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Viva Topo!



Spielspaß

4

Material

6

Spielregel

5

Glück

5

Planung

3

Risiko

5
Man kennt das ja. Wenn man den Hals nicht voll kriegen kann, steht man am Ende oft mit leeren Händen da. Genauso kann es unseren Mäusen gehen, die in ihrem Mauseloch sitzen und vom Schlaraffenland träumen. Köstlichen Käse in riesigen Mengen gibt es dort und so ist es nicht verwunderlich, daß sich die ganze Mäuseschar schon bald auf den Weg dorthin begibt. Auf diese Chance hat die Katze, die schon seit Tagen vor dem Mauseloch herumlungert, lange gewartet. Leise schleicht sie sich von hinten an und deshalb wäre es für die eine oder andere Maus ratsam, unterwegs bei einem Verwandten Unterschlupf zu suchen. Auch dort kann man auf einen leckeren Käse hoffen, wenn auch nicht in den Mengen, die das Schlaraffenland verspricht. Und so siegt leider allzu oft die Gier und am Ende....., aber das erwähnte ich ja bereits.

Spielanleitung


4 oder 5 Mäuse, allesamt aus Holz, mit einem Faden als Schwanz und putzigen Stoffohren, nennt jedes Kind sein eigen. Vom gemütlich eingerichteten Mauseloch starten die Nager mittels Würfel in Richtung Schlaraffenland. 1 bis 5 Punkte darf eine eigene Figuren pro Zug vorangezogen werden. Wenn man bedenkt, daß das Land, wo den Mäusen der Käse in den Mund fliegt, nur 21 Felder entfernt ist, könnte man zu der Einschätzung gelangen, dieses Ziel sei äußerst einfach zu erreichen. Dem ist aber nicht so. Erstens darf man pro Zug immer nur eine Maus bewegen, und zweitens ist da noch die hungrige Katze, die wenige Felder hinter dem Mauseloch startet und ebenfalls auf einen saftigen Happen wartet. Auf dem Würfel sind zwei Einser. Immer wenn diese fallen, bewegt sich auch die Katze um 1 Feld voran. Mal schleicht sie sich ganz bedächtig voran und wiegt ihre Opfer in trügerischer Sicherheit, dann spurtet sie unerwartet los und schwupps ist eine eigene Maus eingeholt und aus dem Spiel. Um diesem Schicksal zu entgehen, gibt es in jeder Spielplanecke ein rettendes Versteck. Wer sich hier hineinbegibt bleibt dort bis zum Spielende. Der Weg ins Schlaraffenland ist also auf immer verwehrt. Zum Trost gibt es auch in den Verstecken leckeren Käse, der umso größer wird, je weiter man vom heimatlichen Mäuseloch entfernt ist. Im ersten erhält man eine Käseecke, im zweiten schon zwei usw. Mäuse, die es bis ins Ziel schaffen erhalten einen ganzen Laib, der 6 einzelnen Stücken entspricht. Sind alle Mäuse aus dem Spiel, entweder weil sie ein Stück Käse ergattert haben, oder weil die Katze sie erwischt hat, endet das rasante Rennen und der Spieler mit den meisten Käseecken ist Sieger.

Fazit:
Spiele, bei denen es Verfolger und Verfolgte gibt, kommen bei Kinder meist ungemein gut an. Man denke nur an Mitternachtsparty, Gespensterschloß oder Scotland Yard. Auch Viva Topo ist wieder ein gelungener Vertreter dieses Genres. Zusätzlich zu der Angst, geschnappt zu werden, sorgt hier das Dilemma "In Sicherheit bringen und sich mit einem kleinen Käsestück zufrieden geben, oder trotz Gefahr weiter laufen und auf mehr hoffen" für große Spannung. Hinzu kommt das großartige Material, alles aus Holz und äußerst liebevoll gestaltet. Wer also noch kein Spiel dieser Art besitzt, ist mit Viva Topo sehr gut bedient.

Viva Topo!
Kinderspiel von Manfred Ludwig, Selecta, ca. EUR 30,-
2-4 Pers., ab 4 J., ca. 20 Min.

Auszeichnungen:
Kinderspiel des Jahres 2003

Viva Topo!
Das Mäuseparadies ist nur ein paar Felder entfernt.

Viva Topo!
Dorthin machen sich die Mäuse hungrig auf den Weg.

Viva Topo!
Aber Vorsicht: Die Katze hat auch Appetit...

Viva Topo!
...und kommt gnadenlos näher.

Viva Topo!
Gut für den, der sich rechtzeitig in Sicherheit gebracht hat.
 
 
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