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Zapp Zerapp



Spielspaß

5

Material

6

Spielregel

5

Taktik

3

Glück

3

Hören

6
Alle 13 Jahre treffen sich die besten Zauberer aus aller Welt am Berg der ewigen Stille, um in einem Wettstreit dem besten der Ihren den Ehrentitel des Zapp Zerapp zu überreichen. Im Wettstreit müssen jeweils drei Zauberlehrlinge um den unheimlichen Berg zu ihrer Zielstadt laufen. Das Problem dabei ist aber der Bannfluch, der auf dem Berg liegt: Kommt jemand in seine Nähe, erstarrt er zu völliger Bewegungslosigkeit. Nur die besten Zauberer der Welt können diesen Bann für kurze Zeit unterbrechen, indem sie magische Rappelfässer schütteln. Derjenige Zauberer, der als Erster all seine Lehrlinge durch weise und magische Entscheidungen sicher zur Zielstadt gebracht hat, darf sich die nächsten 13 Jahre den großen "Zapp Zerapp" nennen.

Der großflächige Spielplan ist ganz einfach aufgeteilt: innen der Berg, auf den die 13 Rappelfässer gestellt werden, und außen herum die Strecke, auf der die Zauberlehrlinge um die Wette laufen. Dabei gibt es für jede Farbe (= jeden Zauberer) ein Startfeld und eine Zielstadt. Dies erinnert im Prinzip ziemlich an den Aufbau des Mensch Ärgere Dich Nicht-Spieles. Es gibt auch für jede Farbe Felder, auf denen die entsprechenden Zauberlehrlinge nicht verbannt (rausgeschmissen) werden können. Die Rappelfässer sind mit magischen Steinen gefüllt. In einem ist nur 1 Stein, in einem 2, 3, 4, 5, ... 13. Auf dem Boden der Fässer steht, wie viel Steine sie beinhalten.

Spielanleitung


Zu Beginn stehen also alle Zauberlehrlinge auf ihren Startfeldern. Ein Zauberer (Spieler) würfelt mit zwei Würfeln die magische Zahl, z.B. neun. Nun schnappen sich alle Spieler die Rappelfässer und versuchen, durch Schütteln herauszuhören, in welchem neun magische Steine sind. Dabei darf natürlich unter die Fässer geschaut werden, denn dort steht ja die Anzahl der Steine. Wer sich für ein Fass entschieden hat, stellt es vor sich und darf jetzt nicht mehr schütteln. Hat jeder Spieler ein Fass gewählt, zeigen alle Spieler die Fassböden: Wer mehr als neun hat, stellt sein Fass sofort wieder auf den Berg und darf weiter nichts mehr machen. Wer das richtige Fass gewählt hat, darf mit einem seiner Zauberlehrlinge neun ziehen. Wer darunterliegt (z.B. 5), darf mit einem seiner Lehrlinge genau die Zahl ziehen, die auf seinem Fass steht (in dem Fall 5).

Überholt ein Zauberlehrling einen Lehrling eines anderen Zauberers, so darf er ihn verbannen, d.h. auf dessen Startfeld zurückstellen, es sei denn dieser steht in seiner Schutzzone (Zugfelder der entsprechenden Farbe). Außerdem darf ein Zauberlehrling, der gerade vom Startfeld kommt, niemanden verbannen.

Wer zuerst seine drei Zauberlehrlinge in seiner Zielstadt hat, gewinnt den Titel des "Zapp Zerapp".

In einer Profiversion gibt es außerdem für jeden Spieler zwei Mitnahmefelder: Wer einen Zauberlehrling überholt, der auf einem Mitnahmefeld seiner eigenen Farbe steht, darf diesen Mitnehmen, und zwar genau so weit, wie er auch kommt. Dabei kann er sogar mehrere eigene Zauberlehrlinge gleichzeitig ins Ziel bringen, oder gegnerische Zauberlehrlinge an ihrer Zielstadt vorbeitragen. Diese müssen dann die ganze Runde nochmals laufen, bis zu ihrer Zielstadt.

Fazit:
Zapp Zerapp ist ein Familienspiel, an dem sowohl Kinder als auch Erwachsene ihren Spaß haben. Sogar die Runden nur mit den Großen kamen sehr gut an. Dieses sehr einfache Spiel mit dem völlig neuen Element des Ermittelns der Zugzahl durch die Rappelfässer funktioniert viel besser als ich anfangs vermutete. Ich dachte, es wäre so schwierig, die richtige Zahl herauszuhören, dass man mehr oder minder durch Zufall voran käme. Dem ist aber nicht so: man kommt erstaunlich und manchmal auch gefährlich nahe an die gewürfelte Zahl. Und auch das Verbannen und - in der Profiversion - das Mitnehmen von Zauberlehrlingen funktioniert wunderbar.
Genauso wunderbar ist das Spielmaterial vom Spielplan über die Spielfiguren bis zu - natürlich - den Rappelfässern. Alles ist aus Holz, die Farben sind sehr schön gewählt und passen gut zum Drumherum. Der Spielplan und die Zauberlehrlinge sind ziemlich groß, was ich sehr gut finde. Da hat man einfach was an dem Spiel. Dadurch rechtfertigt sich meiner Meinung nach auch der Preis von ca. 60 Mark. Und weil Zapp Zerapp nicht nur Spaß macht, sondern auch ein bisschen die Sinne schult und beim Ziehen etwas Taktik erfordert, ist es diese Investition auf jeden Fall wert.

Zapp Zerapp
Familienspiel von Heinz Meister und Klaus Zoch, Zoch-Verlag, UVP 59,50 DM
2-4 Pers., ab 7 J., 30 Min.

Zapp Zerapp
Die Rappelfässer stehen auf dem Berg.

Zapp Zerapp
Ein blauer Zauberlehrling hat's schon in die Stadt geschafft.

Zapp Zerapp
Das Mitnahmefeld für Blau und Gelb.

Zapp Zerapp
Und unten drauf, da steht die Lösung.
 
 
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