Welches Spiel könnte besser in letztes Jahr passen als Shark?
Denn bei Shark geht es um Aktien kaufen und rechtzeitig verkaufen. Welche Aktien versprechen mir den größten Gewinn und wann verkaufe ich sie wieder, damit sie mich nicht in den Ruin reissen?
Spielanleitung
Es gibt 4 Firmen (gelb, blau, grün und rot), von denen jeweils ein Kursanzeiger, 50 Aktien und 18 Häuser in der Schachtel zu finden sind. Zudem gibt es zwei Würfel, einen mit den Zahlen 1 bis 4 und zweimal dem Shark-Symbol, die für die 5 Baugebiete auf dem Spielplan stehen, und einen Würfel mit Häusern in den Farben der Firmen und in weiss und schwarz.
Der Spielplan teilt sich in drei Bereiche auf:
Die eigentliche Spielfläche teilt sich in 5 Baugebiete auf (Baugebiet 1, 2, 3, 4 und Shark), die aneinander grenzen.
Auf der Werteskala werden die Kurse der verschiedenen Aktien angezeigt.
Auf der Ablagefläche für Aktien liegen diese nach Firmen und Werten (1 und 5) sortiert.
Für das Spielgeld sind in der Schachtel Fächer vorgesehen, die Häuser in den 4 Farben werden neben den Spielplan gelegt.
Zu Beginn erhält jeder Spieler eine Aktie einer Firma seiner Wahl. Und dann geht es reihum:
Wer an der Reihe ist, darf als erste Aktion und als letzte Aktion bis zu insgesamt 5 Aktien kaufen und beliebig viele verkaufen.
Hat der Spieler Aktien gekauft oder darauf verzichtet, würfelt er mit beiden Würfeln: Der eine Würfel bestimmt das Baugebiet, in dem der Spieler ein Haus in der Farbe des zweiten Würfels baut. Zeigt der zweite Würfel schwarz oder weiß an, so darf der Spieler ein Haus seiner Wahl in das Baugebiet setzen. Das Haus darf dabei kein Haus einer anderen Farbe berühren. Berührt es auch kein Haus derselben Farbe, ändert sich nichts an der Werteskala, falls schon andere Häuser derselben Farbe irgendwo auf dem Spielfeld stehen. Ist das nicht der Fall, so wird der Wert der entsprechenden Firma auf 1000 Euro gesetzt.
Setzt der Spieler das Haus an eines oder mehrere Häuser derselben Farbe (auch grenzübergreifend zwischen den Baugebieten), so gibt es eine Wertsteigerung. Alle Häuser dieser Farbe, die nicht isoliert, also allein stehen, werden gezählt und ergeben den Wert der Aktie. Pro Aktie dieser Farbe in seinem Besitz erhält jeder Spieler die Differenz zum vorherigen Wert als Dividende ausgezahlt.
Der Spieler, der das Haus gesetzt hat, erhält bei Wertsteigerung zusätzlich den neuen Wert der Aktie ausgezahlt. Hat er keine Wertsteigerung verursacht, so erhält er in jedem Fall 1000 Euro.
Natürlich kann es auch zum Werteverlust einer Firma kommen:
Ein Spieler darf ein Haus so setzen, dass es Häuser der eigenen Farbe und fremde Häuser berührt, wenn die eigene Farbe inklusiv dem neu gesetzten Haus in der Mehrheit ist. Dann wird die Häuserzeile der anderen Farbe verdrängt und komplett vom Plan genommen. Nachdem die Wertesteigerung der gesetzten Farbe berechnet und die Dividenden ausgezahlt wurden, wird der Kursverlust der anderen Aktie berechnet und jeder Spieler muß pro Aktie dieser Farbe den Kursverlust in die Bank zahlen. Hat er dafür nicht genügend Geld, so muß er Aktien an die Bank verkaufen, erhält dafür aber nur den halben Wert.
Das Spiel endet, sobald eine Firma den obersten Aktienwert von 15000 Euro auf der Werteskala erreicht hat, wenn alle Aktien verkauft sind oder wenn alle Häuser einer Firma verbaut sind. Dann zählt jeder sein Geld und seine Aktien entsprechend ihrem Wert. Wer am meisten Geld gemacht hat, hat wahrscheinlich ziemlich skrupellos gehandelt, ist damit aber gut gefahren und hat gewonnen.
Die Variante, in der neutrale Tophäuser isoliert eingesetzt werden können, wenn schwarz oder weiß gewürfelt wird, um den Wert der höchsten Aktie ausbezahlt zu bekommen, haben wir zwar gespielt, aber diese Option wurde nie genutzt. Man hatte einfach immer wichtigeres zu tun.
Die 7 Häuser-Variante, die in einer früheren Veröffentlichung von Shark vorgeschlagen wurde, eröffnet neue Möglichkeiten. Ein Häuserblock kann maximal 7000 Euro Wert ausmachen. Verbindet man also eine 3er und eine 6er Häuserzeile derselben Farbe, so sinkt der Aktienwert für diese Häuser von 9000 auf 7000 Euro.
Ein passenderes Motiv könnten die Ravensburger für Shark kaum wählen: Der fiese Hai im Anzug, in den Fingern die Zigarre, lässt ein fieses, skrupelloses Spiel vermuten. Und diese Erwartung wird auch nicht enttäuscht. Dabei können die besten Spekulanten die großen Verlierer sein, wenn ihnen das Würfelglück nicht hold ist und wenn sich die anderen Spieler womöglich verbünden. Meist bilden sich im Laufe des Spiels zwei bis drei Firmen heraus, die um die Vorherrschaft auf dem Markt kämpfen. Wer gekonnt mit deren Aktien jongliert, kann das große Geld machen.
Wer Shark spielt, sollte verlieren können, mehr noch als bei anderen Wirtschaftsspielen. Denn bei Shark können wir "auf Einzelschicksale keine Rücksicht nehmen".
Shark hat mich bislang beim Spiel zu zweit, dritt und fünft überzeugt. Während es zu zweit anfangs mehr eine Geldscheffelei ist, man sich aber später verbissen bekämpft, kann es aufgrund der vielen unterschiedlichen Interessen beim Spiel zu fünft schon ziemlich schnell zu Auseinandersetzungen kommen.
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 Wirtschaftsspiel von Jean Vanaise, Ravensburger, ca. EUR 25,- 2-6 Pers., ab 10 J., ca. 45-60 Min.
 Die eigentliche Spielfläche ...
 ... ist in 5 Bezirke aufgeteilt, ...
 ... wobei der mittlere am häufigsten gewürfelt wird.
 Das sind die Aktien wert.
 der Aktienvorrat
 ein grünes Gebäude in den Shark-Bezirk

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