie vieles andere auch im Tal der Mammuts, mit Würfeln ausgetragen. Frauen beteiligen sich übrigens nicht an den Kämpfen zwischen Stämmen, sondern laufen am Schluss einfach zum Sieger über (nicht der einzige Fall von klarer Rollenverteilung im Tal der Mammuts ;o)) ). Bei Kämpfen zwischen Stämmen kann man außer Frauen auch Lager erobern, wird ein Tier, das sich natürlich auch heftig wehrt, erlegt, so bringt dies Nahrung ein.
Am Ende jeder Runde wird geerntet, gefischt und gesammelt, also der Nahrungsvorrat aufgefüllt. Dann wird überprüft, ob alle Mitglieder eines Stammes ernährt werden können. Ist dies nicht der Fall, "verlassen" einige Stammesmitglieder das Spiel.
Je nach Runde und Jahreszeit kommt es zu Geburten in den Lagern oder zur Saatzeit für Stämme, die Lager auf entsprechenden Gebieten besitzen und sich das Saatgut (bezahlt mit Nahrung) leisten können.
Hat ein Spieler am Ende einer Runde und bis zum Ende der folgenden Runde vier Lager unter Kontrolle, hat er gewonnen.
Fazit:
Schon diese grobe Spielbeschreibung lässt erahnen, dass die Spieler beim Tal der Mammuts an sehr viele Dinge denken müssen. Erschwerend kommt hinzu, dass je nach Runde bzw. Jahreszeit einzelne Aktionen ausfallen oder anders gespielt werden. Beispielsweise kommt in der ersten Runde eine andere Anzahl neuer Tiere ins Spiel als in den übrigen Sommerrunden und in denen wiederum eine andere Anzahl als in den Winterrunden. Die Tiere haben unterschiedliche Bewegungsreichweiten, dürfen unterschiedliche Felder betreten und bringen unterschiedlich viel Nahrung ein, wenn man sie erlegt.
All diese Sonderregeln, aus denen Das Tal der Mammuts fast ausschließlich besteht, stehen nicht etwa auf einer Übersichtstafel, sondern müssen aus einzelnen Tabellen, die sich an verschiedenen Stellen in der fünfseitigen Regel befinden, zusammengesucht werden. Dadurch wird die "Einspielzeit" viel zu lang und es will kein Spielfluss aufkommen.
Schade, denn die vielversprechende Spielidee wurde witzig gestaltet und lädt zum Spielen ein. Nur leider wurde das Leben der Steinzeitmenschen zu detailliert umgesetzt.
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Gesellschaftsspiel von Bruno Faidutti, Eurogames / Descartes, ca. EUR 30,- 3-6 Pers., ab 12 J., ca. 120 Min.
 Der Kampf ums Überleben findet in dieser Landschaft statt.
 Dieser Stamm betreibt Ackerbau.
 Es gibt auch Ausnahmen der geschlechtsspezifischen Aufgabenverteilung.
 Hier findet ein Kampf statt!
 Oben im Bild: In welche Richtung die Tiere sich bewegen, wird ausgewürfelt. Unten im Bild: Der Runden- bzw. Jahreszeitenmarker
 Auch "Mama" und "Gorilla" gehören zum Stamm ;o))
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