Was sind die Trolle doch für ein umständliches Völkchen. Einen Zauberkristall sollen sie aus einer Kammer im Berg holen. Den Schlüssel dazu haben sie jedoch nicht bei sich zu Hause versteckt, sondern genau auf der gegenüberliegenden Seite des Waldes. Also machen sich die guten Trolle auf den Weg durch den Wald und das ist, wie in solchen Geschichten üblich, nicht ganz so einfach. Die Schwierigkeiten verursachen diesmal die Waldpfade. Ständig verändern sie ihren Lauf und was eben noch zum Ziel führte, weist urplötzlich in die Irre.
Spielanleitung
Kreisrund ist der Spielplan. Er zeigt Wiesen, Wälder und in der Spielplanmitte den Berg, wo der Zauberkristall versteckt liegt. Jeder Troll beginnt seine Wanderung auf einem eigenen Startfeld. Ziel ist zunächst eines von 2 möglichen Schlüsselfeldern am gegenüberliegenden Spielfeldrand. Ein Würfel legt fest, wie weit ein Troll in seinem Zug über die verschlungenen Wege laufen darf. Den Clou ins Spiel bringt ein weiterer Würfel. Dieser zeigt an, bei welcher Landschaftsart der Lauf der Wege geändert werden darf. Dies geschieht mittels Scheiben, die vor Spielbeginn in den Plan integriert werden. Durch eine einfache Vierteldrehung kann man die lieben Mitspieler mal eben zu einem ordentlichen Umweg zwingen oder die eigene Figur ein schönes Stück Richtung Ziel befördern. Besonders gemein sind die Scheiben in der Mitte. Sie sind wie Zahnräder miteinander verbunden und verändert man eine Scheibe, drehen sich einige der anderen unweigerlich mit.
Hat ein Troll nach mehr oder minder großen Irrwegen den eigenen Schlüssel geholt, geht es zurück zur Spielplanmitte, wo man einen Bergkristall erhält. Von dort wandert man weiter, Richtung eigenes Startfeld. Der Spieler, der dieses als erstes erreicht, beendet Trick Track Troll als Sieger.
Fazit:
Gerade bei Kinderspielen ist es unglaublich wichtig, daß ein Spiel durch Thema, Gestaltung und Material eine Stimmung erzeugt, die zum Spielen einlädt. Das haben die Verantwortlichen von Klee mit Bravour gemeistert. Ein wirklich gelungener Spielplan, die neugierig machenden Drehscheiben, witzige Trollfiguren, denen man den Zauberkristall wie einen Rucksack auf den Rücken stecken kann - kurzum: wirklich klasse!
Ganz anders sieht es beim Spielreiz aus. Stürzen sich aufgrund der tollen Ausstattung zunächst alle neugierig ins Spielgeschehen, kommt schon bald die Ernüchterung. Egal ob man auf dem Weg zum Schlüssel, zum Bergkristall oder nach Hause ist, es wird nur gewürfelt, gezogen und gedreht. Da das Spiel darauf angelegt ist, den anderen den Weg zu erschweren (falls dies die Würfel zulassen), kann sich eine Runde Trick Track Troll von 1/2 bis zu 1 ½ Stunden hinziehen. Und dafür bietet es definitiv zu wenig Abwechslung. Auch ist es für ein Kinder- oder Familienspiel meiner Meinung nach zu destruktiv. Wenn man immer wieder den Weg verdreht bekommt und es einfach nicht voran geht Richtung Ziel, ist das, gerade für Kinder, einfach nur frustrierend. In den meisten Fällen sind bei uns 1 oder 2 Kinder noch vor Spielende ausgestiegen.
Wirklich schade, daß das gelungene Äußere durch das Spiel nicht bestätigt wird.
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 Kinderspiel von Angelika Fassauer und Peter Haluszka, Klee, ca. EUR 25,- 2-6 Pers., ab 6 J., ca. 20-30 Min.
 Der Wald, durch den die Trolle ziehen müssen.
 Drehen und laufen.
 Tolle Troll ...
 ...mit Kristallen auf den Rücken.

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