Welche Begriffe fallen Ihnen denn spontan zu Garage, Zirkus, Handtasche, Gebirge und Geburtstag ein? "Gerümpel, Clown, Autoschlüssel, Gipfelkreuz und Luftballons" Prima, das kam ja wie aus der Pistole geschossen. Aber wie sieht es aus, wenn all diese Wörter mit M anfangen müssen? Nichts leichter als das sagen Sie "Mercedes, Manege, ääääähhhhhm ..........Make-up, .......Matterhorn und ..................McDonalds" Na, haben Sie gemerkt, das ging schon wesentlich schleppender, aber mit etwas Anstrengung findet sich doch ein passender Begriff. Deshalb wollen wir den Schwierigkeitsgrad nochmals erhöhen. Ab jetzt spielen Sie gegen Konkurrenz und Sie werden merken, mit Erfolgsdruck im Nacken fällt es ihrem Hirn schon wesentlich schwerer, sinnvolle Ideen zu liefern.
Spielanleitung
Das Spiel, das ich Ihnen hier beschrieben habe heißt Viele Dinge. 30 Bilderkarten liegen in der Tischmitte. Diese zeigen Motive, zu denen Begriffe gesucht werden müssen. Dabei ist der Spielraum relativ groß. Ist z.B. ein Berg zu sehen, passen neben Zugspitze, Mount Everest und Großglockner auch Begriffe wie Gletscher, Schlitten, Abfahrt usw. Problem ist aber, wie bereits beschrieben, dass zu Beginn einer Runde eine beliebige Karte umgedreht wird. Auf deren Rückseite ist ein Buchstabe abgebildet und alle zu suchenden Wörter müssen mit diesem beginnen.
Wem ein passender Begriff eingefallen ist, schnappt sich die entsprechende Bilderkarte und legt sie verdeckt vor sich ab. Hat ein Spieler 6 Karten gesammelt, endet eine Runde. Reihum deckt nun jeder eine Karte auf und nennt ohne Zögern einen Begriff. Dabei sind alle Wörter, die zuvor schon benutzt wurden tabu. Fiel beispielsweise beim Überbegriff Gemüse das Wort Karotte, ist dies für einen nachfolgenden Spieler beim Überbegriff Supermarkt nicht mehr verwendbar. Entweder er läßt sich nun schnell noch eine andere gültige Antwort einfallen, oder die Bilderkarte kommt zurück in die Tischmitte.
Der Spieler, der nach dem Aufdecken aller Karten die meisten gültigen Begriffe genannt hat, erhält 2 Karten als Siegpunkte, der mit den zweitmeisten noch eine. Danach werden die Karten in der Tischmitte wieder auf dreißig ergänzt, ein neuer Buchstabe aufgedeckt und weiter geht's. Nach 6 gespielten Runden steht dann der Sieger von viele Dinge fest.
In einigen Varianten für kleinere Mitspieler werden die Buchstaben durch Farben ersetzt. Es gilt in diesem Fall also Dinge in der geforderten Farbe auf den Karten oder zum Überbegriff zu finden.
Fazit:
In der Gefahr zu wiederholen, was ich schon bei vielen Adlung-Spielen abschließend geschrieben habe: ein tolles Spiel zum unschlagbaren Preis. Diesmal ist es dem Verlag gelungen, ein Kommunikationsspiel, bestehend aus nur 66 Karten, zu kreieren. Zwar wurde nicht das Rad neu erfunden, aber die Mischung ist interessant. Viel Kreativität und Schnelligkeit sind gefragt, notwendig sind auch ein bißchen Gedächtnisleistung und Argumentationsfreude, um bei den Mitspielern Begriffe durchzusetzen, die nicht ganz so einleuchtend sind. Für alle, die diese Eigenschaften besitzen gilt: unbedingt zugreifen!
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 Kartenspiel von Karsten Adlung und Bernhard Nägele, Adlung, EUR 6,50 2-8 Pers., ab 3 J., ca. 5-20 Min.

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