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Die Schatzinsel



Spielspaß

5

Material

5

Spielregel

5

Taktik

4

Glück

3

Spannung

4
Schön, wenn man eine Schatzkarte hat. Schön, wenn man auch die passende Insel gefunden hat. Dummerweise hat aber irgendeiner die Schatzkarte in 25 Teile zerstückelt, und jetzt besitze ich nur ein paar davon. Und andere, die auch hinter den Schätzen her sind, können sich genauso glücklich schätzen. Außerdem liegen da auch noch einige Teile der Karte im Sand. Nehme ich mir jetzt die Zeit, mir da welche zu holen, oder versuche ich, mit meinen möglichst weit zu kommen...

Die Schatzinsel


Eins von 25 Schatzkartenteilen wird blind gezogen und auf ein beliebiges Feld des Spielplans gelegt. An zwei Seiten des Teils sind Zahlen, die auf die Aussparungen am Rand des Spielplans zeigen und bestimmen, welche Zahlenchips in diese gelegt werden. Die anderen Aussparungen werden nun so aufgefüllt, dass an den Seiten Zahlenreihen wie z.B. 2,3,4,5,1 oder 4,5,1,2,3 entstehen. Somit haben wir immer wieder ein anderes Koordinatensystem und folglich eine andere Insel.

Jeder Spieler erhält je nach Spieleranzahl 2 bis 5 Teile der Schatzkarte, 2 bis 4 Schatzkisten und eine Wache (schwarzer Pöppel). All das hält er hinter seiner Sichtsperre vor den anderen verborgen, die restlichen Kartenteile und 1 bis 3 freie Wachen liegen neben dem Spielplan.

Nach John Silvers Regel darf ein Spieler, wenn er an der Reihe ist, eine der folgenden 5 Aktionen machen:

- ein freies Kartenteil aufnehmen
- eine freie Wache aufnehmen
- eigene Kartenteile auf den Spielplan legen
- eigene Schätze auslegen
- eigene Wachen aufstellen

Bei den ersten zwei Aktionen legt der Spieler einfach ein Kartenteil oder eine Wache von der Auslage neben dem Spielplan hinter seinen Sichtschutz. Dafür gibt es keine Punkte.

Punkte gibt es, wenn man eigene Kartenteile auf den Spielplan legt. Beim Ablegen der Karten müssen die Zahlen an den Seiten den Koordinaten am Spielfeldrand entsprechen, daher hat jede Karte ihren festen Platz. Die Karte wird sofort gewertet. Falls sie isoliert liegt, werden die freien Felder waagrecht und senkrecht neben der Karte gezählt und als Punkte gewertet. Die Punkte werden sofort auf der Leiste am Spielplanrand gezogen. Liegt die Karte nicht isoliert, so werden alle waagrecht und senkrecht (ohne Lücke) danebenliegenden Karten gezählt und auf der Leiste gezogen.
Will man weitere Karten legen, so müssen diese die davor gelegte an einer Seite berühren. Nach dem Legen jeder einzelnen Karte wird diese sofort gewertet.

Ebenso wird nach dem Heben jedes einzelnen Schatzes gewertet. Eine Schatzkiste wird gehoben, indem eine eigene Schatzkiste auf ein bereits auf dem Spielplan liegendes Kartenteil mit einem Kreuz gelegt wird. Nun erhält der Spieler so viele Punkte, wie Schatzkisten bereits auf dem Plan liegen.

Wachen können nur zu schon gehobenen Schätzen gelegt werden. Für eine Wache erhält man die Anzahl aller bislang gelegten Wachen und Schatzkisten in Punkten.

Das Spiel endet, wenn ein Spieler keine Kartenteile, Schatzkisten oder Wachen mehr besitzt und auch nichts mehr gezogen werden kann. Dieser Spieler erhält noch 7 Bonuspunkte, und wer nun seinen Zugstein auf der Leiste am weitesten ziehen konnte, darf sich ab sofort (bis zum nächsten Spiel) John Silver nennen.

Spielt man nach Jim Hawkins Regel, so gibt es mehr freie Wachen und man darf alle Aktionen in seinem Zug machen. Diese Regel kommt bei uns aber kaum zum Einsatz.

Ob man Die Schatzinsel zu zweit, zu dritt oder zu viert spielt, der Spielreiz ist immer sehr hoch. Zu zweit ist das Spiel taktischer als zu dritt oder zu viert, aber bei allen Spieleranzahlen ist es überraschend, was in den relativ einfachen Spielregeln steckt. Da wird abgewartet, gerechnet, spekuliert, was der Gegner legt, um im richtigen Moment zuzuschlagen und Punkte abzuräumen. Gerade im Spiel zu zweit kann man auf die 7 Bonuspunkte spekulieren, wenn man das letzte Kärtchen mit Kreuz bis zum Schluss aufhebt, falls der Gegner noch eine Schatzkiste hat, die er nur darauf legen kann. Spätestens beim zweiten Spiel weiß aber dieser Gegner das auch, und, darauf kann man vertrauen, ohne Revanche wird man kaum entlassen werden.

Aber, wie gesagt, auch für 3 oder 4 Spieler ist die Schatzinsel wunderbar geeignet und kann als Familienspiel bedenkenlos empfohlen werden.

Das Spielmaterial ist im großen und ganzen gelungen. Die Sichtschirme passen zum Thema und die Schatzinsel, die im Laufe des Spiels zum Vorschein kommt, gefällt mir auch ganz gut. Obwohl die Schachtel im gleichen, rauchigen Stil gestaltet ist, wirkt das aussen drauf aber eher billig.

Die Schatzinsel

Legespiel

von Peter Lewe, W&L Spielspass
2-4 Pers., ab 10 J., ca. 30 Min.

Die Schatzinsel
Eine zufällig gewählte Karte bestimmt das Koordinatensystem.

Die Schatzinsel
Alle Karten haben an zwei Seiten Koordinatenangaben.

Die Schatzinsel
Lobenswert: Zusammenfassung der Spielregel in der Innenseite der Sichtsperre.

Die Schatzinsel
die Koordinaten-Chips

Die Schatzinsel
Bis zum Ende entsteht...

Die Schatzinsel
...eine schöne Schatzinsel.

Die Schatzinsel
 
 
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