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Willy Waschbär



Spielspaß

5

Material

5

Spielregel

5

Geschicklichkeit

5

Bluff

4

Glück

4
Wenn es ums Fressen geht, hört bei Willy Waschbär und seinen Kumpeln die Freundschaft auf. Um an die leckersten Früchte und Beeren heranzukommen wird ohne Rücksicht auf Verluste geschubst, gekickt und getreten. Jetzt dürfen wir Spieler bei dieser wilden Jagd nach Futter mitmachen. Klar, daß man uns dazu nicht zweimal auffordern muß.

Spielanleitung


Unabhängig davon, wie viele Spieler mitmachen, werden alle 12 Waschbären und die 14 braunen Futterchips wahllos auf den wunderschön gestalteten Spielplan verteilt. Die Waschbären sind flache, runde Holzscheiben mit einem Aufkleber und lassen sich durch die Farbe und die Blickrichtung der Waschbärengesichter eindeutig unterscheiden. Jeder Spieler bekommt heimlich 3 der putzigen Gesellen mittels Spielmarken zugelost, ein Stoppseil wird lose um den Spielplan gelegt und schon geht die Schlacht um die besten Früchte los.

Ziel ist es, die meisten Futterchips zu sammeln und bei Spielende mindestens noch einen eigenen Stein auf dem Plan zu haben. Ist man an der Reihe, wählt man einen beliebigen Waschbären aus, das kann also auch ein fremder sein, und versucht mit diesem mehr oder minder gezielt, andere Steine vom Plan zu schnipsen. Dieses Schnipsen ist gar nicht so einfach und gerade jüngere Kinder haben am Anfang Schwierigkeiten die Waschbären in geplante Bahnen zu lenken. Aber Übung macht den Meister, und über kurz oder lang bringt eigentlich jeder ein paar gezielte Schüsse zustande.

Je nachdem, was vom Plan geschnipst wurde, ist weiter zu verfahren. Liegen nur Futterchips unten, darf man sich freuen und sie dem eigenen Vorrat hinzufügen. Haben ausschließlich Waschbären den Plan verlassen, sind diese aus dem Spiel und die entsprechenden Spieler decken ihre Spielmarken auf. Sind jedoch Futter- und Waschbärensteine im Aus gelandet, muß der aktive Spieler eine der beiden Sorten zurück auf den Plan legen. Ganz wichtig: ein Zug ist nur dann gültig, wenn der Waschbär, mit dem geschnipst wurde, nicht den Plan verläßt, und keiner der anderen Steine über das Stoppseil hinausrutscht. Eine Partie ist beendet, wenn alle Futterchips vergeben sind oder ein Spieler keinen Waschbären mehr besitzt. Dieser Spieler erhält gemeinerweise keine Punkte, auch wenn er die meisten Futterchips hat.

Die Taktik ist klar. Möglichst viele Futterchips sammeln und den Führenden aus dem Spiel schnippen. Allzu offensichtliches Spielen schmälert die Chancen. Wer immer wieder einen Waschbären, der gefährlich nahe am Rand liegt, in Richtung Mitte schubst, kann ihn genau so gut selbst vom Plan schnipsen. Wer die Gegner jedoch über seine eigenen Steine völlig im unklaren läßt, oder gar ein wenig blufft, hat entschieden bessere Chancen auf den Sieg.

In einer Variante wird Willy Waschbär noch taktischer. Hier verteilen die Kinder ihre gezogenen Spielmarken an die anderen Mitspieler. Jeder kennt also mindestens eine Figur eines jeden anderen und kann somit gezielt Waschbären vom Plan schießen.

Willy Waschbär vereinigt gekonnt Geschicklichkeit mit Bluff. Man kann sich so richtig ärgern über die blöden Mitspieler, die ungeschickten Finger, die Holzscheiben, die nie da landen, wo sie sollen, aber man kann sich auch so richtig freuen, wenn alles gelingt. Selbst Kinder, die gemeine Spiele ansonsten nicht mögen und zu Tränen neigen, waren von Willy Waschbär begeistert. Was will man mehr?

Willy Waschbär
Schnippspiel von Heinz Meister, Goldsieber, ca. EUR 13,-
2-4 Pers., ab 6 J., ca. 10-20 Min.

Willy Waschbär

Willy Waschbär

Willy Waschbär
"Gib her!"

Willy Waschbär
 
 
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