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Paris



Spielspaß

5

Material

3

Spielregel

4

Glück

3

Planung

4

Ärgern

3
Bei dieser Stadtrundfahrt durch Frankreichs Hauptstadt geht es weniger um die Touristen als viel mehr um die Ladenbesitzer, die all die Deutschen, Amis und Japaner bis auf den letzten Cent ausnehmen wollen. Nein, nicht von der Mafia, sondern von den Souvenirladeninhabern ist hier die Rede. Jeder versucht, seine Geschäfte möglichst gut an den Straßen zu plazieren, durch die die (mehr oder minder korrupten) Stadtführer die Touristen schleifen.

Spielanleitung


Vor uns liegt ein Stadtplan von Paris, nicht schön, aber funktional. Auf diesem Plan sind die Strecken von 5 verschiedenen Stadtrundfahrten eingezeichnet, jede in einer eigenen Farbe.
Bevor das Ganze losgeht, bekommt jeder Spieler die Geschäfte (Spielsteine) seiner Farbe und die Ortsplättchen werden verdeckt zu Stapeln zusammengefasst. Ein Stapel besteht dabei aus einem Plättchen mehr als Spieler teilnehmen.

Zu Beginn jeder Runde werden die Plättchen eines Stapels aufgedeckt. Diese werden nun an ihre Orte auf dem Stadtplan gelegt, dabei können an einem Ort mehrere Plättchen liegen. Von jedem Ort gibt es mehrere Karten in den Farben der Stadtrundfahrten.
Nun wählt der Reihe nach jeder Spieler ein Plättchen aus, und legt an dessen Stelle ein Geschäft seiner Farbe. Dabei muss man berücksichtigen, dass an einem normalen Feld nur ein Geschäft und an Kreuzungen zwischen zwei Stadtrundfahrten maximal zwei Geschäfte stehen dürfen. "Passt" das neue Geschäft nicht mehr hin, wird Platz geschaffen, indem ein schon bestehendes Geschäft abgerissen und in einen Sack gesteckt wird. Das gewählte Plättchen kommt aus dem Spiel.
Ein Plättchen bleibt übrig und kommt auf den Ablageplatz. Liegt dort schon ein Plättchen derselben Farbe, so kommt es zu einer großen Tour der Stadtrundfahrt dieser Farbe. Ist dies jedoch nicht der Fall, so wird nur eine kleine Tour gefahren, d.h. stehen ein oder mehrere Geschäfte auf dem Feld der übriggebliebenen Karte, so bekommen die Inhaber einen Punkt, den sie auf einer Leiste am Rande des Spielplans ziehen dürfen. Ist das Feld unbesetzt, bekommen die Spieler die Punkte, deren Geschäfte am nächsten stehen. Bei der großen Tour wird die komplette Stadtrundfahrt einer Farbe durchgeführt. An jeder Kreuzung wird angehalten, und wer hier ein Geschäft stehen hat, bekommt einen Punkt. Sollten in direkter Nachbarschaft zu diesem Geschäft noch weitere Geschäfte derselben Kette (also desselben Spielers) stehen, gewinnt der Spieler für jedes benachbarte Geschäft nochmals einen Punkt. Am Ende der großen Tour werden die beiden Plättchen, die sie verursacht haben, vom Ablageplatz und aus dem Spiel genommen.
Und die nächste Runde beginnt.

Am Ende des Spiels finden nochmals ausgewählte Touren statt. Dazu hat jeder Spieler ein Kärtchen mit einer der 5 Stadtrundfahrtenfarben, weiß also nur von einer Stadtrundfahrt sicher, dass sie stattfindet.
Bevor nun die Wertungsleiste abgelesen wird, um den Sieger zu bestimmen, wird das Säckchen mit den verdrängten Geschäften ausgewertet: Wer hier am meisten hat, bekommt soviel Punkte, wie er Geschäfte im Säckchen hatte.

Fazit:
In unseren Runden brauchte der eine oder andere etwas länger, um die - in meinen Augen gar nicht so komplizierten - Wertungen zu kapieren. Mittlerweile ist dies Problem, das ich nicht unbedingt dem Spiel anlasten will, behoben und wir spielen Paris Paris immer wieder gerne. Nicht zu anspruchsvoll, aber dennoch interessant gestaltet sich die Dreiviertel Stunde und unterhält Familien wie auch sogenannte Vielspieler. Der Schwerpunkt liegt aber sicher bei den Familien und für diese ist Paris Paris uneingeschränkt zu empfehlen.

Schade, dass der gelungene Spielinhalt nicht angemessen verpackt wurde. Mehr als der nicht gerade schöne Stadtplan, an den ich mich inzwischen gewöhnt habe, stört die Spielschachtel, die auch noch keinem unserer Mitspieler gefallen hat. Würde ich Paris Paris unwissend im Regal entdecken, würde ich es sicher stehen lassen.



Paris Paris

Gesellschaftsspiel

von Michael Schacht, Abacus, ca. EUR 20,-
2-4 Pers., ab 9 J., ca. 45 Min.

Auszeichnungen:
Spiel des Jahres: Auswahlliste (2003)
Deutscher Spielepreis: 4. Platz

Paris Paris
Uns interessieren nur die farblich markierten Straßen.

Paris Paris
Jeder versucht, seine Geschäfte an den viel befahrenen Kreuzungen zu eröffnen.

Paris Paris
Der Bus kommt erst zum Einsatz, wenn eine große oder kleine Tour gefahren wird.

Paris Paris
Liegen zwei gleichfarbige Plättchen auf dieser Ablage, so kommt es zur großen Tour in dieser Farbe.
 
 
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