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Die Pyramiden des Jaguar



Spielspaß

5

Material

5

Spielregel

4

Taktik

5

Schadenfreude

4

Glück

1
Neuauflagen schon erschienener Spiele stehen meist höheren Anforderungen als neue Spiele gegenüber. Schließlich sollte man das Original in irgendetwas übertreffen. Und war das Original schon ziemlich beliebt, wie das bei Pacal, dem Vorgänger von Die Pyramiden des Jaguar, der Fall war, so liegt die Latte natürlich noch etwas höher.

Spielanleitung


Die Pyramiden des Jaguar besteht aus einem Spielplan, 40 Spielkarten mit den Werten 1 bis 40, 10 Jaguarsteinen und für jeden der beiden Spieler einer Spielfigur. Auf dem Spielplan findet sich für jeden Spieler eine Pyramide, auf der er im Spiel Karten ablegt, in der ersten Reihe vier, in der zweiten drei, in der dritten zwei und in der obersten eine.
Zwischen den beiden Pyramiden finden wir auch einen Dschungelpfad, auf dessen Startfeld die beiden Spielfiguren gestellt werden.
Die 40 Karten werden gemischt und 15 an jeden ausgeteilt. Die restlichen 10 Karten bilden einen verdeckten Stapel. Jeder Spieler nimmt seine Karten alle auf die Hand (für Kinder mag hier ein Kartenhalter tatsächlich Sinn machen).

Der Startspieler wählt zwei Karten aus seiner Hand und legt sie offen aus. Sein Gegenspieler wählt nun eine der beiden Karten und legt sie auf ein freies Feld seiner Pyramide. Mit der übriggebliebenen Karte verfährt der Startspieler genauso.
Nun ist der Gegenspieler an der Reihe. Und so geht es abwechselnd weiter.

Beim Legen sind folgende Regeln zu berücksichtigen:
1. Die Karten einer Pyramide müssen von links nach rechts bzw. unten nach oben aufsteigend gelegt werden.
2. Ist für eine Karte kein passendes Feld mehr frei, so muß der Spieler die Karte auf ein schon besetztes Feld legen, um somit die aufsteigende Reihenfolge seiner Karten zu gewährleisten. Auf die Karte wird ein Jaguarstein gelegt: Auf sie darf keine weitere Karte gelegt werden.
3. Muß ein Spieler einen Jaguarstein legen, so darf der Gegenspieler seine Spielfigur um ein Feld auf dem Dschungelpfad ziehen. Dabei kann er auf Feldern landen, die es ihm ermöglichen, einen eigenen, schon gelegten Jaguarstein zu entfernen (und somit die darunterliegende Karte wieder für eine weitere Karte freizuhalten), eine eigene, schon gelegte Karte zu entfernen, eine gegnerische, schon gelegte Karte zu entfernen oder eine Karte aus der gegnerischen Hand zu ziehen.

Die Spielrunde ist zu Ende, wenn
a) ein Spieler ein Karte auf eine schon mit einem Jaguarstein versehenen Karte legen müsste. Dieser Spieler hat dann verloren. Oder
b) ein Spieler alle Felder seiner Pyramide besetzt und damit gewonnen hat. Oder
c) Ein Spieler keine zwei Karten mehr auf der Hand hat. In diesem Fall gewinnt derjenige, der weniger freie Felder auf seiner Pyramide hat.

Der Gewinner darf nun seine Spielfigur um 5 Felder auf dem Dschungelpfad ziehen. Dann wird für die Dschungelprobe die oberste Karte vom verdeckten Stapel gezogenen: Ist der Wert der Karte niedriger als die Zahl neben dem Dschungelfeld, auf dem die vordere Spielfigur steht, so endet das Spiel sofort, und der vordere Spieler hat gewonnen. Andernfalls wird eine weitere Runde gespielt.

Fazit:
Die Pyramiden des Jaguar ist ein Spiel für Strategen. Hier entscheidet die Taktik und Berechnungen das Spiel. Glückselemente sind nahezu ausgeschaltet. Einzig, dass man nicht weiß, welche Karten übriggeblieben sind, also welche Karten der Gegner hat, sorgt für etwas Risiko.

Vor allem zu Beginn steckt man immer in der Zwickmühle, welche Karten man legen soll, da sich noch gar nicht ausmachen lässt, wo man den Gegner schwächen könnte. Und auch wenn man eine Karte und einen passenden Pyramidenplatz wählen muss, geschieht das anfangs ziemlich willkürlich. Liegen aber später im Spiel mehr Karten auf den Pyramiden, so kann man seinem Gegner schön fiese Karten zur Auswahl hinlegen.

Das Thema an sich wirkt auf mich etwas aufgesetzt, vor allem wenn man die Einleitung der Spielregel liest. Nichtsdestotrotz sind Illustrationen und Gestaltung sehr gelungen.

Und der Vergleich zu Pacal? In meinen Augen hält Die Pyramiden des Jaguar diesem gut stand, bleibt doch dem Pacal-Fan auch die Möglichkeit, die Zusatzregeln einfach wegzulassen. Aber zumindest ausprobieren sollte man sie. Bis auf die meiner Meinung nach ziemlich überflüssige Dschungelprobe, die man auch nicht spielen muss, ist Die Pyramiden des Jaguar nämlich sehr gelungen.

Die Pyramiden des Jaguar

Zweierspiel

von Günter Burkhardt, Kosmos, ca. EUR 15,-
2 Pers., ab 10 J., ca. 30-40 Min.

Die Pyramiden des Jaguar
Jeder baut seine eigene Pyramide.

Die Pyramiden des Jaguar
Der Dschungelpfad birgt das eine oder andere "Schmankerl" für die Spieler.

Die Pyramiden des Jaguar
Ganz allmählich wird's eng.

Die Pyramiden des Jaguar
Hierauf darf keine Karte mehr gelegt werden.

Die Pyramiden des Jaguar
Unerschrocken wagen sich die Forscher in den Dschungel!
 
 
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