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Oh Pharao!



Spielspaß

4

Material

4

Spielregel

5

Planung

4

Ärgern

5

Glück

4
Wer baut die grössten und meisten Pyramiden. Pharao Tut-Nur-So hat zum Wettbewerb aufgerufen, den 3 bis 4 Pyramidenbauer gewinnen wollen. Klar versucht jeder, möglichst grosse Pyramiden zu bauen. Aber das kostet Zeit und in dieser Zeit können gewissenlose Diebe sich einzelner Bausteine bemächtigen. Dumm zudem, wenn dadurch ganze Pyramiden einstürzen und nur noch Bruchteile des ehemals grossen Bauwerks übrig bleiben.

Spielanleitung

Wichtigstes Element des Spiels sind die Baukarten in den Werten 1 bis 9. Je höher der Wert desto weniger Karten davon gibt es. Ausserdem sind im Spiel 3 Joker enthalten. Aus diesen Baukarten werden die Pyramiden folgendermassen gelegt:

- Die Baukarten werden in Stufen übereinander gelegt. Dabei muss jede höhere Stufe mindestens eine Karte weniger als die Stufe darunter haben.

- Jede Stufe besteht aus Baukarten eines Wertes. Die Stufe darüber muss aus Baukarten bestehen, die im Wert um genau 1 höher sind. Entsprechend muss die Stufe darunter aus Karten, die im Wert um genau 1 niedriger sind, gelegt werden.

- Eine Pyramide besteht aus mindestens 2 Stufen mit mindestens 3 Karten.

Ausser den Baukarten verstecken sich noch Dieb-, Steuereintreiber- und Pharaokarten im Stapel, zu deren Funktionen wir später kommen.

7 Karten hat jeder Spieler auf der Hand und los geht’s: Wer an der Reihe ist, darf als erstes, sofern er möchte und kann, seine Pyramide werten. Den Aufbau der Pyramiden haben wir ja schon kennen gelernt. Für die Wertung werden die Werte einer Karte jeder Stufe zusammengezählt und die Summe mit der Anzahl der Stufen, aus der die Pyramide besteht multipliziert. Eine Pyramide aus drei 3ern und zwei 4ern ergibt also (3+4) x 2 (Stufen) = 14 Punkte. Läge nur ein 4er zuoberst, wäre die Punktzahl die gleiche.

Ist die Wertung erfolgt oder hat der Spieler sich dagegen entschieden, nimmt er eine Karte auf, entweder vom verdeckten Stapel oder eine der drei offen ausliegenden daneben.

Nun folgenden die eigentlichen Spielaktionen Handeln und Tauschen, Pyramiden bauen bzw. erweitern und die Sonderkarten Diebe und Steuertreiber einsetzen. All diese Aktionen sind an keine bestimmte Reihenfolge gebunden.

Handeln und Tauschen darf der Spieler beliebig mit allen Mitspielern.

Um eine Pyramide zu bauen, legt der Spieler gemäß den Bauregeln mindestens 3 Baukarten aus. Hat er schon eine Pyramide gebaut, darf er erweitern, z.B. kann er unten noch eine weitere Stufe hinzufügen, sofern er entsprechend viele Karten in dem entsprechenden Wert besitzt. Oder er ergänzt eine Stufe oder setzt eine komplette oben drauf. Dadurch steigt der Wert der Pyramide für eine spätere Wertung.

Seine Gegenspieler schädigen kann man hingegen, indem man die Sonderkarten Dieb oder Steuereintreiber einsetzt. Spielt man den Dieb, so wählt man eine Pyramide eines Gegners, bei der man eine Baukarte stehlen will. Ob der Beutezug erfolgreich ist, entscheidet der Würfel: Würfelt man eine Augenzahl, die gleich oder höher ist als die Anzahl der Stufen, aus denen die Pyramide besteht, darf man eine beliebige Baukarte aus der Pyramide stehlen. Nun kann es natürlich sein, dass eine Pyramide nicht mehr vollständig im Sinne der Bauregeln ist. Dann muss der Besitzer der Pyramide entsprechend Karten aus der Pyramide auf die Hand nehmen, so dass die Regeln wieder eingehalten sind. Er darf aber auch alle Karten wieder auf die Hand nehmen.

Wer den Steuereintreiber spielt, darf von jedem Spieler eine Karte aus der Hand ziehen.

Steuereintreiber und Dieb können mit der Pharaokarte abgewehrt werden.

Zum Abschluss seines Zuges darf der Spieler eine Karte aus der Hand abwerfen und dann seine Hand wieder auf sieben Karten auffüllen.

Nebenher läuft auf dem Spielplan der Aufseher entlang. Immer, wenn eine Pyramide gewertet wurde, geht er ein Feld weiter. Nach 3 Wertungen dürfen die Spieler zwei Pyramiden parallel bauen, ab der 6. Wertung werden nur noch Pyramiden mit einer Mindesthöhe von 3 Stufen gewertet. Nach der zehnten Wertung fängt die Schlussphase des Spiels an: Alle abgelegten Karten und die Karten des Stapels werden zusammen mit einer Spielendekarte gemischt und bilden den neuen Nachzugstapel. Nun geht das Spiel normal weiter, bis ein Spieler die Spielendekarte zieht. Dann ist Oh Pharao! sofort beendet und es werden noch alle Pyramiden, die aus drei oder mehr Stufen bestehen, gewertet. Wer nun die meisten Punkte hat, ist der größte Baumeister (bis zum nächsten Spiel).

Fazit: Oh Pharao! ist ein lockeres, solides Legespiel für die Familie. Die Regeln sind einfach und logisch und so kann ein unbeschwertes Spiel seinen Gang nehmen. Lediglich das Vorrücken des Aufsehers sorgt manchmal für etwas Verwirrung: Man vergisst es ziemlich schnell. Irgendwie ist dieses Element nicht so im Spielablauf integriert, dass man automatisch daran denkt. Zumindest bei uns tritt dieses Problem häufiger auf, vor allem wenn man Oh Pharao! schon länger nicht mehr gespielt hat.

Dennoch ist Oh Pharao! als unterhaltsames Spiel für die Familie oder auch als Einstieg in den Spieleabend eine Empfehlung wert.

Nur Peanuts!
Zockerspiel von Heinz Meister, Goldsieber, ca. 40,- DM
2-6 Pers., ab 8 J., 30-40 Min.