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Spielwarenmesse
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Spielwiesn
München
2002


Spielmesse
Schweiz
2002


Spielwarenmesse
Nürnberg
2002






 




Spielmesse Schweiz 2002



Vergangenes Wochenende war die Schweizer Spielmesse in St. Gallen. Zeitgleich war in Ravensburg das Spielefest "Ravensburg spielt". Beides ist in unserer Nähe. Da eine Messe aufgrund etwaiger Neuheiten interessanter sein dürfte, liessen wir, Dirk und ich, diesmal Ravensburg sausen und fuhren das erste Mal zur Schweizer Spielmesse. Wer nun erwartet, etwas über Neuheiten zu erfahren, wird enttäuscht werden. Neuheiten bzw. Prototypen derselben suchten wir vergebens. Die Schweizer Spielmesse entpuppte sich in erster Linie als Verkaufsveranstaltung. Die Schweizer Vertriebe boten Spiele v.a. deutscher Verlage zu meist horrenden Preisen an. So war also nicht mal was mit Shopping.

Also vertrieben wir uns die Zeit mit Spielen (ist doch auch was!). Vormittags fanden wir dann auch beim Stand des Spiel des Jahres Platz, um Blokus und Dvonn zu spielen. Blokus hatte ich noch nie gespielt, und Dvonn kannten wir beide bislang nur vom Hören-Sagen-Lesen. Dvonn kam sehr gut bei uns an, Blokus jedoch begeisterte mich total (habe übrigens alle Spiele verloren :-(( ).

Weiter gings an den Stand von Kidult Games: Dicerun und Diceland waren dann auch der Höhepunkt der Messe, zumindest in unseren Augen. Eine nette Italienerin erklärte uns in gebrochenem Deutsch, wie die Spiele funktionieren, und wir legten sofort los (bei Diceland auch gleich mit Variante). Toll, was man mit Würfeln alles machen kann!

So, nun meldete sich der Hunger und der Durst. Da wir keinen Rucksack dabei hatten, hatten wir ja nicht einmal was zum Trinken mitgenommen, was wir jetzt bereuen sollten. Geschockt standen wir am nächstbesten Imbiss-Stand: Eine Bratwurst für 6 Franken (sind in etwa 4,30 Euro) und ein Dosenbier für 5 Franken. Das kann doch nicht sein! Also weiter zu den anderen Essensausgaben, aber die Hoffnung verwandelte sich bald in von Magenknurren begleitete Verzweiflung. Also, um das beste Preis-Leistungs-Verhältnis zu nutzen, gab es für jeden eine Bratwurst mit Pommes und ein Dosenbier für zusammen 31 Franken. Die Dame war auch des Kopfrechnens nicht wirklich mächtig, wollte sie uns doch tatsächlich 35 Euro abnehmen (was denken wir denn auch, dass man auf einer Schweizer Messe mit Euro zahlen kann?). Schliesslich konnten wir korrekte 20 Euro plus 3 Franken zahlen und überlegten uns anschliessend, wie wir daheim dafür hätten speisen können. Mit echtem Geschirr und Besteck und Gläsern, nicht mit Papptellern, Plastikbesteck, Plastikbecher und Dosenbier.

Nach einem kurzen Abstecher auf die relativ kleine Comic-Ausstellung ging es wieder zurück zu den Spielen. Einem kurzen Gang durch die Ausstellung "In 80 Spielen um die Welt" folgte ein kurzer Besuch beim Heidelberger Spieleverlag und bei Queen-Games, deren Dschunke allerdings nur beim Spiel des Jahres-Stand angeschaut werden konnte. Dort war es mittlerweile so voll, daß wir kein Spiel spielen konnten. So liessen wir uns noch die Kinderspiele des Jahres erklären, und spazierten dann durch die Stände der verschiedenen Ludotheken und Kleinverlage. Hier waren zumeist irgendwelche Turniere (beispielsweise Carrom, Rumis) am laufen, an denen wir uns aber nicht beteiligen wollten.

So verliessen wir die Messe früher (und ärmer) als erwartet. Leider wurde so gut wie keine unserer Erwartungen erfüllt, so daß wir wohl nächstes Jahr "Ravensburg Spielt" der Schweizer Spielmesse vorziehen werden. Dort kann man überall in Hülle und Fülle spielen, zu humanen Preisen speisen und viele Menschen treffen.
 
 
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