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Totonka



Spielspaß

4

Material

6

Spielregel

4

Glück

5

Planung

3

Ärgern

4
Indianer können reiten, jagen, Fährten lesen und mit Pfeil und Bogen schießen. Und da noch kein Meister vom Himmel gefallen ist, sind bereits die Kleinsten eifrig dabei, all das fleißig zu üben. Heute steht das Anschleichen auf dem Stundenplan. Schauplatz ist der heimische Lagerplatz, der ideale Voraussetzungen bietet. Hinter den Zelten, Sträuchern und Steinen können die kleinen Indianer prima Deckung suchen und sich leise von hinten an die Spielkameraden heranpirschen. Ziel ist es, den Freunden eine Feder abzuluchsen und nach Hause ins eigene Tipi zu tragen. Wer zuerst 2 Federn erobert und in Sicherheit gebracht hat, ist Sieger dieses kleinen Wettstreites und wird zur Belohnung mit einer prächtigen Kriegsbemalung verschönert.

Spielanleitung


Los geht es vor dem Zelt der eigenen Farbe. Auf den Spielfiguren ist Platz für 2 Federn, eine schmückt bereits jeden Indianerkopf. Wer an der Reihe ist, würfelt mit dem Spezialwürfel und bewegt sich entsprechend weit auf den Spielfeldern voran. Dabei dürfen die Indianer immer nur in Sichtrichtung, also Nase voran, gezogen werden.
Lediglich, wenn das Sonderzeichen Richtungswechsel gewürfelt wird, macht die Figur an Ort und Stelle eine Kehrtwendung. Gelingt es einem Indianer direkt hinter einem anderen zum Stehen zu kommen, stibitzt er dessen Feder und steckt sie sich selbst an. Im folgenden Zug geht es schnell in entgegengesetzter Richtung davon ins heimische Tipi. Erst dort ist die erbeutete Feder sicher, denn unterwegs lauern die anderen Indianer, die einem die Beute wieder streitig machen wollen.

In einer Variante für ältere Kinder kommt eine weitere Regel zum Einsatz. Hier dürfen sich 2 Indianer nie von Angesicht zu Angesicht gegenüberstehen. Da Würfelaugen mit Ausnahme des erfolgreichen Anschleichens von Hinten immer komplett genutzt werden müssen, kann es in diesem Fall vorkommen, daß ein Weg eingeschlagen werden muß, der dem Gegner eine prima Gelegenheit bietet, die eigene Feder zu entwenden.

Fazit:
Totonka ist ein einfaches Würfelspiel, das von den Kleinsten, erste, noch sehr einfache, taktische Überlegungen verlangt. Die Felder auf dem Spielplan sind in 11 ineinander übergehenden Kreisen angeordnet. Durch diese Wegführung kann es sehr schnell gehen, daß die Indianer vom Jäger zum Gejagten, und umgekehrt, vom Gejagten zum Jäger werden. Für die Kinder ist das ungemein spannend und sie können es kaum erwarten, wieder an der Reihe zu sein.
Einige der kleineren Mitspieler kämpften während der ersten Partien mit den Tränen, wenn ihnen die Feder entwendet wurde. Dadurch, daß es auf dem Plan aber Spezialfelder gibt, auf denen sich ein schmuckloser Indianer eine neue Kopfbedeckung besorgen kann, war das nie ein dauerhaftes Problem.
Den ganz großen Spaß bereitet Totonka nur, wenn mit der maximalen Anzahl von 4 Kindern gespielt wird. Dann geht es auf dem Spielfeld hoch her, bereits bei 3 Kindern ist zuviel Platz und zu zwei ist es schlicht und einfach langweilig.

Nicht zu mäkeln gibt es beim Material. Ein bunter, zum Anschauen einladender Plan, schöne griffige Figuren, und kleine Stoffzelte, die eigentlich gar keine Funktion im Spiel haben, die aber herrlich anzuschauen sind und Totonka einen sehr hohen Aufforderungscharakter verleihen.

Totonka
Kinderspiel von Manfred Ludwig, Selecta, ca. EUR 30,-
2-4 Pers., ab 4 J.

Totonka
Jagen und Schleichen im Indianerlager

Totonka
Noch hat Rot gut lachen.

Totonka
"Seid‘s Ihr Schoschonen?!" :o))
 
 
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