Spielekritiken   Spieleauszeichnungen   Spielecharts   Berichte
A-F

G-N

O-Z





 




Plem Plem



Spielspaß

5

Material

2

Spielregel

4

Kommunikation

6

Schnelligkeit

5

Glück

3
Man nehme ein paar bekannte Partyspiele, mische ein Spielbrett und ein paar Regeln drumherum dazu und fertig ist das "lustigste Spiel der Welt". So bezeichnet zumindest der Verlag dieses Blödel-Party-Spiel. Ob es diesem Anspruch gerecht wird, musste sich also folglich erst einmal erweisen.

Spielanleitung


Ziel des Spieles ist es, keine Blackout-Chips zu kassieren. Diese erhält man, wenn einem Fehler beim Blödeln unterlaufen.

Die Partygäste setzen sich um einen Tisch, auf den der Spielplan ausgebreitet wird. Jeder erhält eine Sichtblende, wie wir sie schon aus Spielen wie z.B. Inkognito kennen. Nur funktioniert diese anders herum: Es soll nichts vor den Mitspielern verborgen werden, sondern der Spieler darf seine eigenen Chips (und damit den eigentlichen Spielstand) nicht sehen. Zu Beginn erhält jeder schon einmal einen Blackout-Chip und zwei Spleenis(ebenfalls Chips). Diese werden sogleich so hinter die Sichtblende gelegt, dass der Spieler sie selber nicht sehen kann, aber die Mitspieler.
Nun muß sich noch jeder einen Doppel-Namen ausdenken, der ab sofort den eigenen Namen ersetzt (z.B. Herr von Sausemaus). Wer im Laufe des Spieles den richtigen Namen eines Spielers nennt statt den Fantasienamen bekommt Blackout-Chip. Und natürlich hagelt es auch mit diesen Chips, wenn man sich die neuen Namen nicht merken kann.

In der Mitte des Spielplanes steht genau ein Plemmi (gelbe Pöppel) weniger als Partgäste am Spiel teilnehmen. Und außen wird der Partylöwe (orangener Plemmi) von den Partygästen mit Hilfe eines Würfels gezogen. Dabei kommt er auf Felder, die Aktionen auslösen. Die wichtigste Aktion geschieht auf dem gelben Feld. Sobald klar ist, dass der Löwe hier landet, müssen sich alle Spieler einen Plemmi schnappen. Einer geht dabei leer aus und kassiert einen Blackout-Chip. Hektisch ist das v.a. dann, wenn ein Spieler die 1-6 würfelt und es in seinem Ermessen liegt, wie weit er zieht.
Die anderen Aktionen kennt man von jedem Kindergeburtstag:
Auf dem grünen Quasselfeld wird entweder ein Zungenbrecher aufgesagt, der von jedem wiederholt werden muß, oder einer fängt eine Geschichte an, der nächste muß den Anfang wiederholen und was dazudichten, der nächste wieder usw. oder es werden der Reihe um gezählt und jede Zahl, die beispielsweise 3 enthält oder durch drei teilbar ist, wird durch "Plem!" ersetzt ("1, 2, Plem!, 4, 5, Plem!, 7, 8, Plem!, 10, 11, Plem!, Plem!, 14, ...").
Auf dem blauen Fragefeld fragen die Spieler sich reihum, wie viele Blckout-Chips oder Spleenis sie haben. Dabei erhalten sie Spleenis oder bei Fehlern Blackout-Chips. Auf dem roten Konzertfeld sagt der aktive Spieler "Konzert" und nennt danach ein beliebiges Instrument. Nun müssen alle Spieler das Instrument pantomimisch nachmachen, bis der Spieler das nächste Mal "Konzert" und das nächste Instrument sagt. Irgendwann sagt er "Konzert Plemmi", dann muß sich jeder einen Plemmi schnappen. Wer hier schläft, oder das falsche Instrument nachmacht, kassiert einen Blackout-Chip.
Auf den orangenen Tu- und Nixfeldern wird eine Tu- oder Nix-Karte aufgedeckt. Da steht dann z.B. drauf, dass , solange diese Karte liegt, keiner das Wort "ich" sagen darf. Diese liegt solange, bis die nächste Nix-Karte aufgedeckt wird.
Wer als erster 8 Blackout-Chips gesammelt hat, verliert und beendet das Spiel. Wer am wenigsten Blackout-Chips gesammelt hat, darf sich als "Weltbester Blödler" bezeichnen.

Fazit:
PlemPlem ist in meinen Augen nicht sonderlich originell, da hier nur altbekannte Partyspiele aneinandergereiht werden. Das ganze in einen gesamten Spielablauf zu packen, ist eigentlich das einzig "Neue" an PlemPlem, wobei ich nicht beschwören könnte, ob's das nicht schon einmal gab. Trotzdem kann ich mir sehr gut vorstellen, dass die einen oder anderen Eltern gerne für den nächsten Kindergeburtstag auf dieses Spiel zurückgreifen, wird doch der "Moderator" für ein Weilchen entlastet.
Aber zu anderen Gelegenheiten als zu einer Geburtstagsparty für Kinder wird das Spiel wohl kaum einer aus dem Schrank holen, weil die Anzahl der Mitspieler auch den Reiz steigert. Zu viert empfand ich es jedenfalls als zu öde, und das "lustigste Spiel der Welt" war es in unserer Runde (2 Erwachsene und zwei Kids,12 und 13 J. ) auf keinen Fall.

Plem Plem
Partyspiel von Wolfgang Kramer, Schmidt-Spiele, UVP 29,95 DM
3-7 Pers., ab 8 J., 45 Min.

Plem Plem
Knallig-bunt, die Blödel-Party!

Plem Plem
Rote Black-Out-Chips und grüne Spleenis.

Plem Plem
Achtung! Der Partylöwe kratzt die Kurve!
 
 
Impressum   Haftung   Links