Spielanleitung
Pueblo bezeichnet ein süd- bzw. mittelamerikanisches Dorf und genau ein solches sollen wir im gleichnamigen Spiel bauen. Die Baufläche besteht aus 8 x 8 Feldern und wird von einer Laufleiste umschlossen. Jeder Baumeister (=Spieler) hat sowohl neutrale Bausteine als auch Bausteine seiner Farbe zur Verfügung. Beim Bau muss er diese abwechselnd verbauen. Dabei sollte ein Spieler darauf achten, dass das Pueblo von aussen möglichst wenig von seiner Farbe zeigt. Nachdem ein Spieler nämlich einen Baustein gesetzt hat, zieht er den Häuptling auf der Laufleiste um bis zu 4 Felder vorwärts. Hier dreht sich der Häuptling um 90 Grad. Was er nun an farbigen Flächen (von jeder Seite eines Bausteins sieht man drei Flächen, die es durch geschicktes Setzen sowohl des Steins selber als auch der neutralen Steine zu verstecken gilt) direkt vor ihm erkennt, missfällt ihm, und für jeden Teil eines farbigen Bausteins, den er sieht, gibt es Minuspunkte, die auf einer separaten Leiste gezogen werden. In der untersten Ebene handelt sich der Erbauer eines sichtbaren, farbigen Teils einen Minuspunkt, in der zweiten Ebene zwei, in der dritten drei usw.
Landet der Häuptling auf einem Eckfeld, so schaut er sich das Viertel, an dessen Ecke er steht, von oben an: Pro sichtbare, farbige Fläche gibt es einen Minuspunkt für den Erbauer.
Sind alle Bauteile verbaut, zieht der Häuptling noch einmal um das gesamte Pueblo, wobei er jedes Feld überprüft. Wer danach am wenigsten Strafpunkte hat, ist der Meister der Baumeister.
Nun kann man natürlich umgekehrt dieselbe Prozedur beim Abbau verfolgen und erst danach den Sieger küren, um das Spiel zu verlängern.
Fazit: Was Pueblo so interessant macht, ist die Form der Steine. Diese passen nämlich haargenau ineinander, wie ein dreidimensionales Puzzle, aber meistens nicht so, wie sie sollen. Dadurch wird es ganz schön schwierig, seine farbigen Bauteile zu verstecken. Oft muss man an der einen Stelle Opfer bringen, sprich ein farbiges Teil an den Rand oder sichtbar nach oben bauen, um an anderer Stelle Strafpunkte zu umgehen. Und der Häuptling ist unerbittlich!
So ist Pueblo ein Spiel für Taktiker und Tüftler. Wer räumliches Vorstellungsvermögen hat, liegt im Vorteil. Wer rechtzeitig die Zeichen der Zeit erkennt, und ein Teil ungünstig legt, um nachher bei einem anderen Teil Strafpunkte zu verhindern, wird auch nicht schlecht abschneiden.
Pueblo dagegen wird dann schlecht abschneiden, wenn man mit übervorsichtigen Baumeistern spielt, die sich jeden Zug aus jeder Perspektive dreimal überlegen. Leider bietet sich dies bei Pueblo, das übrigens bei jeder Spielerzahl gut funktioniert, an.
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 Bauspiel für Tüftler von M. Kiesling und W. Kramer, Ravensburger, ca. EUR 30,- 2-4 Pers., ab 10 J., ca. 45-60 Min.
 Diese Steine gilt es zu verbauen.
 Die Strafleiste.
 Jeder versucht, nach aussen hin abzuschirmen.
 Wenn der Häuptling hier stehen bleibt, ...
 ... bekommt Rot einen und Blau zwei Strafpunkte.
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