Götterbestechung war bei den Wikingern groß angesagt. Aber bei so vielen Göttern stellte sich natürlich die Frage, auf wessen Gunst man angewiesen war und welche Götter man mit etwas weniger oder gar keinen Opfergaben verärgern konnte.
Spielanleitung
Um fünf Gottheiten wird im Grundspiel gebuhlt. Zu jeder Gottheit gibt es fünf Götterkarten, die jeweils einen Stapel bilden. Diese fünf Kartenstapel werden nebeneinander gelegt.
Außerdem gibt es zu jeder Gottheit sechs Opferkarten in den Werten 0 bis 5. Alle Opferkarten werden gemischt, je nach Spieleranzahl werden null bis 3 Opferkarten verdeckt beiseite gelegt und der Rest wird an die Spieler verteilt.
Wer an der Reihe ist, legt eine seiner Opferkarten an den farblich passenden Götterkartenstapel an. Sollte dort schon eine oder mehrere Opferkarten liegen, so wird die Karte so auf diese gelegt, dass man die Werte der zuvor gelegten Karten noch erkennen kann.
Nun zieht der Spieler eine Götterkarte von einem beliebigen Stapel und beendet damit seinen Zug. Er muss also nicht eine Karte von dem Stapel ziehen, an den er die Opferkarte gelegt hat.
Reihum wird solange gespielt, bis vor einer Gottheit die sechste Opferkarte abgelegt wurde.
Die zuletzt angelegte Opferkarte einer Gottheit gibt nun den Wert der entsprechenden Götterkarten an. Jeder Spieler zählt die Werte seiner im Spiel gezogenen Götterkarten zusammen und wer am meisten hat, gewinnt.
Fazit:
Thor ist ein schön gestaltetes Kartenspiel in einer edlen Schachtel, das sowohl schlaues Bluffen als auch berechnendes Timing von seinen Spielern fordert. Und eine gewisse Portion Glück gehört natürlich auch dazu, in der Gunst der Götter ganz oben zu stehen.
Gerade wenn bei ein oder zwei Gottheiten schon fünf Opferkarten liegen, also eine weitere das Spiel beenden würde, ist die Spannung sehr groß. Wurden zu Beginn Opferkarten verdeckt aussortiert, trägt das natürlich auch zur Spannung und oft auch zu Schadenfreude bei:
Beispielsweise hält man bei einer Gottheit, von der man viele Götterkarten gezogen hat, eine Karte mit einem hohen Wert zurück, weil die Null-Karte noch nicht gelegt wurde. So hat man Angst, dass man seine hohe Karte legt und dann ein netter Mitspieler den Wert der Gottheit auf Null reduziert, indem er danach diese Null-Karte ausspielt. Sollte die sich aber unter den aussortierten Karten befinden, erfährt man dies erst nach dem Spiel.
Im großen Spiel kommt noch eine sechste Gottheit hinzu, in der Variante Thors Wille wird außerdem mit 14 Aktionskarten gespielt, die man anstelle einer Götterkarte ziehen und anstelle einer Opferkarte ausspielen darf.
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 Kartenspiel von Reiner Knizia (ehemaliges Flinke Pinke), Heidelberger Spieleverlag, ca. EUR 8,- 2-6 Pers., ab 10 J., ca. 15 Min.

 Die Gottheiten warten auf ihre Gaben.
 Wer was gibt, darf sich was nehmen.
 Gelb hat sechs Karten und damt ist Schluß.
 Durch die edle Verpackung eignet sich Thor wie auch die anderen Spiele dieser Reihe (Korsar und Delphi) hervorragend als Geschenk.
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